Auf Titelkurs: "Haben alle Karten in der Hand"

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Red Bull Salzburg lässt sich in der Bundesliga nicht vom Titelkurs abbringen.

Ihre Stärke demonstrierten die Salzburger am Samstag mit einem 6:0-Kantersieg gegen das neue Schlusslicht Wr. Neustadt.

Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid beträgt damit sieben Runden vor Schluss weiterhin sechs Punkte. Sturm Graz folgt weitere zwei Zähler dahinter auf Rang drei.

"Es liegt jetzt rein an uns"

"Es liegt jetzt rein an uns. Wir haben alle Karten in der Hand", erklärte Salzburg-Trainer Adi Hütter. "Wenn wir weiter so spielen, bin ich zuversichtlich, dass wir den Titel verteidigen werden."

Der Vorarlberger mahnte nach dem ersten von acht "Endspielen" um die Meisterschaft allerdings zur Konzentration: "Wir müssen weiterhin hellwach bleiben, denn Rapid und Sturm Graz schlafen nicht."

Hütter muss für klaren Plan sorgen

Kommenden Samstag geht es zu Hause gegen Ried, laut Hütter "ein unangenehmer Gegner". Die Verfolger Rapid und Sturm bekommen es mit den Abstiegskonkurrenten Admira bzw. Wr. Neustadt zu tun.

"Motivieren brauche ich meine Mannschaft für die nächsten Spiele nicht", versicherte Hütter. "Meine Aufgabe wird es sein, die Mannschaft so vorzubereiten, dass sie einen klaren Plan hat."

Gegen Wr. Neustadt hatte sie ihn, Kapitän Jonatan Soriano traf gegen seinen Lieblingsgegner einmal mehr im Doppelpack. Seine Freistöße sind eine besonders gefährliche Waffe.

"Es steckt sehr viel harte Arbeit dahinter", erinnerte der Spanier, der die Schützenliste mit 26 Saisontoren anführt. Seine ruhenden Bälle funktionieren immer besser. "Das ist wichtig für die Mannschaft."

"Dürfen uns das nicht nehmen lassen"

Diese scheint nach der verspielten 3:0-Führung im Schlager vor einer Woche bei Rapid (3:3) so richtig hungrig geworden zu sein.

"Wir haben sechs Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis. Normal dürfen wir uns das nicht mehr nehmen lassen", sagte Mittelfeldspieler Christoph Leitgeb, der sich mit Nebenmann Naby Keita Sonderlob von seinem Trainer abholte.

Verfolger erfüllen Aufgaben

Allerdings erfüllten auch die Verfolger ihre Hausaufgaben - wenn auch mit Mühe. Rapid siegte in Ried 1:0, Sturm rang Grödig dank eines Tores von Roman Kienast in der Nachspielzeit zu Hause mit 2:1 nieder.

Die Grazer zogen damit um einen Zähler an Altach vorbei. "Wir wollen international spielen, die drei Punkte sind enorm wichtig", meinte Sturm-Trainer Franco Foda.

Zum Matchwinner für Rapid avancierte Philipp Schobesberger mit seinem vierten Tor in den vergangenen fünf Ligaspielen. "Momentan läuft es einfach bei mir und dem Team", sagte der 21-Jährige.

Restlos zufrieden war Chefcoach Zoran Barisic mit dem Auftritt im Innviertel dennoch nicht: "Wir sind in der Defensive ziemlich stabil gestanden, in der Offensive haben wir viel Luft nach oben."

Barisic schaut "eher nach unten"

Die Hütteldorfer sind im Rennen um Rang zwei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, weiter in der Pole Position. "Unser Ziel war ein europäischer Startplatz. Wir sind auf Platz zwei, da wollen wir bleiben", versicherte Barisic.

Mit dem Meistertitel spekuliert er aber nicht mehr wirklich. "Ich schaue in der Tabelle eher nach unten."

Admira gibt "Rote Laterne" ab

Auf Altach etwa. Die Vorarlberger ließen mit einem 2:2 bei der Admira Punkte liegen. Die Südstädter gaben dadurch die "Rote Laterne" an Wr. Neustadt ab. Auf den ersten Sieg im Jahr 2015 warten sie nach zehn Spielen aber immer noch.

"Ein Punkt ist ein Punkt. Jetzt sind wir Neunter, das ist positiv", erklärte Admira-Trainer Oliver Lederer. Dank einer um 13 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber den Neustädtern.

Kolvidsson hakt Pleite ab

Für den Abstiegsrivalen war die 0:6-Pleite in Salzburg in dieser Hinsicht nicht gerade förderlich. "Hier sind schon ganz andere Mannschaften untergegangen", erinnerte Wr. Neustadts Coach Helgi Kolvidsson.

Sein Team sei im Saisonverlauf bereits sechs Punkte hinter einem Nicht-Abstiegsplatz zurückgelegen. Kolvidsson: "Bis auf Salzburg haben wir mit jeder Mannschaft mithalten können und gezeigt, dass wir in der Liga verbleiben können."

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