Sturm verschafft sich Luft nach hinten

Aufmacherbild
 

Sturm Graz ist am Osterwochenende dem Ziel Europacup-Teilnahme einen Schritt näher gekommen.

Mit einem glücklichen 2:1-Sieg in Ried haben die Steirer den für die Europa-League-Qualifikation nötigen vierten Platz abgesichert.

Da alle drei Verfolger leer ausgegangen sind, geht Sturm mit fünf Punkten Vorsprung auf den WAC, zehn auf Ried und elf auf die Austria in die letzten neun Runden.

"Es liegt jetzt an uns"

Mit dem fünften Sieg in den jüngsten sechs Partien hat die Elf von Franco Foda auch den Rückstand auf Rang zwei (Rapid), der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, bei vier Zählern gehalten.

"Wir haben uns vom WAC und der Austria distanziert. Es liegt jetzt an uns, ob wir uns für die europäischen Plätze qualifizieren", erklärte Mittelfeldspieler Marko Stankovic.

Allerdings überzeugten die Grazer am Sonntag nicht wirklich, benötigten eine Stunde Anlauf und eine Fehlentscheidung des Schweizer Schiedsrichters Erlachner, um im Innviertel in Führung zu gehen.

"Es war ein Foul von mir"

Dem 1:0 von Roman Kienast (63.) war ein Foul von Lukas Spendlhofer an Harald Pichler vorangegangen, wodurch der Ried-Verteidiger nicht mehr an die Freistoß-Flanke herankam.

"Es war ein Foul von mir an Harri, ich habe ihn am Trikot gezogen", gestand Spendlhofer.

Schon in der 9. Minute hatten die Rieder zudem bei einer Strafraum-Attacke von Michael Madl an Clemens Walch vergeblich einen durchaus berechtigten Elfmeter gefordert.

"Wurden vom Schiedsrichter ganz klar benachteiligt"

"Wir wurden vom Schiedsrichter ganz klar benachteiligt", kritisierte Ried-Trainer Oliver Glasner zurecht.

Sein Team kämpfte sich nach dem 0:2 durch Donis Avdijaj (76.) durch einen Treffer von Thomas Fröschl (77.) zwar noch einmal heran und hatte im Finish auch Chancen auf den Ausgleich, stand aber beim Schlusspfiff mit leeren Händen da.

So durfte der Ende September engagierte Foda nach dem 10. Sieg in seinem 17. Spiel halbwegs erfreut resümieren.

"Wenn man auswärts gewinnt, ist man natürlich immer zufrieden. Aber spielerisch bin ich nicht so zufrieden. Wir wollen eine Mannschaft sein, die auch im Ballbesitz sehr dominant ist, da muss man ruhiger agieren", erklärte der Deutsche.

"Luft nach hinten"

Im Kampf um die Europacup-Plätze hat sich für Foda aber "nicht viel verändert. Wir sind immer noch vier Punkte hinter Rapid, Atlach hat noch ein Nachtragsspiel. Dennoch war wichtig, dass wir gewonnen haben, gegen den WAC haben wir nun Luft nach hinten."

Das nächste wichtige Spiel steigt gleich kommendes Wochenende, wenn die Top 4 mit Duellen untereinander ins letzte Meisterschaftsviertel starten.

Sturm (44 Punkte) empfängt am Samstag den Tabellendritten Altach (45), am Sonntag ist Tabellenführer Salzburg (54) bei Verfolger Rapid (48) zu Gast

Ried Sturm
Ballbesitz 50,5% 49,5%
Zweikämpfe 50% 50%
Eckbälle 11 2
Torschüsse 20 8
Torschüsse außerhalb Strafraum 10 2
Torschüsse innerhalb Strafraum 10 6
Kopfballchancen 4 2
Abseits 5 2
Fouls 11 15
Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen