Rapid will in Wiener Neustadt Platz zwei verteidigen

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Rekordmeister Rapid ist auf dem Weg zu Bundesliga-Platz zwei nach 25 Runden voll im Plan.

Damit das so bleibt, ist ein Auswärtssieg beim Vorletzten Wiener Neustadt am Sonntag quasi Pflicht.

Die Niederösterreicher sind ein gern gesehener Gegner der Wiener, die im Herbst auswärts 5:1 und zu Hause 3:0 gewannen und in den jüngsten sieben direkten Duellen keine Niederlage kassierten.

Ein Duo sitzt Rapid im Nacken

Den Hütteldorfern sitzen mit dem starken punktgleichen Aufsteiger Altach (je 42 Punkte) und Sturm Graz (38) zwei Teams im Nacken.

Auch die Vorarlberger (in Grödig) und Grazer (gegen Admira Wacker Mödling) stehen in der 26. Runde vor Pflichtsiegen.

"Unser Ziel ist, dass wir am Ende der Saison den zweiten Platz holen, da wäre es sehr wichtig, in Wiener Neustadt den nächsten Schritt zu machen", sprach Rapid-Sportdirektor Andreas Müller Klartext.

Gegner soll nicht unterschätzt werden

Unterschätzen dürfe man den Gegner aber nicht. "Es ist immer eine sehr unangenehme Aufgabe, weil man dort der klare Favorit ist, aber wir erwarten von unserer Mannschaft, dass sie dem gerecht wird", sagte der Deutsche.

Chefcoach Zoran Barisic weiß, dass in der Partie am Sonntag nur drei Punkte zählen. "Wir fahren mit großen Ambitionen nach Wiener Neustadt, haben dort einiges vor", sagte der 44-jährige Wiener.

"Ewarte intensives Spiel"

Mit einem fußballerischen Leckerbissen dürfe man im Stadion in der Giltschwertgasse nicht rechnen. "Ich erwarte mir ein sehr kampfbetontes, intensives Spiel. Der Gegner wird sicher über die Grenzen gehen, deshalb müssen wir von der ersten Minute an voll dagegenhalten", wusste Barisic.

Wichtig sei auch, dass seine Kicker, die 20 von 27 möglichen Punkten in den jüngsten neun Spielen holten, den eigenen Schweinehund überwinden und die Platzverhältnisse ausblenden.

"Wenn die Mannschaft ihre Leistung abruft, sollten und werden wir in allen Belangen besser sein als der Gegner", war sich Barisic sicher.

Zwei zusätzliche Alternativen für Barisic

Personell hat Rapids Coach mit dem wieder fitten Deni Alar sowie dem gesperrt gewesenen Maximilian Hofmann zwei zusätzliche Alternativen.

Brian Behrendt und Christopher Dibon stehen neben dem langzeitverletzten Andreas Kuen hingegen noch nicht zur Verfügung. Behrendt war aber bereits in der Regionalliga-Mannschaft der Wiener wieder im Einsatz.

"Er braucht noch das eine oder andere Spiel, bis er wieder anschließen kann und Dibon ist auch auf einem sehr guten Weg zurück", rechnet Barisic mit einem baldigen Comeback des Duos.

Dobras kehrt bei Neustadt zurück

Bei den Niederösterreichern ist Kristijan Dobras nach Krankheit zurück, auch der wiedergenesene Herbert Rauter könnte in den 18-Mann-Kader rutschen.

"Gegen den WAC war es ein Kampfspiel mit vielen langen Bällen. Rapid ist dagegen auch unter Druck spielerisch sehr stark", rechnete Wiener Neustadts Trainer Helgi Kolvidsson mit einer ganz anderen Partie.

Vor dem Wiener "Topverein" hat der Isländer großen Respekt. "Sie stehen vom Budget her weit über uns, haben eine Riesen-Qualität, stehen richtig gut und sind sehr effektiv."

Respekt vor Beric

In den Griff bekommen müssen die Niederösterreicher vor allem Robert Beric, der in den bisherigen Saisonvergleichen jeweils im Doppelpack traf und bei 16 Saisontoren hält.

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim WAC muss wohl in allen Bereichen eine Steigerung her, um realistische Chancen auf den ersten Sieg gegen Rapid seit dem 15. Dezember 2012 (1:0) zu haben.

"Wir haben einfache Tore durch Eigenfehler bekommen, daraus müssen wir lernen", weiß Kolvidsson.

Nur mehr einen Punkt vor der Admira

Seine Mannschaft hat genauso wie Rapid Punkte nötig. Nach der erst zweiten Niederlage im sechsten Frühjahrsspiel schmolz der Vorsprung des Vorletzten auf Schlusslicht Admira auf einen Punkt.

"Wir müssen dranbleiben und weiter punkten", ist sich Kolvidsson bewusst. Im Frühjahr gelang dies seiner Truppe in den Duellen mit den "Großen Vier" der Liga schon in Graz (3:3) sowie gegen die Wiener Austria (1:0).

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