"Druck ist immer da, aber wir sind selbst schuld"

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Trainer Gerald Baumgartner steht mit der Austria in der Fußball-Bundesliga vor der nächsten Drucksituation.

Im Heimspiel gegen die SV Ried zählen für die Violetten zum Auftakt der 26. Runde am Samstagnachmittag (16.00 Uhr) nur drei Zähler.

Bei einer Niederlage droht dem Meister von 2013 sogar der Rückfall auf Rang sieben - und Baumgartner die Ablöse.

Derby-Euphorie verflogen

Das nach dem Derbyerfolg gegen Rapid aufgebaute Stimmungshoch verflog bei der Austria nach dem 1:1 bei Schlusslicht Admira in der Vorwoche.

Auf den für die Europacup-Qualifikation wichtigen vierten Tabellenplatz fehlen den Wienern aktuell fünf Zähler.

Für den bereits mehrmals angezählten Baumgartner ist die Ried-Partie unmittelbar vor der knapp zweiwöchigen Länderspielpause wohl erneut ein Spiel der letzten Chance.

"Druck ist immer da, aber wir sind selbst Schuld an der Situation", antwortete der Salzburger auf diesbezügliche Mutmaßungen - er wusste: "Es wäre ganz wichtig für uns, das Spiel zu gewinnen."

Für Kapitän Markus Suttner war dies ebenso offensichtlich. "Wir haben viel verbockt, aber immer noch die Chance, Punkte aufzuholen. Wir sind guter Dinge, die Saison noch positiv zu beschließen", betonte der ÖFB-Internationale. Er setzte seine Hoffnungen auch auf die Heimstärke.

Generali-Arena als Trumpf?

Zu Hause hat die Austria immerhin ihre jüngsten drei Partien gewonnen.

Gegen Ried haben die Favoritner vor heimischer Kulisse überhaupt eine hervorragende Bilanz: In 35 Heimspielen gegen die Innviertler gelangen der Austria 26 Siege bei nur zwei Niederlagen.

Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison holten Suttner und Co. mit einem 3:1 den ersten Dreier in dieser Spielzeit nach sieben erfolglosen Runden. Der damals zweimal erfolgreiche Omer Damari spielt inzwischen aber für RB Leipzig.

"Zuhause ist es in unserer Situation leichter als auswärts. Wir brauchen eine konzentrierte Leistung und müssen die individuellen Fehler abstellen", gab Suttner die Richtung vor.

Man werde auch einen "dreckigen Sieg" gerne mitnehmen, erklärte der Außenverteidiger mit Blick auf die spielerisch mageren Vorstellungen der vergangenen Wochen.

Der Austria fehlen am Samstag neben Verletzten wie Alexander Gorgon auch die gesperrten Lukas Rotpuller und Mario Leitgeb.

Trauner wittert Chance

Ried hat gegen die Austria seit zwölf Ligaspielen nicht mehr gewonnen. Die Formschwäche des Gegners gibt den Oberösterreichern aber Hoffnung.

"Die Austria ist nicht in bester Form, wir sind gut drauf und wollen gewinnen", meinte Verteidiger Gernot Trauner.

Bei drei Zählern in der Generali Arena würde sich die Spielvereinigung jedenfalls auf den sechsten Platz schieben.

Nicht zur Verfügung steht Trainer Oliver Glasner Verteidiger Bernhard Janeczek, der beim 1:2 in Altach einen Bändereinriss im Knöchel erlitt.

Glasner sah die Chancen seiner Elf auf einen Erfolg in Wien dennoch gegeben, dafür sei in Angriff und Abwehr aber mehr Konzentration gefragt.

"Wir müssen vor dem Tor effizienter werden und auch hinten länger die Null halten. "Im Frühjahr haben wir es noch nicht geschafft, zu Null zu spielen", sagte Glasner.

Sein Team setzt in der Offensive vornehmlich auf Standards. Mit acht Toren nach Freistößen hat Ried den diesbezüglichen Liga-Bestwert vorzuweisen.

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