Salzburg muss sich mit Remis in Ried begnügen

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Tabellenführer Salzburg hat bei der Pflichtaufgabe zwischen den Europa-League-Auftritten gegen Villarreal Punkte liegen gelassen.

Der weiter souverän voran liegende Meister musste sich am Sonntag nach großer Personalrotation bei der SV Ried mit einem 2:2 (1:0) begnügen.

Für die weiter achtplatzierten Oberösterreicher war es der erste Punktgewinn gegen Salzburg nach sechs Niederlagen.

Zwei Thomalla-Tore

Debütant Felipe Pires sorgte vor 4.700 Zuschauern für Salzburgs Pausenführung (33.). Ried drehte die Partie aber zunächst durch einen Doppelpack der deutschen RB-Leipzig-Leihgabe Denis Thomalla (52., 65.).

Naby Keita sorgte mit seinem ersten Liga-Treffer in der 69. Minute aber für den Punktgewinn der Gäste. Für die geht es im Rückspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales nun am Donnerstagabend in Wals-Siezenheim weiter.

Sieben Umstellungen bei RBS

Salzburg-Trainer Adi Hütter hatte zwischen den "intensiven" Spielen gegen Villarreal wie angekündigt kräftig durchgemischt. Nur vier Akteure vom 1:2 in Spanien am vergangenen Donnerstag standen in der Keine Sorgen Arena in der Start-Elf.

Torhüter Peter Gulasci und Kapitän Martin Hinteregger organisierten die Abwehr, Andre Ramalho agierte dieses Mal im defensiven Mittelfeld. Dazu kam Marco Djurcin im Angriff.

Über sein Bundesliga-Debüt durfte sich Pires freuen. Der am rechten Flügel aufgebotene Brasilianer spielte im Herbst noch für Partnerclub FC Liefering. Lange Zeit war von ihm nichts zu sehen, ehe Pires zuschlug. Nach Vorarbeit von Valon Berisha entwischte der 19-Jährige seinem Gegenspieler Oliver Kragl und traf perfekt ins lange Eck.

Gute Anfangsphase

Dabei war Ried, wo Lorenz Höbarth im Tor den gesperrten Thomas Gebauer vertrat, mit Elan ins Spiel gestartet. Stefan Lainer deutete per Fernschuss (9.) Torgefahr an, einen Schupfer von Clemens Walch beförderte Salzburgs Peter Ankersen noch vor der Torlinie ins Out (11.). Nach einer Viertelstunde schien der Meister besser im Spiel.

Gulacsi musste Sekunden vor dem Pausenpfiff nur noch bei einer verunglückten Lainer-Flanke eingreifen. Ried vermochte nach Seitenwechsel aber zuzulegen.

Herrlicher Freistoß

Der eigentlich im "Bullen-Stall" beheimatete Thomalla legte sich den Ball zunächst mustergültig zurecht, traf aber nur die Lattenoberkante (47.). Fünf Minuten später hatte der Stürmer sein Visier perfekt eingestellt:

Bei seinem Freistoß aus rund 20 Metern war Gulasci chancenlos. Kragl hätte dies mit einem gefinkelten Bogenschuss fast von der Mittellinie beinahe noch überboten, Salzburgs Keeper lenkte den Ball gerade noch über die Latte (57.).

Keita fixiert Endstand

Hütter reagierte und brachte mit Massimo Bruno und Marcel Sabitzer für Djuricin und Berisha frische Offensivkräfte. Kurz darauf folgte allerdings der nächste Rückschlag für sein Team. Nach einem weiten Ball nach vorne leistete sich Innenverteidiger Duje Caleta-Car einen groben Patzer, Thomalla ließ sich die Möglichkeit zu seinem Doppelpack nicht entgehen.

Ried-Trainer Oliver Glasner konnte sich über die Führung jedoch nicht lange freuen. Keita gelang aus einem Getümmel im Strafraum das in Summe verdiente 2:2. Immerhin verbuchten die Innviertler gegen die Mozartstädter wieder Zählbares. Auf einen vollen Erfolg gegen Salzburg wartet die SV aber trotzdem bereits neun Spiele.

SV Ried RB Salzburg
Ballbesitz 45,5% 54,5%
Zweikämpfe 52,5% 47,5%
Eckbälle 5 3
Torschüsse 16 13
Torschüsse außerhalb Strafraum 6 6
Torschüsse innerhalb Strafraum 10 7
Kopfballchancen 2 0
Abseits 2 2
Fouls 16 19
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