Austria gegen Grödig vor "großer Drucksituation"

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Die Austria will nach einem turbulenten Jahr zumindest den Weihnachtsfrieden wahren.

Nach Saisonhalbzeit nur auf Rang sieben liegend, wartet auf die Wiener zum Jahresabschluss am Samstag (18.30 Uhr) das Heimspiel gegen den SV Grödig.

Die Salzburger sind im Gegensatz zum Gegner bestens in Schuss, sie gelten auch als Schrecken der Wiener Großclubs.

Die Bilanz der Grödiger gegen Rapid und Austria seit dem Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2013 liest sich hervorragend. In zwölf Duellen ging der oft zitierte "Dorfclub" bei fünf Dreiern nur zweimal als Verlierer vom Feld.

Gegen die Violetten hat Grödig drei von sechs Vergleichen gewonnen, in dieser Saison gab es bisher zwei Remis.

Violett verspürt Druck

Austria-Trainer Gerald Baumgartner war sich der Ausgangslage gegen den "unangenehmen Gegner" bewusst. "Es ist mit Blick auf die Tabelle ein wichtiges Spiel, eine große Drucksituation für uns", meinte der Salzburger.

Mit einem vollen Erfolg würde sich sein Team zumindest vor den sechstplatzierten Grödigern platzieren. Bei einem hohen Sieg sowie einer gleichzeitig hohen Niederlage von Rapid am Sonntag in Salzburg winkt der Austria Platz fünf.

Gorgon fraglich

Die Frage, ob man von einer "Schnittpartie" sprechen könne, beantwortete Baumgartner mit einem Nicken: "Das kann man sicher so sagen." Weniger freut den Coach deshalb, dass mit Alexander Gorgon ein stark spielender Akteur fraglich ist.

Der zuletzt als Damari-Ersatzmann im Sturmzentrum agierende Offensivspieler konnte Donnerstag aufgrund einer Erkrankung nicht trainieren. Am Freitag wollte Gorgon eine leichte Trainingseinheit absolvieren.

Schlechtes Jahr

Selbst bei einer optimalen Runde steht für die Austria die schlechteste Winterplatzierung seit acht Jahren zu Buche. 2006/07 gingen die Favoritner als Schlusslicht ins neue Jahr, danach war man nie schlechter als Vierter.

"Es ist der schlechte Start, der noch immer nachwirkt. Da hätten wir Spiele gewinnen müssen, uns Selbstvertrauen holen können", erinnerte Baumgartner an die ersten sieben sieglosen Runden. "Wir hatten nach kurzer Zeit schon eine Drucksituation, die immer größer geworden ist."

Im Frühjahr soll die Wende geschafft werden. Mithelfen soll dann wieder der am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte Omer Damari. Die gute Nachricht für die Austria ist, dass die Erkrankung beim Israeli normal verläuft, keine Organe betroffen sind. "Momentaner Stand ist, dass er mit Trainingsstart am 7. Jänner wieder dabei ist", meinte Sportchef Thomas Parits. Diesbezüglich reagieren will man auf der Transferfront im Winter deshalb nicht.

Transfergerüchte in Grödig

Bei Grödig kündigen sich in der Winterpause indes erneut Abgänge an. Stefan Nutz machte nicht nur durch seine zwei Tore beim 5:0 gegen die Admira in der Vorwoche auf sich aufmerksam.

Dem Mittelfeldmann soll ein Angebot aus Deutschland vorliegen. Auch Flügelspieler Philipp Huspek, dessen Vertrag ebenfalls im Sommer ausläuft, wurde bereits als gewinnbringende Aktie gehandelt.

"Ich habe immer gesagt, dass wir ein Verein sind, der Spielern eine Plattform gibt. Wir werden ihnen ihren Weg nicht verwehren, aber natürlich muss auch für den Verein etwas herausschauen", meinte Trainer Michael Baur.

Tomi fehlt weiterhin

Der Tiroler muss gegen die Austria weiter auf den am Knie verletzten Spanier Tomi verzichten. Die Wiener Defensive gehörig unter Druck bringen soll wieder das agile Offensivtrio Yordy Reyna, Daniel Schütz und Huspek.

"Die Wiener sind eine starke Truppe, wir haben aber in diesem Herbst schon mehrmals bewiesen, dass wir uns mit der Größe der Aufgabe steigern können", erklärte Baur. "Wir stehen in der Tabelle vor der Austria und werden alles versuchen, damit dies auch nach dem Schlusspfiff in Wien so bleibt."

In der Generali Arena will der SV auch ein Novum in dieser Saison schaffen. Zwei Spiele in Folge hat Grödig noch nie gewonnen.

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