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Sturm mit Hadzic und als Favorit gegen Ried

Sturm mit Hadzic und als Favorit gegen Ried

Laut Papierform sollte Sturm Graz den jüngsten Aufwärtstrend in der Fußball-Bundesliga auch am Samstag fortsetzen.

Die "Blackys" bekommen es vor eigenem Publikum mit ihrem "Lieblingsgegner" SV Ried zu tun, der seit 16. Oktober 2010 in Graz nicht mehr gewonnen und in den jüngsten 15 Duellen mit den Steirern nur einen Sieg geholt hat.

Sturm-Coach Franco Foda hält von dieser Statistik jedoch relativ wenig und fordert lieber von seiner Mannschaft eine ähnlich konzentrierte Leistung wie in den vergangenen Wochen, in denen drei Siege aus vier Runden herausschauten.

Foda nimmt Favoritenrolle an

"Wir müssen weiter unsere Strategie verfolgen und wieder an unsere Leistungsgrenze gehen", betonte der Deutsche.

Aufgrund der jüngsten positiven Entwicklung befindet sich Sturm in der Favoritenrolle, bestätigte Foda.

"Und diese Rolle nehmen wir gerne an, auch wenn es kein einfaches Spiel für uns wird. Doch wir müssen mutig und mit Risiko agieren, vor allem im letzten Drittel."

Zusätzlicher Ansporn für Foda und seine Schützlinge ist die triste Bilanz vor eigenem Publikum. Mit vier Niederlagen, zwei Remis und nur zwei Siegen nimmt Sturm vor dem letzten Match in diesem Jahr in der UPC Arena derzeit nur Platz acht in der Heimtabelle ein.

Ried "spielt gut aus einer kompakten Defensive"

"Wir wollen uns von den Fans mit einem Erfolg verabschieden", betonte der Trainer.

Allerdings zeigte Foda auch großen Respekt vor den seit fünf Runden ungeschlagenen Riedern.

"Sie haben ihr Spielsystem und ihre taktische Ausrichtung in den letzten Wochen verändert, und das mit Erfolg. Sie spielen jetzt sehr gut aus einer kompakten Defensive", lautete die Einschätzung des 48-Jährigen.

Glasner: "Spielen Angriffe besser zu Ende"

Sein Rieder Kollege Oliver Glasner meinte vor dem Duell:

"Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in den vergangenen Wochen aufsteigende Tendenz gezeigt haben. Das könnte eine interessante Sache werden", sagte der Ex-Profi und nannte die Gründe für den Aufschwung seines Teams:

"Sicher wurde durch die Systemumstellung die Defensive stabiler. Taktische Verhaltensweisen funktionieren besser und werden besser umgesetzt. Und wir spielen unsere Angriffe besser zu Ende und schießen daher mehr Tore. Mit dem immer größer werdenden Selbstvertrauen steigt auch die spielerische Note."

Allzu euphorisch sei man aber trotz der elf Punkte aus den vergangenen fünf Partien nicht, meinte Glasner.

"Es ist nicht so, dass wir jetzt durch Ried tanzen und glauben, wir sind die Helden. Wir wissen genau, warum wir gut sind. Und zwar, weil jeder für den anderen auf dem Platz da ist und wir grundlegende Dinge umsetzen. Und nicht, weil wir auf einmal Österreichs beste Fußballer sind."