Schützenfest für den harten Kern

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Die Admira hat in Grödig gar nichts zu melden

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Der FC Admira Wacker Mödling hat in der Bundesliga eine bittere Schlappe einstecken müssen.

Der SV Grödig gewann am Samstag in der 18. Runde vor eigenem Publikum 5:0 (4:0), hielt damit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte und überholte sogar die Austria.

Die Salzburger sind neuer Sechster, die Admira befindet sich weiter auf Platz neun.

Die konzeptlos agierenden Südstädter hatten nach einem Blitzstart der Hausherren nicht den Funken einer Chance und stecken nach der dritten Niederlage en suite und dem insgesamt zehnten Spiel in Folge ohne Sieg noch tiefer im Abstiegskampf.

Nach dem den 2:0-Sieg von Wr. Neustadt im Parallelspiel gegen Altach ist der Drei-Punkte-Vorsprung auf den Tabellennachbarn nun dahin.

69 Sekunden bis zur Führung

Nicht einmal zwei Minuten brauchte Grödig-Topscorer Yordy Reyna, um aus dem ersten Fehler der Admira-Hintermannschaft Kapital zu schlagen.

Nach einem Vorstoß in den Strafraum über die linke Angriffsseite brachten die Gäste den Ball nicht weg. Richard Windbichler schoss Mitspieler Markus Lackner an, Reyna kam unverhofft zu seiner Chance und fackelte nicht mit dem Abschluss.

Die Salzburger kontrollierten daraufhin die an Höhepunkten arme Partie, die nur 862 Zuschauer (Saison-Negativrekord) im Stadion verfolgen wollten, und präsentierten sich in der Offensive als Meister der Effizienz.

In der 23. Minute erhöhte Daniel Schütz nach einer schönen Kombination auf 2:0. Marvin Potzmann brachte den Ball nach geglücktem Doppelpass mit Philipp Huspek halbhoch in den Fünfmeterraum, wo der Ex-Innsbrucker volley verwertete.

Schon vor der Pause alles klar

Reyna legte dann mit seinem elften Saison-Treffer nach (37.). Der Peruaner selbst setzte im Strafraum Huspek in Szene, der Jörg Siebenhandl prüfte. Nach der Abwehr des Admira-Goalies genau vor seinen Kasten stand Reyna goldrichtig und staubte ab.

Bis dahin hatte Grödig nicht mehr als drei Chancen herausgespielt, die diese Bezeichnung verdienen - allesamt wurden sie zu Toren.

Die Admira tauchte erst in der 42. Minute erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Issiaka Ouedraogo war nach Flanke von Stephan Auer aber etwas zu spät dran und traf den Ball nicht korrekt.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte besorgte Stefan Nutz mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 20 Metern das 4:0 (44.).

Admira verdient sich Tapferkeitsmedaille

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Admiraner leicht verbessert, konnten jedoch nicht entscheidend zulegen.

Grödig verlegte sich überwiegend auf die Verwaltung des Resultats und machte nur mehr selten ernst - wenn doch, wurde es allerdings brandgefährlich.

Etwa in der 68. Minute, als der eingewechselte Thomas Goiginger mit seiner Flanke von links Nutz fand, der per Kopf traf. Neuerlich wirkte die Admira-Abwehr passiv, zeigte praktisch keine Gegenwehr.

In der Schlussphase intensivierten die Niederösterreicher ihre Bemühungen, den Ehrentreffer zu erzielen, der wollte jedoch nicht mehr gelingen.

Grödig Admira
Ballbesitz 59,6% 40,4%
Zweikämpfe 50,5% 49,5%
Eckbälle 2 4
Torschüsse 13 12
Torschüsse außerhalb Strafraum 5 8
Torschüsse innerhalb Strafraum 8 4
Kopfballchancen 1 0
Abseits 1 4
Fouls 19 12
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