"Alles andere wäre eine Enttäuschung"

Aufmacherbild
 

Mit der Verpflichtung von Stefan Maierhofer hat Bundesliga-Schlusslicht Wiener Neustadt für den Coup der Woche gesorgt.

Vor dem Heimduell mit dem WAC am Samstag (18.30 Uhr) zeigte sich Interimscoach Günter Kreissl optimistisch, dass die Strahlkraft des Ex-ÖFB-Stürmers für einen neuen Schub im Abstiegskampf sorgen wird.

Der WAC will nach vier erfolglosen Partien auf die Siegerstraße zurück.

"Maierhofer ist alleine schon im alltäglichen Training ein Input. Sein Siegeswillen, seine Motivation helfen mehr als jeder Mentaltrainer", schwärmte Kreissl, der im ersten Spiel nach dem Abgang von Heimo Pfeifenberger als Interimscoach fungiert, in höchsten Tönen über den 46-fachen Bundesligatorschützen.

"Er ist ein Aufwecker, ein Mitreißer, man spürt eine Aufbruchsstimmung. Nach den tristen vergangenen Wochen scheint jetzt wieder die Sonne, das kann ein sehr wichtiger Impuls sein."

Mehr Zuseher dank Maierhofer?

Kreissl erhofft sich dank des extrovertierten "Majors" auch besser gefüllt Ränge.

"Alles andere wäre eine Enttäuschung. Was sollen wir noch mehr tun, als einen der außergewöhnlichsten österreichischen Spieler der vergangenen Jahre zu holen?", fragte er.

"Noch dazu kommt mit dem WAC der Tabellenzweite und mit Kühbauer eine weitere echte Persönlichkeit."

Die Ausgangslage sieht Kreissl locker. "Wir haben unsere eigene Geschichte gegen den WAC."

Was er meint: Von vier Ligaheimspielen hat der SCWN noch kein einziges verloren (3-1-0) und zudem das bisher einzige Saisonduell in Kärnten 1:0 gewonnen.

"Der WAC ist zurecht der Favorit. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Wir gehen mit Respekt, aber komplett angstfrei ins Spiel."

"Zielstrebigkeit hat gefehlt"

Für Kühbauer war die Länderspielpause durchaus ein Segen.

"Wir konnten mehr ins Detail gehen, intensiver an den Dingen arbeiten", sagte der WAC-Coach, dessen Team zuletzt vier Spiele nicht gewinnen konnte (0-1-3) und dabei nur ein Tor erzielte.

Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Leader Salzburg beträgt dennoch nur drei Punkte, weiter ist alles offen.

"Wir sind nicht so oft im letzten Drittel aufgekreuzt, der letzte Pass, die Zielstrebigkeit hat gefehlt", befand Kühbauer, der aber keineswegs alles schlechtreden wollte.

Kühbauer warnt vor Maierhofer

"Wir hätten von den vier Partien zwei gewinnen können und müssen. Es ist nicht so dramatisch, dass wir nicht schlafen können", meinte der Burgenländer, dem im Sturm mit dem nunmehr erkrankten Tadej Trdina weiter ein wichtiger Mann fehlt.

Das Duell beim Schlusslicht sei aber so oder so kein leichtes. "Nach dem Trainerwechsel will sich jeder wieder neu beweisen", betonte Kühbauer.

Vor Maierhofer sei man natürlich gewarnt. Aber: "Man kann ihn aufgrund seiner Größe nie hundertprozentig neutralisieren. Aber wir werden nicht wegen ihm unser Spiel umstellen müssen."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen