Grödigs 6. Anlauf um erste Punkte gegen Salzburg

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Fünf Siege mit 24:2-Toren. Das Nachbarschaftsduell von Red Bull Salzburg mit Grödig ist in der Bundesliga bisher eine klare Sache für den Meister gewesen.

Auch am Sonntag (16.30 Uhr) würde im DAS.GOLDBERG Stadion ein Grödiger Punktgewinn überraschend kommen, haben die Salzburger doch wieder einen Erfolgslauf, den am Donnerstag auch Dinamo Zagreb in der Europa League zu spüren bekam.

Das 4:2 gegen Zagreb war Salzburgs sechster Pflichtspielsieg in Folge, in der Liga gab es zuletzt bei Rapid (2:1), gegen Wiener Neustadt (4:1) und Ried (4:2) drei Erfolge.

"Jetzt wollen wir den siebenten Sieg in Folge erzielen, gegen eine gut eingestellte, motivierte Mannschaft, die den Tabellenführer geschlagen hat", sagte Salzburg-Trainer Adi Hütter. Nach dem Heim-1:2 des WAC gegen Grödig ist seine Truppe wieder die Nummer eins in der Liga nach zuvor vier Runden auf Rang zwei.

Fünf Soriano-Tore beim 8:0

Daran sollte sich auch am Sonntag zum Abschluss der 13. Runde nichts ändern, endete doch das bisher einzige Saisonduell mit Grödig mit Salzburgs höchstem Ligasieg überhaupt.

Beim 8:0 am 10. August erzielte Jonatan Soriano gleich fünf seiner bisher 14 Saisontore. Diesmal steht vor dem Spiel aber sein Sturmpartner Alan im Mittelpunkt. Der in der Liga bisher sechsmal erfolgreiche Brasilianer nahm Zagreb am Donnerstag mit drei Toren fast im Alleingang auseinander.

"Gegen Ried war er glücklos, gegen Zagreb dafür immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort", lobte Hütter den 25-Jährigen. Der Stürmer selbst hofft, dass es in einer ähnlichen Tonart weitergeht. "Es war für mein Selbstvertrauen ein sehr wichtiges Spiel. Ich hoffe, dass ich am Sonntag wieder treffen und Assists liefern kann", sagte Alan.

Hütter will rotieren

Unklar ist aber, ob der Torjäger überhaupt von Beginn an zum Zug kommen wird.

Hütter kündigte an zu rotieren, die Startformation wird sich daher gegenüber dem kräfteraubenden Zagreb-Spiel, in dem die "Bullen" 117 Kilometer liefen und 217 Sprints absolvierten, gleich an mehreren Positionen verändern.

"Wir werden die Möglichkeiten unseres Kaders versuchen zu nützen. Wir haben auch gute Spieler auf der Bank, die für frischen Wind sorgen können", hat Hütter da keine Bedenken.

An der Ausgangsposition ändert sich dadurch nichts. "Wir sind trotz allem der Favorit, und dieser Rolle müssen wir auch gerecht werden. Wir wollen die Tabellenspitze unbedingt halten", sprach Salzburgs Trainer Klartext.

Noch immer etwas besonderes

Für den 44-Jährigen ist es noch immer eine "besondere" Partie, hatte er doch die Grödiger während seiner Amtszeit (2012 bis 2014) in die Bundesliga und in der Folge auch in den Europacup geführt. Viele Worte über seinen Ex-Verein wollte er vor dem Duell nicht verlieren.

"Michi Baur macht eine gute Arbeit. Sie haben die Mannschaft umgebaut, wichtige Spieler verloren, mit dem Auswärtssieg gegen den WAC aber gezeigt, dass sie trotzdem eine gute Mannschaft haben", rechnete Hütter mit mehr Gegenwehr als im ersten Saisonaufeinandertreffen.

Viel Arbeit wartet jedenfalls auf Cican Stankovic. Der ÖFB-U21-Teamgoalie ist auch aufgrund seines Wechsels im kommenden Sommer nach Salzburg hochmotiviert.

"Wichtig ist hinten sicher zu stehen und so wenig wie möglich zulassen. Wenn hinten die Null steht, haben wir zumindest einen Punkt geholt", hat sich der 21-Jährige viel vorgenommen.

Schon wieder ein Tabellenführer

Die Grödiger bekommen es zum zweiten Mal innerhalb einer Woche mit einem Tabellenführer zu tun. "Das ist eine riesige Aufgabe für meine Mannschaft. Den WAC kann man aber nicht mit Salzburg vergleichen, Red Bull ist schon ein anderes Kaliber", ist sich Grödig-Trainer Michael Baur bewusst.

Für eine Sensation müsse daher vieles zusammenpassen. "Wir wissen, dass auch sie Schwächen haben, auch wenn es nicht so viele sind. Wir müssen mit Kampfgeist, vollem Einsatz, aber auch mit Hirn spielen", forderte der Tiroler.

Das war in Salzburg nicht der Fall. "Wir haben uns damals wehrlos ergeben, vieles falsch gemacht", sagte Baur. Wenig abschauen konnten sich die Grödiger am Donnerstag von Dinamo Zagreb.

Schwacher Zuschauer-Ansturm

Die Kroaten hätten gut und gerne deutlich mehr als vier Gegentreffer kassieren können. "Für mich war es sehr überraschend, wie die Salzburger Zagreb dominiert haben, wir müssen es, was die Gegenwehr betrifft, besser machen", weiß Baur.

Auf große Fan-Unterstützung kann der Tabellensechste wohl nicht bauen, bis Freitag waren erst knapp mehr als 2.000 Tickets verkauft.

Manager Christian Haas hofft trotzdem auf die ganz große Sensation. "Es wird ein ganz anderes Spiel werden als in Salzburg. Wir hoffen, dass wir Salzburg am Sonntag besiegen können."

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