Ried sehnt sich vor Kellerduell nach Erfolgserlebnis

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Der SC Wr. Neustadt empfängt am Samstag (18.30 Uhr) die SV Ried zum Kellerduell der Bundesliga.

Vor der 10. Runde zieren die Rieder das Tabellenende, mit einem Sieg würde man aber die "Rote Laterne" in Niederösterreich hängen lassen.

Die Statistik spricht für die Rieder, die seit April 2010 gegen Wr. Neustadt 17 Ligapartien in Folge nicht verloren haben (zehn Siege, sieben Unentschieden).

Pfeifenberger lobt Moral

Wr. Neustadt hat am vergangenen Mittwoch im Cup ein dramatisches Niederösterreich-Derby gegen die Admira im Elfmeterschießen für sich entschieden und damit viel Selbstvertrauen getankt.

"Es ist immer wieder höchst erfreulich, wie gut die Moral dieser Truppe ist. Bei so einer Mannschaft kann man als Trainer gar nicht die Begeisterung verlieren", berichtete Coach Heimo Pfeifenberger von einem hohen Spaßfaktor in seinem Job.

Während Wr. Neustadt Jahr für Jahr zu den Abschiedskandidaten gezählt wird, ist die unangenehme Lage für die Rieder eher überraschend. Auch für Pfeifenberger.

Ried weiter unter Druck

"Mit Ried hat keiner gerechnet. Ried ist es nicht gewohnt, nach neun Runden auf Platz zehn zu stehen. Aber in dieser ausgeglichenen Liga, in der jeder jeden schlagen kann, kann das schnell passieren", erklärte Pfeifenberger.

Trotz dieses psychologischen Vorteils versicherte Pfeifenberger, dass auch in seinem Team die Anspannung hoch ist.

"Wir wissen, dass dieses Spiel eine sehr große Bedeutung hat. Mit einem Sieg würden wir Bindung zum Tabellenmittelfeld kriegen."

Die Rieder sind seit dem 3:1-Heimsieg gegen Wr. Neustadt am 19. Juli mittlerweile acht Liga-Runden sieglos. Zudem kam im ÖFB-Cup, dem einstigen Rieder Lieblingsbewerb, mit dem 0:1 daheim gegen den WAC das frühe Aus.

Glasner: "Mannschaft hat sich Sieg verdient"

Trainer Oliver Glasner weiß, dass die Partie in Niederösterreich von großer Bedeutung ist. "Wir wollen den Anschluss ans Mittelfeld finden, deshalb müssen drei Punkte her", forderte Glasner, der offiziell noch volle Rückendeckung von Manager Stefan Reiter genießt.

Der Chefcoach hofft, dass sich seine - größtenteils sehr jungen - Kicker endlich wieder einmal mit drei Punkten belohnen.

"Die Mannschaft hätte sich aufgrund ihres Kampfgeistes und ihrer Lauffreudigkeit längst wieder einen Sieg verdient. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven wegschmeißen", sagte Glasner.

Den kommenden Gegner Wr. Neustadt bezeichnete der 40-Jährige angesichts der stark schwankenden Formkurve als "unberechenbar".

Rieds Neo-Stürmer Denis Thomalla sehnt die Trendwende herbei: "Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor gut. Wir brauchen jetzt einfach ein Erfolgserlebnis, das würde den Weg freimachen."

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