Kühbauer: "Die Tabelle bestimmt nicht mein Leben"

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Der WAC will seine Spitzenposition in der Bundesliga am Samstag (18.30 Uhr) gegen die Admira festigen.

Das Sensationsteam aus Kärnten hat zwar zwei der vergangenen drei Ligaspiele verloren, liegt aber immer noch drei Punkte vor Titelverteidiger Salzburg.

Der Meister tritt erst am Sonntag zum Schlager bei Rapid an. Die Tabellenführung könnte dann bereits außer Reichweite sein.

Obwohl Trainer Dietmar Kühbauer einigen Reservisten eine Chance gab, tankte der WAC am Dienstag im Cup mit einem 1:0 in Ried Selbstvertrauen.

Wernitznig und Hüttenbrenner gesperrrt

Zu Hause haben die Wolfsberger in dieser Saison noch nie mehr als ein Gegentor kassiert.

"Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit ist gestiegen, damit müssen wir klarkommen", erklärte Kühbauer. Ein Abheben seiner Akteure befürchtet er nicht. "Keiner glaubt, dass er das Spiel erfunden hat."

Neben Christopher Wernitznig fehlt auch Boris Hüttenbrenner gesperrt. An seiner Stelle kommt im Mittelfeldzentrum Roland Putsche zum Einsatz.

Ansonsten plant Kühbauer keine "drastischen" Veränderungen. Sein Team ist eingespielt, er selbst inzwischen ein gefragter Mann. "Für mein Ego brauche ich das aber nicht", betonte der WAC-Trainer. "Es ist schön, so wie es ist. Ich werde aber auch noch Misserfolge haben."

Kühbauer: "Müssen geduldig sein"

Vergangene Woche hatte es ein deutliches 0:3 bei Rapid gesetzt. Weil auch Salzburg zum wiederholten Mal patzte, hielten sich die Kärntner aber an der Spitze.

"Ich bin da eher entspannt, die Tabelle bestimmt nicht mein Leben", erklärte Kühbauer. "Ich schaue nicht jeden Tag in die Zeitung. Und auch der Teletext läuft nicht den ganzen Tag."

Nach einem Saisonviertel werden dort immerhin 21 Punkte für den WAC ausgeworfen.

"Wir wollen, dass es gegen die Admira mehr werden. Aber wir müssen geduldig sein. Das Spiel ist nicht nach acht Minuten fertig", betonte Kühbauer.

"Der Gegner ist gut organisiert und kontert gut heraus, das wird sicher nicht einfach." Das erste Saisonduell mit seinem Ex-Klub haben die Wolfsberger dennoch mit 4:1 gewonnen.

Knaller: Kein "seelischer Schaden" nach Cup-Aus

In den jüngsten drei Runden hat die Admira zwar sieben Zähler eingefahren, im Cup aber im Elferschießen gegen den Lokalrivalen Wr. Neustadt den Kürzeren gezogen.

Trainer Walter Knaller geht davon aus, dass kein "seelischer Schaden" zurückgeblieben ist. Allerdings hat er mehrere Verletzte zu ersetzen. Mittelfeldspieler Wilfried Domoraud ist wegen Muskelproblemen fraglich.

Beim WAC hat Knaller "keine wirkliche Schwachstelle" ausgemacht. "Es ist keine außerirdische Mannschaft, aber eine, die nicht zu Unrecht an der Spitze steht.

Kein böses Blut zwischen Kühbauer und Admira

Sie haben einen Lauf und sind verdienter Tabellenführer", meinte der gebürtige Kärntner, der mit Kühbauer schon in der Südstadt zusammengearbeitet hatte. "Didi ist vielleicht kein einfacher Typ, aber einer, der Erfolg sucht."

Den hat er im Moment in Wolfsberg. Von der Admira sei Kühbauer im Vorsommer nicht im Bösen gegangen. "Er hat für sich entschieden, mit der Mannschaft unter den vom Verein vorgegeben Umständen nicht mehr arbeiten zu wollen", erinnerte Knaller.

Er selbst habe immer ein korrektes Verhältnis zu seinem Vorgänger gehabt. "Aber wir sind keine Freunde, die dreimal im Monat gemeinsam zum Heurigen gehen."

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