Ein kleiner Schritt

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„An denen müssen wir uns festhalten, aber die negativen Phasen natürlich ansprechen und darauf reagieren. Aber ich glaube, es war das erste Spiel in dieser Saison, wo wir wirklich gute Stafetten drinnen hatten, wo wir uns gute Chancen herausgespielt haben – nicht durch Zufall, sondern wirklich herausgespielt“, erklärte Beichler.

Den 24-Jährigen ärgerten dennoch jene Phasen, wo es gar nicht lief, die Admira auch gute Einschussmöglichkeiten vorfand: „Aber insgesamt war es ein kleiner Schritt nach vorne. Wir müssen beinhart weiterarbeiten, ein kleiner Aufwärtstrend war jedoch auf jeden Fall zu erkennen.“

Dass die Performance in der Südstadt zur Beruhigung der angespannten Lage an der Mur beiträgt, ist jedoch unwahrscheinlich. Tendenziell ist die Ungeduld schon zu groß, um sich mit der Politik der kleinen Schritte zufrieden zu geben.

„Der eine Fan registriert es, der andere nicht“

„Ich verstehe die Fans, dass sie unzufrieden sind. Aber eines kann man uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles gegeben haben. Der eine Fan registriert das, der andere nicht – das ist kein Problem“, betonte Beichler.

Auch Tobias Kainz sieht keine zu großen Auswirkungen auf die Mannschaft durch die derzeit vorherrschende Unruhe: „Wir sind Fußballer, müssen uns auf unseren Job konzentrieren und alles andere so gut es geht ausblenden. Wenn die Erfolgserlebnisse wieder kommen, wird es wieder besser werden.“

Der erhoffte Aufwärtstrend muss ohne Rechtsverteidiger Aleksandar Todorosvki, der mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ausgewechselt wurde, gelingen. Ein Ausfall, der Milanic sehr schmerzt: „Wir haben Todorovski wie Marco Djuricin für eine halbe Saison verloren. Das ist bitter.“

„Milanic hat nach den Negativerlebnissen die richtigen Worte gefunden“

Nächstes Wochenende wartet Red Bull Salzburg. Ein Heimspiel, das Sturm als Außenseiter in Angriff nimmt. Ob ausgerechnet in dieser Partie der erste Meisterschafts-Sieg unter Milanic gelingt?

Es wäre zumindest eine gute Gelegenheit, um zu beweisen, dass man unter Anleitung des Slowenen in der Tat auf dem richtigen Weg ist.

Laut Beichler führt Milanic das Team jedenfalls ruhig durch die hartnäckige Krise: „Er hat nach den Negativerlebnissen zuletzt die richtigen Worte gefunden, hat auf der einen Seite gesagt, dass wir die Ruhe bewahren sollen, auf der anderen Seite aber natürlich knallhart angesprochen, dass gewisse Sachen nicht gehen. Wir können nur sagen, dass wir mit dem Trainerteam weiter gut arbeiten wollen, wie wir es bisher gemacht haben. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder in die Erfolgsspur kommen.“

Peter Altmann

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