Rapid als Aufbau-Gegner?

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Sturm sucht gegen Rapid Weg aus der Mini-Krise

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Ausgerechnet das Duell mit dem zuletzt im Aufwind befindlichen SK Rapid soll Sturm Graz zur Krisenbewältigung dienen.

Mit einem Heimsieg am Sonntag (16:30 Uhr) über den Rekordmeister wollen die Steirer Wiedergutmachung für das blamable Europacup-Aus gegen Breidablik und die 0:2-Heimniederlage gegen Grödig betreiben, wie Trainer Darko Milanic betonte.

"Wir haben die Qualität dafür, wir müssen nur die Handbremse lösen", sagte der Slowene.

Europacup Vor- oder Nachteil?

Wie prekär die aktuelle Situation bei Sturm ist, verrät ein Blick auf die Statistik: Die "Blackies" holten in diesem Kalenderjahr nur 14 Punkte aus 18 Spielen, in den jüngsten zwölf Liga-Partien gelang nur ein Sieg.

"Ich weiß, dass die Situation schwierig ist, es geht aber nicht über Nacht", bat Milanic um Geduld.

Seine Mannschaft bekommt es mit einem Gegner zu tun, der zuletzt mit dem 1:1 in der Europa-League-Qualifikation bei Asteras Tripolis Selbstvertrauen tankte.

Rapids Griechenland-Trip könnte laut Milanic aber auch Vorteile für Sturm haben.

Dibon muss verletzt passen

Personalsorgen bei Rapid

In den fünf Meisterschaftsspielen nach einem Europa-League-Auftritt in der Fremde schauten gerade einmal vier Punkte heraus.

Zu allem Überdruss wird auch die Verletztenliste immer länger - zuletzt erwischte es in Tripoli Christopher Dibon mit einer Schultereckgelenks-Prellung.

"Aber wir werden eine Lösung für dieses Problem finden", versprach Barisic, der im Vergleich zum Auswärtsmatch gegen Asteras Tripolis einige Änderungen ankündigte.

Steigerung soll her

"Rapid hatte schwere 90 Minuten im Europacup. Wir waren auch schon in dieser Situation, dass wir nachher ein Meisterschaftsspiel hatten", erinnerte der Coach an die dürftigen Auftritte gegen Wacker Innsbruck und Grödig nach den ebenfalls enttäuschenden Partien gegen Breidablik.

Nun soll eine klare Steigerung her. "Diese Woche haben wir regenerieren und einiges ausprobieren können. Ich erwarte mir ein gutes Spiel. Im Training waren die Spieler sehr positiv eingestellt, sie spielen nach vorne, sind aggressiv, das erwarte ich von ihnen auch am Sonntag."

Allerdings macht sich Milanic, dessen Club gegen die Grün-Weißen nur eines der vergangenen sieben Duelle gewann, auf harte Gegenwehr gefasst.

"Die Rapidler sind sehr stark, besonders in der Offensive. Sie kombinieren gut, gehen in die Tiefe - sie spielen einfach guten Fußball. Doch wir brauchen gute Ergebnisse, und das schaffen wir nur mit Mut und aggressivem Spiel nach vorne."

"Sturm interessiert uns nicht"

Seinen Rapid-Kollegen Zoran Barisic lässt die aktuelle Misere bei Sturm ziemlich kalt. "Die Situation bei Sturm interessiert uns überhaupt nicht, wir konzentrieren uns nur auf uns", betonte der Wiener, der sich nach den jüngsten Erfolgserlebnissen optimistisch zeigte.

"So wie vor jedem Match sind wir auch vor dieser Partie zuversichtlich und wollen in Graz so schnell wie möglich zu unserem Spiel finden", sagte Barisic.

Die in der Liga seit vier Runden unbesiegten Hütteldorfer hatten in der Vorsaison in der Liga unmittelbar nach Europacup-Auswärtspartien große Probleme.

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