„Wir haben jetzt 26 Runden gespielt. Ich glaube, man kann sagen, dass wir Datum heute mehr Qualität in der Mannschaft haben als Sturm, sonst wären wir nicht vier Punkte vorne. Für mich war es keine große Überraschung, dass wir gewinnen. Wir haben das Selbstvertrauen, da wir in der Tabelle der letzten zehn Runden auf Rang zwei stehen. Das ist kein Zufall, sondern ich glaube, wir haben durchaus die Qualität in der Mannschaft und es uns auch verdient“, fasste Dennis Mimm das neue Neustädter Selbstbewusstsein in Worte.

„Man kann das Glück schon auch erzwingen“

Vor der Partie sprach Pfeifenberger die gute Bilanz der letzten zehn Runden – übrigens beginnend Ende November mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Sturm – in der Kabine an:

„Ich glaube, viele haben gar nicht gewusst, wie viele Punkte sie in den letzten zehn Runden geholt haben, angefangen mit Sturm auswärts. Da haben wir unsere Spielweise komplett umgestellt. Seitdem funktioniert das. Wir kriegen fast keine Gegentore mehr. Das liegt sicher auch daran, dass wir sehr gut pressen und sehr diszipliniert sind. Wir haben sicher in bestimmten Phasen auch das Glück, aber das gehört auch dazu, das kann man schon auch erzwingen.“

So geschehen gegen Sturm, als man die Abwehrschlacht am Schluss unbeschadet überstand. „Sturm hat dann alles oder nichts gespielt, jeden Ball hoch nach vorne geschlagen“, erklärte Dobras, „wir sollten in den nächsten Spielen, falls wir wieder mal so in Führung gehen, das dritte Tor nachlegen, damit wir in den letzten fünf bis zehn Minuten nicht so zittern müssen.“

Der 21-Jährige erzielte nach seinem Tor in Grödig den zweiten Treffer binnen einer Woche, diesmal auf besonders freche Art und Weise, da er Gratzei beim Freistoß schlitzohrig ausguckte: „Ich habe gar nicht hingeschaut, sondern auf meine Mitspieler, die in der Mitte gestanden sind. Deswegen hat er vielleicht nicht damit gerechnet. Dann habe ich ihn Gott sei Dank über die Mauer so reingehaut.“

Neustadt träumt bodenständig

Wo die Reise in dieser Saison noch hingeht? In Wiener Neustadt regiert weiterhin die Bescheidenheit. „Es ist immer gestattet, ein bisschen weiter zu träumen, aber mir müssen am Boden bleiben“, betonte Pfeifenberger.

Mimm spricht vor allem die Konstanz an, die sich inzwischen nach dem erneuten Kaderumbau im vergangenen Sommer gebildet habe: „Wir liefern jede Runde ab, was wir drauf haben, und das kann gegen jeden reichen – vielleicht ist es gegen Red Bull Salzburg etwas schwieriger, aber jeden anderen Gegner können wir schlagen.“

Dass man nun in der Tabelle nach vorne schauen würde, verneint der gebürtige Tiroler: „Wir sind nach wie vor nicht fix oben. Unser Ziel ist, dass wir die Klasse halten.“

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Mimm selbst bei dieser Floskel schelmisch grinsen musste. Dass Wiener Neustadt zehn Runden vor Schluss so gut wie gerettet ist, hätte vor Saisonstart wohl niemand erwartet.

Mimm: „Es schaut ganz gut aus, aber wir sind nicht da, um etwas anderes auszurufen. Wir bleiben bodenständig.“


Peter Altmann

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