Ried und Sturm kämpfen um Europacup-Plätze

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Die SV Ried könnte Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga wohl endgültig aus dem Rennen um die Europacup-Startplätze bugsieren.

Zum Auftakt der 24. Runde empfangen die Innviertler am Samstag die nur auf Rang sieben liegenden Steirer. Während Ried mit drei Zählern zumindest Platz vier absichern würde, bliebe Sturm mit einer Niederlage wohl nur noch der Rettungsanker Cup.

Statistik spricht für Sturm

Die Grazer dürfen zumindest auf die Statistik bauen. Nur ein Sieg in den jüngsten zwölf Liga-Duellen steht für Ried zu Buche. Diesen schafften die heimstarken Oberösterreicher im Spätsommer mit einem 3:0 in der Keine-Sorgen-Arena.

Ein weiterer Erfolg würde den Riedern auch ihr Jubiläum versüßen: Für die "Wikinger" ist es das 600. Spiel der Vereinsgeschichte in der höchsten Spielklasse seit ihrer Premiere 1995.

"Mit einem Sieg wäre es für uns eine großartige Möglichkeit, einen großen Punktepolster auf Sturm aufzubauen. Sturm wäre dann soweit hinter uns, dass sie es nur mehr schwer aufholen könnten", stellte Rieds Trainer Michael Angerschmid mit Blick auf die Tabelle fest.

Er war optimistisch, die Serie von nun drei Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen - wenn möglich mit drei Zählern.

Ried baut auf Heimstärke

Den entscheidenden Vorteil soll die Stärke vor heimischer Kulisse geben. Ried hat in dieser Saison von elf Heimspielen nur zwei verloren. Nur Tabellenführer Salzburg verlor daheim noch seltener, nämlich überhaupt noch nicht.

"Wir spielen zuhause mit mehr Punch und Nachdruck, es geht mit den Zuschauern im Rücken leichter", meinte Angerschmid, der um Abwehrchef Thomas Reifeltshammer (Knöchelblessur) und Flügelspieler Patrick Möschl (Adduktoren) bangte.

Sturm hingegen hält auswärts bei drei Siegen sowie je vier Remis und Niederlagen. Wollen die Steirer um die vorderen Plätze noch ein Wörtchen mitreden, sollte diese Bilanz am Samstag ausgeglichen sein.

Milanic optimistisch

"Ich bin mir sicher, dass wir unsere Chancen bekommen", meinte Trainer Darko Milanic. Ansonsten präsentierte sich der in Graz umstrittene Slowene wortkarg.

"Ich will nicht mehr so viel reden, denn ich habe vor Spielen bereits genug geredet und dann kommt Samstag erst wieder so wenig raus. Ich will, dass wir über 90 Minuten zeigen, was ich im Training sehe", betonte Milanic.

Ohnedies sah er die Leistungen seiner im Jahr 2014 noch sieglosen Mannschaft nicht so schlecht. Beim 1:4 gegen Salzburg in der Vorwoche habe Sturm in der zweiten Spielhälfte "mehr gezeigt als alle anderen österreichischen Mannschaften gegen Salzburg".

Wieder mit dabei ist bei den Steirern Außenverteidiger Aleksandar Todorovski, gesperrt fehlt neben Milan Dudic auch Florian Kainz. Besonders motiviert zeigte sich vor der Reise an die alte Wirkungsstätte der Ex-Rieder Anel Hadzic.

Der Mittelfeldmann erhielt eine Einberufung ins Nationalteam von Bosnien-Herzegowina. Am 5. März trifft der WM-Starter in Innsbruck in einem Testspiel auf Ägypten. "Das ist eine große Ehre für mich", meinte Hadzic.

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