"Wir sind noch nicht dort, wo wir eigentlich hin wollen"

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Aus Karners Sicht hatte man auf jeden Fall zu viele Chancen zugelassen und nur ab und zu das gewohnte Angriffsspiel aufziehen können.

„Wir sind noch nicht dort, wo wir eigentlich hin wollen.“

Noch kein Gedanke an Europacup-Platz

Dieser Meinung war auch der Trainer, der seine Mannschaft Schritt für Schritt wieder an das Niveau der Hinrunde heranführen möchte.

Aufgrund der Rückschläge, wie etwa dem Wettskandal oder den Verkäufen von Philipp Zulechner und Thomas Salamon, sind die Leistungen aber nicht hoch genug einzuschätzen.

„Weil wir gut arbeiten, wissen, was wir tun, einen klaren Plan haben und an uns glauben. Wir haben Vertrauen in jeden einzelnen Spieler“, nannte Hütter das Erfolgsrezept.

Dieses soll den Aufsteiger – wenn alles aufgeht – bis in den Europacup führen. Doch davon will im Grödiger Lager wenig überraschend keiner was wissen.

„Da rinnt noch so viel Wasser den Bach runter“, schloss der Grödig-Trainer die Ausführungen, konnte sich aber bei einem Blick auf die Tabelle ein Grinsen nicht verkneifen.


Alexander Karper

Grödig-Trainer Adi Hütter wusste nach dem 0:0 gegen Rapid ganz genau, dass er an diesem Abend das nötige Glück an seiner Seite hatte.

„Ein glücklicher Punkt für meine Mannschaft, Rapid hätte sich den Sieg verdient gehabt“, gab der 44-Jährige zu.

Allerdings hatte er keinen Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Schließlich scheiterten die Hütteldorfer vor allem an sich selbst.

„Für Rapids Unvermögen kann ich nichts“, sprach Hütter und nahm aufgrund dieser Tatsache den Punkt zufrieden mit nach Salzburg.

Weiße Weste gegen Rapid

Im Lager des Aufsteigers gab es Grund genug zur Freude.

Tabellenplatz zwei behauptet, den Vorsprung von vier Punkten auf Rapid gehalten und zudem die weiße Weste gegen die Grün-Weißen bewahrt.

„Den Punkt nehmen wir gerne mit. Wir haben gegen Rapid aus drei Spielen fünf Punkte geholt, im Hanappi noch kein Tor kassiert. Von dem her können wir zufrieden sein“, stellte Dieter Elsneg im Gespräch mit LAOLA1 klar.

Nach einem 1:0 beim ersten Auftritt im Westen Wiens und einem 2:2 in der Untersbergarena reichte es diesmal zu einem torlosen Remis.

Defensive hielt dem Druck stand

Trotz des Dauerfeuers der Hausherren hielt die Defensive – auch mit ein wenig Glück – den Angriffen der Barisic-Elf, die von 27 Schüssen nur sieben auf das Tor brachte, stand.

„Dass wir wieder zu Null gespielt haben, ist sehr positiv. Hinten können wir ein bisschen von Glück reden, aber wir haben auch einen Torwart, der sehr gut gehalten hat“, analysierte Innenverteidiger Max Karner.

Von der Art und Weise her hatte man den ersten Verfolger von RB Salzburg aber schon deutlich besser gesehen – das wollte auch gar keiner verneinen.

Nach der 0:6-Auftaktpleite gegen Salzburg und dem 3:0-Erfolg gegen den WAC ist man sich aber bewusst, dass spielerisch Luft nach oben ist.

„Sind noch nicht dort, wo wir hin wollen“

Die Chancenvielfalt, die den Aufsteiger im Herbst auszeichnete, war gegen Rapid nicht vorhanden – lediglich zwei, drei Mal näherte man sich der Gefahrenzone.

„Wir haben versucht, mehr in der gegnerischen Hälfte zu sein, das hat Rapid aber gut mit Pressing gegen unseren Spielaufbau unterdrückt“, begab sich Elsneg auf Fehlersuche und gab zu: „Wir müssen uns auch hinterfragen, was wir besser machen können.“

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