Rapid im Heimspiel gegen Grödig unter Druck

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Rekordmeister Rapid steht vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SV Grödig unter Zugzwang.
 
Im Falle einer Niederlage gegen den Sensationsaufsteiger droht sogar der Rückfall auf Platz fünf, was den Europacup-Ambitionen der Hütteldorfer einen massiven Dämpfer versetzen würde.
 
Mit einem derartigen Szenario möchte sich Trainer Zoran Barisic aber erst gar nicht beschäftigen.
 
"Wir wollen dominieren, den Gegner unter Druck setzen und gewinnen", erklärte der Wiener, der hoch motivierte Gäste erwartet.
 
"Doch gegen Rapid geben alle Gegner immer alles, auch wenn sie danach drei Tage im Krankenstand sind."
 
Barisic von Grödiger Pressing angetan
 
Bei den Grödigern imponiert Barisic vor allem das starke Pressing und Umschaltspiel.
 
Dennoch sei Rapid bei der 0:1-Heimniederlage gegen die Salzburger im Herbst unter Wert geschlagen worden, betonte der 43-Jährige und erinnerte an das damalige Goldtor durch Maximilian Karner, der dabei die Hand zu Hilfe genommen hatte.
 
Vor dem neuerlichen Duell im Hanappi-Stadion liegt Rapid als Tabellendritter schon vier Zähler hinter den Grödigern.
 
Grund dafür ist die triste Bilanz aus den vergangenen sechs Runden, in denen die seit sechs Heimspielen ungeschlagenen Grün-Weißen nur vier Punkte einfuhren.
 
Abhilfe soll nun Goalgetter Terrence Boyd schaffen, der erstmals im Frühjahr in der Startformation stehen wird.
 
Grödig wieder in Herbstform
 
Die Grödiger wiederum haben in den vergangenen fünf Runden nur einmal verloren und präsentierten sich zuletzt beim 3:0 gegen den WAC wieder in ihrer Herbst-Form.
 
Aufgrund der Tabellensituation liegt der Druck laut Trainer Adi Hütter ganz klar bei den Rapidlern. "Sie spielen zu Hause, wollen in einen internationalen Bewerb. Man wird sehen, wie sie darauf reagieren."
 
Der Vorarlberger glaubt daran, dass seine Truppe auch beim zweiten Auftritt im Westen Wien Punkte mitnimmt.
 
"Wir werden unsere Chancen wieder vorfinden", prophezeite Hütter und sprach von einer richtungsweisenden Partie im Kampf um die Europacup-Plätze.
 
"Wochen der Wahrheit"
 
Die auf das Rapid-Match folgenden Spiele gegen Wiener Neustadt und die Austria sollten weitere Aufschlüsse über Grödigs Europacup-Chancen geben.
 
"Für uns kommen die Wochen der Wahrheit, dann wird man sehen, wo wir stehen. Wir spielen gegen die unmittelbare Konkurrenz um die Plätze zwei und drei. Wenn die Ergebnisse passen, dann ist einiges möglich.", sagte Hütter.
 
Im Rennen um eine internationale Teilnahme ließ sich der Aufsteiger auch vom 0:6 zum Frühjahrsauftakt bei Red Bull Salzburg nicht aus der Bahn werden, wie Hütter zufrieden feststellte.
 
"Alle warten darauf, dass wir einbrechen. Aber das ist jetzt schon 23 Runden nicht passiert", betonte der 44-Jährige.

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