Austria will sich nach Derby-Niederlage rehabilitieren

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Nach einem verunglückten Frühjahresstart steht die Austria in der Fußball-Bundesliga unter Zugzwang.

Mit Blick auf die Europa-League-Plätze befindet sich der Meister im Hintertreffen. Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf den Zweiten Grödig, vier auf den Dritten Rapid.

14 Runden sind noch zu spielen, am Samstag scheint zu Hause gegen den SC Wiener Neustadt (19.00 Uhr) ein Dreier bereits Pflicht.

Neustadt kommt nicht in die Gänge

"Wir müssen in jedes Spiel gehen, als ob es das wichtigste der Saison ist", meinte Trainer Nenad Bjelica zur Ausgangslage beim Tabellenfünften.

Die Neustädter kassierten im neuen Jahr schon zwei Niederlagen. Im Nachtrag setzte es ein 1:5 gegen Salzburg, in der Vorwoche ging man in Ried als 1:2-Verlierer vom Spielfeld.

Als Siebenter rangieren die Niederösterreicher noch sechs Zähler vor Schlusslicht Wacker Innsbruck, eine Negativserie wollen sie aber tunlichst vermeiden.

FAK ringt um Anschluss

Bei der Austria war nach dem 1:3 gegen Rapid Aufarbeitung angesagt. Auch am Freitag wehrte sich Bjelica dagegen, nach der zweiten Derby-Pleite der Saison Schwarzmalerei zu betreiben.

"Es war nicht alles negativ", wurde der bei den Fans angezählte Kroate nicht müde zu betonen. Die Partien gegen Wr. Neustadt, beim WAC und erneut daheim gegen Innsbruck könnten aber richtungsweisend für den Club ebenso wie für die Zukunft des Stöger-Nachfolgers werden.

Für Sport-Vorstand Thomas Parits wäre ein Erfolg am Samstag "enorm wichtig", um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren.

"Wir müssen am Limit spielen", forderte auch Bjelica. Gleichzeitig appellierte er an die Zuschauer: "Es wäre wichtig, dass die Fans hinter uns stehen, auch wenn es nicht gleich läuft."

Stets deutliche Siege für Austria

Erfolgsverwöhnt sind jedenfalls sowohl die Austria, als auch Wr. Neustadt nicht: Beide Mannschaften warten seit vier Runden auf einen vollen Erfolg, nur je zwei Zähler lautet die jeweilige Ausbeute daraus.

Hoffnung gibt den Violetten, dass sie sich gegen die Blauweißen bereits zweimal den Frust von der Seele schossen.

Vor dem 5:0 in der Generali Arena im August wartete Bjelica ebenso mit Kritik an seiner Mannschaft auf, wie beim 3:0-Auswärtserfolg Anfang November.

Damals hing der violette Haussegen nach über einem Monat Sieglosigkeit samt einer Wutrede des Trainers gehörig schief - ehe die Neustädter den idealen Gegner abgaben.

Niedrige Erwartungen

Dies wollen die Blauweißen im dritten Saisonvergleich verhindern. Von einem angeschlagenen Meister will man beim SCWN nichts wissen.

"Wir haben zweimal die Hoffnung darauf gehabt, konnten es aber zweimal nicht ausnutzen. Mit dem wollen wir uns nicht mehr befassen", meinte Trainer Heimo Pfeifenberger.

Seine Erwartungen auf den ersten Punkt 2014 sei demnach "nicht so groß. Aber natürlich ist der Wunsch da, zu punkten".

Standards als violetter Schwachpunkt

Ein Mittel zum Zweck könnten für die Gäste Standardsituationen sein. Während die Neustädter in dieser Kategorie ihre Gefährlichkeit bereits zeigten, kassierte die Austria gegen Rapid alle drei Tore nach ruhenden Bällen.

"Dort haben wir unsere Qualitäten", erkannte auch Pfeifenberger.

Mit Toren gegen die Austria tat sich Neustadt in der jüngeren Vergangenheit aber schwer. Die Favoritner haben keines der letzten zehn Duelle mit den Blauweißen verloren, ließen in den jüngsten sechs nur ein Gegentor zu.

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