Der Joker wird zum Matchwinner

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Der Joker sticht

Für die Entscheidung sorgte dann schließlich ausgerechnet ein "Joker".

Schwab konnte unbedrängt flanken und Sulimani schoss aus sechs Metern ins kurze Eck ein (78.). Dem noch nicht genug machte der Ex-Viking-Stavanger-Stürmer noch seinen Doppelpack perfekt.

Er zog alleine auf Novota und ließ sich diese Chance nicht nehmen (89.). Das 1:2 des kurz zuvor eingewechselten Boyd kam zu spät (94.).

Die Admiraner, die damit auch das zweite Saisonheimspiel gegen Rapid für sich entschieden, sind damit zu Hause fünf Spiele unbesiegt und haben davon gleich vier Partien gewonnen.

Admira Wacker Mödling hat einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gemacht.

Die Niederösterreicher besiegten Rekordmeister Rapid am Sonntag zum Abschluss der 23. Runde dank eines Doppelpacks von "Joker" Benjamin Sulimani (78., 89.) nicht unverdient mit 2:1 (0:0) und setzten sich damit um vier Punkte vom Schlusslicht Wacker Innsbruck ab.

Rapid in Unterzahl

Für die Hütteldorfer, denen in Unterzahl nach einer Roten Karte für Branko Boskovic (68.) nur mehr der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Terrence Boyd (94.) gelang, war die Niederlage ein Rückschlag im Kampf um den Vizemeistertitel.

Der Rückstand auf den Zweiten Grödig beträgt vor dem direkten Duell im Hanappi-Stadion nächste Woche jetzt vier Punkte.

Die Barisic-Truppe verabsäumte es auch den dritten Platz abzusichern und ist aufgrund der Remis der Verfolger Ried und Austria im Europacupkampf gar der Verlierer der Runde.

Hütteldorfer Abschlussschwäche

Barisic schickte mit einer Ausnahme die selbe Mannschaft aufs Feld, die im Derby zum Frühjahrsstart einen 3:1-Sieg gegen die Austria geholt hatte.

Der nach seiner Sperre wieder einsatzberechtigte Innenverteidiger Christopher Dibon rückte für den jungen Maximilian Hofmann erwartungsgemäß wieder in die Mannschaft.

Die Hütteldorfer dominierten bei schwierigen Bodenverhältnissen in der BSFZ-Arena in der ersten Hälfte das Geschehen, ohne sich allerdings viele Großchancen herauszuspielen.

Bei den wenigen Möglichkeiten haperte es am Abschluss oder es fehlte der letzte Pass, wie in Minute vier, als Guido Burgstaller einen Querpass nicht zum in der Mitte einschussbereiten Marcel Sabitzer brachte. Louis Schaub sorgte mit einem schönen Solo für Aufsehen, verstolperte allerdings die gute Aktion (13.). Ein Sabitzer-Schuss ging am Tor vorbei (25.). Wirklich gefährlich wurde es kurz vor der Pause. Nach einem Konter und guten Haken schoss Burgstaller allerdings vom 16er etwas stümperhaft drüber (41.).

Offene Partie

Die Niederösterreicher ließen nicht viel zu, hielten die Partie durchaus offen und lauerten auf Konter.

Für Torgefahr sorgte aber nur der agile Wilfried Domoraud, der Jan Novota mit einem Kopfball prüfte (8.) und einen Schrägschuss deutlich neben das Tor setzte (22.).

Nach dem Seitenwechsel ging es hin und her, die Admiraner intensivierten ihre Offensivbemühungen und wurden auch um einiges gefährlicher. Der im Herbst so treffsichere Rene Schicker kam am Fünfereck zum Abschluss, der Ball ging aber drüber (48.).

Admira wird gefährlicher

Auf der anderen Seite verfehlte ein Schrammel-Schuss aus dem Hinterhalt das Tor (58.) und Burgstaller brachte das runde Leder, nachdem er an Admira-Goalie Manuel Kuttin vorbeigezogen war, aus spitzestem Winkel nicht im leeren Gehäuse unter (60.).

In der letzten halben Stunde waren die Gastgeber dem Sieg deutlich näher, vorerst fehlte aber die nötige Effizienz.

Novota wehrte einen Zwierschitz-Kopfball in höchster Not zur Ecke ab (64.) und parierte in Minute 68 gar einen Elfmeter von Stefan Schwab. Der Admira-Spielgestalter war von Boskovic, der für das Torraubfoul Rot sah, gelegt worden. Novota erriet die richtige Ecke, für Schwab war es der erste vergebene Elfmeter in der laufenden Saison im fünften Anlauf.

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