Kirchler und Polster rittern um ersten Sieg

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Die Erinnerung an das "Abstiegsfinale" der vergangenen Saison ist noch frisch. Admira Wacker Mödling (9. Platz) und Wacker Innsbruck (8.) sicherten sich erst in der letzten Runde den Klassenerhalt. Diesmal wollen es beide Teams nicht so weit kommen lassen. Am Samstag haben sie im direkten Duell in der Trenkwalder-Arena die Möglichkeit im zweiten Anlauf erstmals voll zu punkten. Für Admira-Trainer Toni Polster ist es die Heimpremiere als Bundesliga-Coach.

Mit Leistungen zum Auftakt zufrieden

Mit dem Auftakt konnten beide Mannschaften durchaus zufrieden sein. Die Niederösterreicher forderten Meister Austria auswärts eine Stunde lang voll, verloren aber doch mit 0:2. Die Tiroler knöpften Sturm Graz vor eigenem Publikum beim 2:2 einen Punkt ab und waren dabei dem Sieg näher, kassierten erst in Minute 88 aus einem Schilling-Eigentor den Ausgleich. Dementsprechend spekulieren beide Lager am Samstag mit einem vollen Erfolg.

"Innsbruck hat sich gegen Sturm stark präsentiert und viel Pech gehabt mit dem Eigentor", sagte Polster. Der Admira-Coach rechnete daher alles andere als mit einem leichten Spiel. "Trotzdem wollen wir zeigen, dass die Leistung gegen die Austria kein Zufall war. Wenn wir spielerisch genauso auftreten und die Mannschaft ihre Aufgaben erfüllt, wird uns diesmal hoffentlich auch das richtige Resultat begleiten", hoffte Polster auf drei Punkte.

Die Tiroler waren genauso optimistisch. "Wir haben gegen Sturm ein passables Ergebnis geholt und wirklich sehr gut gespielt. Ich steige voller Zuversicht in den Bus und wenn wir drei Punkte in der Südstadt machen, kann man von einem guten Start sprechen", sagte Defensivspieler Marco Kofler.

"Polster wird auf Risiko spielen"

Coach Roland Kirchler freut sich vor allem darüber, dass seine Truppe heuer personell besser aufgestellt ist. "Heuer ist es so, dass wir von der Bank Material nachliefern können ohne dass die Qualität bricht", betonte der 42-Jährige, der noch immer gesperrt ist und daher auf der Bank wieder von seinem Co Florian Klausner vertreten wird.

Die große Hitze werde für seine Mannschaft kein Problem darstellen. "Uns macht das sicher nichts aus, weil körperlich sind wir sicher unter den Top drei in Österreich", meinte der Wacker-Coach. Kirchler rechnete mit einem offensiv ausgerichteten Gegner.

"Toni Polster wird sicher wie auch gegen die Austria auf Risiko spielen, weil er seine Chance nutzen will", sagte der Tiroler, der sich selbst nicht in die Karten blicken ließ. Durch den Ausfall von Miroslav Milosevic ist er jedenfalls zu einer Umstellung gezwungen. Bei den Admiranern fallen Richard Windbichler, Daniel Toth und Lukas Thürauer weiterhin aus.

Admira verspricht "Fußball mit Herz und Leidenschaft"

Die Statistik sieht die Admira im Vorteil. Die Niederösterreicher haben 2012/13 beide Heimspiele (4:1 und 4:3) gewonnen und sind in der Bundesliga zu Hause gegen die Tiroler sieben Spiele ungeschlagen, haben dabei fünf Siege und zwei Remis geholt.

Interessant wird sein, wie viele Fans am Samstag den Weg in die vergangene Saison zumeist nur schwächer besuchte Südstadt finden, ob also der Name Polster zusätzliche Anhänger mobilisieren kann.

"Ich hoffe auf eine Kulisse, die sich die Mannschaft verdient. Wer Fußball mit Herz und Leidenschaft sehen will wird bei uns sicher auf seine Kosten kommen", sagte der ÖFB-Rekordtorschütze.

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