Barisic spricht angesprochen auf Stoppfehler und Ballbeherrschung kritischer über seinen Schützling, betont aber, dass alle Spieler ihre Stärken und Schwächen hätten.

„Er ist nicht nur in der Luft, sondern auch im Strafraum beim ersten Kontakt stark. Bei der Ballannahme hat er Defizite, daran gilt es zu arbeiten. Hätte er keine Schwächen, wäre er woanders. Wenn ich nicht an seine Stärken glauben würde, würde ich ihn nicht aufstellen.“

„Da braucht man kein Hellseher sein“

Dank Boyd und einer überzeugenden mannschaftlichen Vorstellung zog Rapid den Kopf aus der Schlinge und kann nach dem Sprung auf Tabellenrang drei erstmals aufatmen.

Trotz Jubelrausch ließ man die Kirche im grün-weißen Lager jedoch im Dorf und bremste die Erwartungen. „Wir sind auf einem guten Weg, aber wir werden immer noch Rückschläge erleiden. Damit müssen wir leben, damit müssen wir positiv umgehen“, wusste Hofmann.

Dass Rapid die Austria in die Krise stürzte (hier geht’s zu Bjelicas-Wutrede), ließ den Kapitän kalt. Schließlich sei auch bei den Hütteldorfern noch lange nicht alles eitel Wonne, wie der Deutsche ergänzte:

„Bei uns kehrt vielleicht sportlich ein klein wenig Ruhe ein, aber rundherum wird es immer noch weitergehen. Da braucht man kein Hellseher sein, dass es bis zur Präsidentschaftswahl nicht ruhig wird.“

Davon wollte sich aber keiner die Stimmung vermiesen lassen. Schließlich ist ein Derbysieg – noch dazu nach so langer Zeit – da, um gefeiert zu werden.


Alexander Karper / Harald Prantl / Martin Wechtl

Austria Rapid
Torschüsse Hosiner 3 Boskovic 6
Torschuss-Vorlagen Mader 3 Hofmann, Schaub je 5
Ballkontakte
Suttner 71 Trimmel, Schrammel, je 74
Zweikampfquote Mader 73,7% (14/5) Schrammel 75% (15/5)
Passquote Rogulj 92,3% (24/2) Boyd 93,8% (15/1)
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