Barisic: "Wir wollen unser Spiel durchziehen"

Aufmacherbild
 

Das Krisengeheul soll gar nicht erst aufkommen. Rapid hat das Cup-Aus beim LASK vor dem Start in die Fußball-Bundesliga abgehakt. Am Samstag (19.00 Uhr) wollen die Hütteldorfer bei ihrem Angstgegner WAC reüssieren.

Gegen die Kärntner haben sie in der Vorsaison nicht ein einziges Spiel gewonnen. Große Hoffnungen setzt der Rekordmeister einmal mehr auf die Rückkehr von Kapitän Steffen Hofmann.

"Das Cup-Aus ist bitter gewesen, aber wir haben das gemeinsam verarbeitet und einen Schlussstrich gezogen", versicherte Rapid-Trainer Zoran Barisic.

Sein junges Team warnte er vor allem vor Kontern und Standardsituationen der Wolfsberger. "Das ist eine sehr gut organisierte Mannschaft mit gutem Umschaltverhalten. Dazu haben sie einige individuell starke Spieler."

Hofmann soll entlastet werden

Rapid ist aber vor allem mit sich selbst beschäftigt.

"Wir wollen unser Spiel durchziehen und von Beginn an offensiv agieren", versprach Barisic. Eine wichtige Rolle wird dem von seinen Rückenproblemen genesenen Hofmann zuteil.

"Es darf aber nicht alles nur an ihm hängen", betonte der Chefcoach. "Es ist wichtig, dass er sich selbst nicht zu viel Druck auferlegt. Er soll das spielen, was er kann - je einfacher, desto besser."

Mit Thanos Petsos steht im defensiven Mittelfeld eine zusätzliche Option zur Verfügung. Ob der Deutsch-Grieche die Nummer fünf, die einst Rapid-Legende Peter Schöttel getragen hat, bereits von Anfang an aufs Feld führen darf, wollte der Trainer vorab nicht verraten.

"Rapid spielt einen guten Fußball nach vorne, da möchte ich meinen Teil beitragen", sagte Petsos, der mit 22 Jahren bereits mehr als 50 Spiele in der deutschen Bundesliga absolviert hat.

"Die Konkurrenzsituation ist da"

Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Deni Alar, Michael Schimpelsberger (beide Achillessehnenriss) und Dominik Starkl (Knöchelbruch) stehen alle Akteure zur Verfügung.

"Auf einigen Positionen wird es einen Kampf geben, die Konkurrenzsituation ist da", erklärte Barisic. Als Nummer eins im Tor geht der Slowake Jan Novota in die Saison. Ersatzmann ist Youngster Samuel Radlinger, Lukas Königshofer hat bereits um einen Transfer gebeten.

Rapid hatte im Ligafinish der Vorsaison zumindest Platz drei gerettet. "Wir haben schwere Zeiten hinter uns, das hat die Mannschaft aber in ihrem Charakter gestärkt", meinte Barisic, der den WAC-Fluch überwinden will.

Im Vorjahr hatten die Grün-Weißen gegen den Aufsteiger in vier Spielen nur einen einzigen Punkt geholt.

"WAC will Heimbilanz verbessern"

Wolfsberg war dennoch das schwächste Heimteam der Liga. Das soll sich unter Neo-Trainer Slobodan Grubor ändern. "Wir wollen unsere Heimbilanz verbessern. Wichtig ist, dass wir nicht zulassen, dass Rapid das Spiel kontrolliert", betonte der Nachfolger des zur Austria abgewanderten Nenad Bjelica.

8.000 Zuschauer in einer gut gefüllten Lavanttal-Arena sollen ihr Übriges tun.

Die Favoritenrolle schob Grubor trotz des Stolperstarts den angeschlagenen Hütteldorfern zu.

"Rapid ist Rapid, das ist der Rekordmeister", begründete der WAC-Coach. Er erwarte eine andere Rapid als gegen den LASK. "Das Cup-Aus ist eine Motivationsspritze. Mir wäre lieber gewesen, sie hätten gewonnen. Es wird auch so schwierig genug", erinnerte Grubor.

Die Langzeitverletzten Solano, Jacobo und Christian Falk werden erst in zwei bis drei Wochen wieder zur Verfügung stehen. Dafür holten die Kärntner im Tausch für Ruben Rivera dessen spanischen Landsmann Daniel Segovia von der Admira.

Der Stürmer dürfte vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. "Wir müssen ihm ein bisschen Zeit geben, aber genau so einen Typen brauchen wir", meinte Grubor. "Ich bin überzeugt, dass wir einen guten Deal gemacht haben."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen