Wacker wird nicht belohnt

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Tapfer kämpfende Innsbrucker werden nicht belohnt

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Der FC Wacker Innsbruck hat auch zum Abschluss des ersten Saisonviertels in der Bundesliga nicht aus der Krise gefunden.

Die Tiroler kassierten mit dem knappen 0:1 (0:1) zu Hause gegen den WAC die bereits fünfte Niederlage in Folge und sind damit weiter im Besitz der "Roten Laterne". Der Aufsteiger darf sich hingegen allmählich nach oben orientieren, ist jetzt schon vier Runden ungeschlagen und feierte dabei gleich drei Siege.

Der Vorsprung des Fünften auf die Tiroler beträgt dank des Treffers von Christian Falk (23.) und einer starken Leistung von Goalie Christian Dobnik schon zehn Punkte.

Fan-Protest zu Beginn

Die Gäste waren nach dem 6:0 gegen Wiener Neustadt, dem höchsten Sieg der Vereinsgeschichte, mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Das wurde auch gleich in der ersten Aktion im Tivoli-Stadion deutlich, ein Fallrückzieher von Jacobo ging am Tor vorbei.

Die Aktion hatten die Tiroler Fans der Nordtribüne noch nicht gesehen, waren sie aus Protest doch erst nach rund zehn Minuten im Stadion erschienen.

Die Tiroler hielten die Partie offen, hatten in der ersten Hälfte zum Teil auch mehr vom Spiel, leisteten sich allerdings wieder einmal eine folgenschwere Unachtsamkeit in der Defensive. Nach einem Liendl-Eckball und einer Baldauf-Kopf-Verlängerung nahm sich Falk den Ball herunter und traf aus kurzer Distanz souverän zum 1:0 (23.).

Nach der Pause nur noch Wacker

Für den WAC-Stürmer war es Saisontreffer Nummer vier, nachdem er zuletzt einen Triplepack erzielt hatte. Mit Ausnahme eines von Safar zur Ecke abgewehrten De-Paula-Schusses (26.) war von den Kärntnern aber nichts zu sehen, sie schienen sich mit der Führung zu begnügen.

Den Tirolern fehlte es an der nötigen Effizienz. Dobnik konnte sich bei einem Merino-Freistoß auszeichnen (33.), ein Schuss des bemühten Wallner wurde abgeblockt (36.), zudem rettete Thonhofer unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei einem Kofler-Volleyschuss auf der Linie.

Nach der Pause kamen die Tiroler mit deutlich mehr Elan aus der Kabine, die Kärntner wurden zum Teil in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Dobnik entschärfte einen Wallner-Kopfball (46.), zudem schoss Wernitznig aus 14 Metern hauchdünn am Tor vorbei (61.).

Privatduell Wallner vs. Dobnik

In der Schlussphase hätte dann alleine Wallner ein Dutzend Mal für den Ausgleich sorgen können oder auch müssen. Bei der besten Aktion konnte sich Dobnik bei einem tollen Fallrückzieher des Wacker-Stürmers auszeichnen (87.), der Goalie der Kärntner hielt auch noch in der 95. Minute bei einem Wallner-Versuch den Sieg fest.

Immerhin blieben die Fans nach der neuerlichen Pleite ruhig, ein im Internet angekündigter Platzsturm fand nicht statt. Der Rückstand auf den Vorletzten Wiener Neustadt beträgt jetzt zwei Punkte, da die Niederösterreicher zu Hause gegen Sturm Graz ein 1:1 holten.

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