"Mehr als drei Punkte gibt es nicht"

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"Wir haben hier schon besser gespielt und verloren."

Steffen Hofmann brachte es auf den Punkt. Rapid lieferte beim 2:0-Auswärtssieg in Ried keine Gala-Vorstellung ab, ging aber als Sieger vom Platz.

"Am Ende des Tages zählen die Punkte. Wir wissen, dass wir nicht alles richtig gemacht haben, aber wir können zufrieden nach Hause fahren, denn mehr als drei Punkte gibt es in einem Match nicht zu holen und die nehmen wir mit", erklärte der 32-Jährige bei LAOLA1.

Angedichtete Krise

Der Kapitän war nach seinem 300. Bundesliga-Spiel sichtlich erleichtert. "Uns wurde nach der Niederlage in der Europa League gegen Rosenborg eine Krise angedichtet. Die haben wir nicht. Wir haben am Donnerstag ein gutes Spiel geboten, haben es kontrolliert, aber keine Tore gemacht."

VIDEO: Die Highlights von Ried gegen Rapid

An die extremen Schwankungen in der Berichterstattung hat sich der Deutsche auch längst gewöhnt: "Es gibt in Österreich halt nur schwarz und weiß. Dazwischen gibt es nichts. Manchmal ist das aber auch ganz nett."

"Es zählt jeder Punkt"

Seinem Jubiläum schenkte er wenig Bedeutung. "Unser Sieg ist wesentlich wichtiger, als mein 300. Spiel. Das wäre sowieso irgendwann gekommen. Der Sieg ist deswegen so wichtig, weil die Konkurrenz auch gewinnt. Es ist sehr eng in der Tabelle. Da zählt jeder Punkt."

Ähnlich sah es mit Markus Katzer der zweite Jubilar an diesem Tag. Der 32-Jährige absolvierte sein 200. Spiel im Rapid-Dress. "Der Sieg war einfach enorm wichtig, denn jetzt sind wir vorne wieder dabei. Mein 200. Spiel für Rapid wird von euch Journalisten aufgeblasen. Ich schaue von Spiel zu Spiel, freue mich, dass ich noch immer für Rapid spielen darf und hoffe, dass noch einige Partien dazukommen werden."

"Es war ein spielerischer Rückfall"

Selbstverständlich freute sich auch Trainer Peter Schöttel über den Erfolg im Innviertel. "Es ist schön, drei Tage nach so einem Tiefschlag in Ried zu gewinnen. Es hat viele Torchancen auf beiden Seiten gegeben, wir haben die unseren konsequenter verwertet."

Dass seine Mannschaft speziell nach der Pause nicht den besten Tag erwischte, war ihm nicht entgangen.

"Es war ein spielerischer Rückfall in der zweiten Hälfte, wir haben dann zu viele hohe Bälle gespielt. Je länger das 1:0 stand und je kürzer die Zeit ist, desto mehr will man es rüberbringen."

Eine "Kampfpartie"

Christopher Trimmel: "Es war eine Kampfpartie. Wir haben gewusst, dass wir hier gewinnen können, wenn wir die Zweikämpfe annehmen. Das gehört zum Fußball dazu. Man kommt eben nicht in jeder Partie ins Spielen."

Der 25-Jähirge, der kurz vor Schluss das entscheidende 2:0 erzielte, gestand, dass das verlorene Match am Donnerstag seine Spuren hinterlassen hat. "Wir waren gut vorbereitet. Dass nach dieser Woche hier am Schluss jeder müde ist, ist normal. Wir haben das Spiel aber gut über die Bühne gebracht. Dieser Sieg gibt uns Kraft, war für die Moral ganz wichtig."

Schlussendlich waren sich alle Grün-Weißen einig, dass auch ein "dreckiger" Sieg drei Punkte bringt.

Martin Wechtl

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