Der Stammtisch zur 9. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich! Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: LUKAS THÜRAUER

Während es im Frühjahr, nachdem er aus St. Pölten geholt wurde, noch nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, hat sich der 24-Jährige mittlerweile bei der Admira durchgesetzt. Beim Sieg gegen Mattersburg stand er zum fünften Mal in Folge in der Startelf. In dieser Phase hat der Mittelfeldspieler zwei Treffer erzielt und einen vorbereitet. Abgesehen davon entwickelt sich der Niederösterreicher mehr und mehr zum umsichtigen Ballverteiler im Spiel der Südstädter. 89 Ballkontakte, sieben Torschüsse, vier Torschuss-Vorlagen, ein Treffer - die Bilanz gegen den SVM kann sich sehen lassen!

DER LOSER: RENE GARTLER

Es wäre eine der klassischen Geschichten gewesen, die der Fußball immer wieder schreibt. Beim Ex-Klub nur eine Nebenrolle, dann das Weite gesucht und im ersten Duell ein Treffer. Doch Rene Gartler versagten die Nerven. Nicht nur einmal ließ der Ried-Stürmer im Aufeinandertreffen mit Rapid tolle Möglichkeiten aus. So toll sein Start in die neue Spielzeit mit dem Doppelpack gegen die Admira auch war, so stark hat der 26-Jährige dann auch wieder nachgelassen. Seit 474 Minuten wartet er schon auf sein viertes Tor in der Bundesliga-Saison.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • MATTERSBURGER DNA: Der Mannschaftsarzt der Burgenländer wird in den kommenden Tagen viel zu tun haben. Nach dem 1:5 bei der Admira kündigt Trainer Franz Lederer gegenüber "Sky" nämlich an: "Ich werde schauen, dass wir am Montag einen DNA-Test durchführen. Ich will wissen, ob die Spieler, die heute hier gespielt haben, wirklich unsere sind." Der wütende Coach weiter: "Wir verfallen in Verhaltensmuster, die man so nicht akzeptieren kann." Da stellen wir uns die Frage: Meint er damit etwa das Verhalten gegenüber den restlichen Medien-Vertretern? Abgesehen von diesem "Sky"-Interview verweigerte nämlich nicht nur er, sondern auch alle anderen Mattersburger jegliche Stellungnahmen.
  • JUNG UND ALT: 23,55 Jahre betrug das Durchschnittsalter der Salzburg-Startelf gegen die Austria. Das ist das jüngste Team, das in der laufenden Saison zum Einsatz kam. Goalie Alex Walke war mit seinen 29 Jahren der älteste "Bulle". Doch auch am anderen Ende der Altersskala wurde ein neuer Saisonrekord aufgestellt: Die erste Elf des FC Wacker Innsbruck wies ein Durchschnittsalter von genau 29 Jahren auf. Mit Szabolcs Safar (38), Martin Svejnoha (34), Tomas Abraham (33), Carlos Merino (32), Marcel Schreter (31) und Roman Wallner (30) haben mehr als die Hälfte der Spieler ihren 30. Geburtstag schon hinter sich.
  • WALLNERS SCHÜSSE: Da waren wir in der siebenten Runde noch völlig aus dem Häuschen, weil Austrias Alexander Gorgon im Spiel gegen Wr. Neustadt 13 Torschüsse zu verzeichnen hatte, und dann das! Unglaublich! Roman Wallner hat bei Wacker Innsbrucks 0:1 gegen den Wolfsberger AC 16 Torschüsse abgegeben. Sechzehn! Das sind übrigens 16 Mal soviele wie in seinen bisherigen zwei Spielen für die Tiroler. Und es waren doppelt soviele wie die gesamte Wolfsberger Mannschaft zustande brachte. Naja, das Ergebnis der Partie sollte dann auch über die Effizienz Aufschluss geben...
  • GRATZEIS ZEITGEFÜHL: Nochmal zur Erinnerung für Christian Gratzei. Einfach laut vorsagen: 21, 22, 23, 24, 25, 26 - und jetzt den Ball loslassen! Als Tormann darf man den Ball nämlich nicht länger als sechs Sekunden in der Hand halten. Und die 15 Sekunden, die du, lieber Christian, die Kugel in der 36. Minute gegen Wr. Neustadt festgehalten hast, sind eindeutig länger. Aber gut, ist ja nichts passiert, der indirekte Freistoß war ungefährlich.
  • RESPECT: Weil es uns eigentlich zu blöd ist, Didi Kühbauers Tobsuchtsanfall und die Diskussionen zum Thema Respekt vor und von Schiris nach dem Spiel gegen Mattersburg näher zu kommentieren, gibt es an dieser Stelle einfach eine kleine Geschichtsstunde in Sachen Musik. Das Lied "Respect", mit dem Aretha Franklin 1967 zum Superstar wurde, stammt im Original von Otis Redding, der es 1965 aufgenommen hat. Vor Franklin haben sich auch "Prince Buster", die "John Evan Band", "The Vagrants" und "The Rationals" an diesem Lied versucht - allerdings mit nicht einmal annäherndem Erfolg.

BILD DES SPIELTAGS

AUS ALLEN LAGEN

ZAHLENSPIELE

1 - Ein Wort reichte Julia, um ihren Alex in der Pause des Spiel zwischen der Austria und Salzburg überglücklich zu machen. Der junge Mann hielt am Spielfeld um die Hand seiner Herzdame an. Sie sagte: "Ja!" Wir gratulieren!

3 - Peter Hlinka ist enorm effektiv. Der Slowake hat in dieser Saison erst drei Torschüsse abgegeben, aber schon zwei Treffer erzielt.

5 - Ein Besuch in der Generali-Arena mag zwar jede Menge versprechen, aber gewiss nicht viele Tore. In den ersten vier Heimspielen der Austria bekamen die Fans gerade einmal fünf Treffer zu sehen.

8 - Soviele Versuche brauchte Fränky Schiemer, um im Salzburg-Trikot erstmals gegen seinen Ex-Klub Austria Wien zu gewinnen.

9 - Sturms Nikola Vujadinovic ist mit seinen 1,91 Metern zwar zwei Zentimeter kleiner als Günter Friesenbichler, dennoch konnte der Montenegriner neun der zehn Kopfballduelle mit dem Stürmer des SC Wr. Neustadt für sich entscheiden.

12 - Das Torverhältnis des SV Mattersburg hat auch schon bessere Zeiten erlebt. In den vergangenen drei Runden haben die Burgenländer insgesamt ein Dutzend Gegentreffer kassiert.

14 - Soviele Spiele wartet der SC Wiener Neustadt nun schon auf einen Heimsieg. Immerhin klappte es beim 1:1 gegen den SK Sturm mit dem ersten Punkt vor heimischem Publikum in dieser Saison.

15 - Soviele Auswärtsspiele ist RB Salzburg in der Bundesliga nun schon ungeschlagen. Seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel im Sommer 1995 ist das keiner Mannschaft gelungen.

18 - Soviele Fehlpässe spielte Wr. Neustadts Jiri Lenko in der Partie gegen den SK Sturm. Lediglich 14 seiner Zuspiele kamen an. Also landete mehr als die Hälfte der Gespielten Bälle beim Gegner. Ausbaufähig.

19 - Das Visier der SV Ried war ganz schlecht eingestellt. Mit 20 Torschüssen gaben die Innviertler gegen Rapid zwar mehr ab, als jemals zuvor in dieser Saison, parieren musste Lukas Königshofer aber nur einen einzigen davon - der Rest ging drüber oder daneben.

31 - Im Juli 2002 hat der SK Sturm gegen Rapid 32 Mal auf das Tor geschossen, ohne in selbiges zu treffen. Wacker Innsbruck versuchte es beim 0:1 gegen den WAC nur ein Mal weniger und war auch nicht erfolgreich.

40,7 - Die Mattersburger Elf war gegen die Admira zwischen der 31. und 45. Minute spielerisch völlig von der Rolle. In dieser Phase waren 40,7 Prozent der SVM-Zuspiele Fehlpässe.

96 - Soviele Sekunden benötigte Andreas Schrott, um die Admira gegen Mattersburg in Führung zu bringen. Es war der schnellste Treffer in der laufenden Saison.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 9. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

DIE LISTE DER "NULLEN"


Wer's glaubt, wird selig! Nie und nimmer hätte man es nach den Eindrücken der vergangenen Saison für möglich gehalten, dass es bis in Runde 8 dauern würde, bis es das erste 0:0 zu betrauern gibt. Bei Rapid gegen Admira war es soweit. So viel Offensiv-Power gefällt uns natürlich, deshalb führen wir als kleine "Motivation" die "Liste der Nullen" ein, in der wir über alle Nullnummern Buch führen. Also, liebe Bundesligisten: Haltet euch von dieser Tabelle fern, dass sie so kurz wie möglich bleiben möge:

HOFMANN-SPECIAL


Steffen Hofmann hat sein 300. Bundesliga-Spiel für den SK Rapid bestritten. Wir gratulieren dem Deutschen, der schon jetzt zu den Hütteldorfer Legenden zählt, recht herzlich. Und weil ihr den guten Mann schon so oft auf dem Feld gesehen habt, zeigen wir euch diesmal, was er so abseits des grünen Rasens macht!

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 14 Uhr).





"On Fire" - Harry Dürr

Der Routinier in Diensten der Lustenauer Austria ist einer der ganz harten Sorte. KSV-Profi Philipp Wendler fügte dem Glatzkopf eine klaffende Fleischwunde am Unterschenkel zu, der gute Mann spielte aber einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre. Irgendwann ging es dann doch ins Krankrenhaus. Respekt und gute Besserung!

"On Ice" - Thomas Weissenböck

Irgendwie nett vom Vorstand, darauf zu warten, bis Thomas Weissenböck den ersten Sieg einfährt, ehe man sich von im trennt. Einen Tag nach dem 3:1-Erfolg in Hartberg wurde der Trainer von BW Linz vor die Tür gesetzt. So kann der 40-Jährige immerhin behaupten, sich mit einem vollen Erfolg verabschiedet zu haben.

DER BLICK INS ARCHIV:

Mehr und mehr entwickelt sich Tomas Simkovic zum absoluten Leistungsträger bei der Austria. Erstmals bei den Profis mit dabei war der heute 25-Jährige in der Saison 2003/04. Doch erst über den Umweg Wr. Neustadt schaffte es der in Bratislava geborene Mittelfeldspieler sich wirklich Anerkennung beim FAK zu verdienen. Am Wochenende hat er sein 99. Bundesliga-Spiel bestritten.

Runde

Paarung

Ergebnis

8

Rapid - Admira

0:0

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