"Einer der besten Spieler, die ich je gesehen habe"

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Die Frischzellenkur scheint gutgetan zu haben.

Der mit einer Vielzahl neuer Spieler ausgestattete Meister Red Bull Salzburg vermochte am Samstag zu begeistern.

Über ein 1:1 gegen die SV Ried kam der Double-Gewinner in der 8. Runde dennoch nicht hinaus, musste er nach Rot für Verteidiger Isaac Vorsah doch 85 Minuten lang mit einem Mann weniger auskommen.

Kommende Woche kommt es zum Schlager beim Tabellenführer Austria Wien.

Nur Ergebnis passte nicht

Salzburgs Freude über die gute Leistung - die erste Hälfte war trotz numerischer Unterlegenheit die vielleicht beste der Saison - wurde vom dritten Heimspiel in Serie ohne Sieg gedämpft.

"Ich hoffe, dass wir diese Enttäuschung in Wut und Entschlossenheit umwandeln und dann nächste Woche beim Tabellenführer gewinnen", erklärte Trainer Roger Schmidt.

Zumindest drei Punkte fehlen seinem Team auf die Austria, die erst am Sonntag in Mattersburg gastierte.

"Saison noch lange genug"

Den Meistertitel sehen die Salzburger noch nicht davonschwimmen.

"Die Saison ist noch lange genug", betonte Schmidt. Mit den fünf kurz vor Transferschluss geholten Neuzugängen verfügt er über den stärksten Kader.

Vor allem Kevin Kampl wusste zu überzeugen. Der 21-jährige Slowene war bei seinem Debüt der beste Mann auf dem Platz und an fast jeder gefährlichen Offensivaktion beteiligt.

Kampl: "Es geht noch viel besser"

"Es war gut, aber es geht noch viel besser", versicherte Kampl.

"Es braucht Zeit, bis sich das alles noch besser einspielt. Die Integration muss noch besser werden, aber die Mannschaft ist intakt."

Der 3-Millionen-Mann, der vor zwei Wochen vom deutschen Zweitligisten VfR Ahlen gekommen war, führte im Mittelfeld Regie, als ob er schon jahrelang in Salzburg spielen würde.

"Die Saison ist noch so jung, da ist noch alles drinnen", meinte Kampl.

Rabenschwarzes Vorsah-Debüt

Der eingewechselte Sadio Mane deutete im Finish seine Gefährlichkeit an.

Vorsahs Debüt war dafür ein rabenschwarzes.

Ried-Stürmer Rene Gartler suchte geschickt den Körperkontakt, der Star aus Ghana sah als letzter Mann Rot und fehlt den Salzburgern damit auch in Wien.

"Das ist sehr schade", gestand Schmidt, der die Integration der Neuen bereits als "weit fortgeschritten" bezeichnete.

"Das sind richtig gute Jungs, die nicht nur spielerische Qualität haben, sondern auch menschlich in die Mannschaft passen."

Sportdirektor Ralf Rangnick hatte angekündigt, dass die Saison mit dem Spiel gegen Ried praktisch neu beginne.

Fuchsbichler lobt Kampl

In der Champions-League-Qualifikation waren die Salzburger zuvor bereits auf blamable Art und Weise am Luxemburger Meister Düdelingen gescheitert.

Seither haben die Salzburger kolportiert fast 15 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben.

"Es wurde sinnvoll investiert mit jungen und hungrigen Spielern", meinte Verteidiger Martin Hinteregger.

Lob für das neue Ensemble gab es auch von der Konkurrenz. "Das ist die beste Red-Bull-Mannschaft, die ich je gesehen habe", sagte Ried-Manager Stefan Reiter.

"Da ist jeder eine Verstärkung."

Kampls spielerische Klasse stach heraus.

"Er wird der Liga sicherlich gut tun", meinte Ried-Trainer Heinz Fuchsbichler.

"Das ist einer der besten Spieler, die ich bisher hier gesehen habe."

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