"Rogulj hätte ausgeschlossen werden müssen"

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Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für den SV Mattersburg – allerdings ohne Happy End.

Zweimal geführt, doch am Ende setzte es gegen die Wiener Austria die erste Heimniederlage der laufenden Saison. 2:4 hieß es schlussendlich vor 9.600 Zuschauern im Pappel-Stadion.

Nach einer 2:1-Pausenführung riss bei den Burgenländern der Faden. Zudem ärgerte sich Trainer Franz Lederer über die Schiedsrichter-Leistung.

„Rogulj hätte ausgeschlossen werden müssen“

Dass Austria-Verteidiger Kaja Rogulj kurz nach Spielbeginn nicht vom Platz flog, konnte der 48-Jährige beim besten Willen nicht verstehen:

„Rogulj hätte gleich in der ersten Minute wegen Torraubs ausgeschlossen werden müssen. Genau dieser Spieler hat dann das 2:2 erzielt.“

Es sollte nicht die einzige Kritik an Spielleiter Oliver Drachta sein. „Das 4:2 für die Austria war abseits. Es sollten überall die gleichen Regeln gelten. Dass wir nach der Pause nicht gut gespielt haben, darüber brauchen wir aber nicht reden.“

„Fühlen uns schon ein bisschen benachteiligt“

Seine Spieler sahen es ähnlich. „Wir fühlen uns schon ein bisschen benachteiligt, wobei es schlussendlich immer an uns liegt“, meinte Manuel Seidl.

Ob die Attacke von Tomas Simkovic an ihm in Minute 77 innerhalb des Strafraums war, konnte der 24-Jährige nicht beantworten: „Ich weiß nicht ob es Elfer war, oder nicht. Es war jedenfalls sehr eng.“

Etwas Rückendeckung erhielt der Unparteiische hingegen von Martin Rodler. „Es ist schwierig für die Schiedsrichter. Es gibt immer wieder sehr knappe Entscheidungen. Ich selber kann die jeweilige Situation im Spiel auch nicht genau beurteilen."

Rodler übt Selbstkritik

Für den SVM-Verteidiger war vor allem der Einbruch nach der Pause der Hauptgrund für die Niederlage.

„Wir sind gut gestartet, haben auch noch kurz vor der Halbzeit das psychologisch wichtige 2:1 gemacht. Doch dann hat das Spiel einen blöden Verlauf genommen. Wir sind nach Wiederanpfiff nicht konsequent genug geblieben, waren nicht kompakt genug“, so Rodler.

Und genau darin liege noch der Unterschied zu einer Topmannschaft. Diese hätte sich nach der Führung die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.

„Wir müssen danach cleverer agieren. Das ist uns nicht gelungen. Wir sind halt noch eine junge Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wird es verabsäumt, die Austria unter Druck zu setzen. Sie ist dann ins Spiel gekommen“, gestand Seidl.

Mangelnde Chancenverwertung

Lederer erkannte einen weiteren Punkt, warum seine Truppe noch hinterherhinkt: Die Chancenverwertung:

Thorsten Röcher hat beim Stand von 2:2 die große Chance auf die Führung, scheitert aber im eins gegen eins an Lindner. Eine Topmannschaft verwertet so eine Möglichkeit. Da merkt man, dass es noch eine Kluft zu den Großen gibt. Ich bin aber froh, dass diese Kluft immer kleiner wird.“

Martin Wechtl

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