Der Stammtisch zur 8. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich! Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: CHRISTIAN FALK

Muasst jo lei nua lafn lossn... Gut, mit schlechten Kärntnerisch-Parodien muss man Christian Falk nicht kommen, der ist nämlich Steirer. Der 25-Jährige schien jedoch am besten Weg zu einem dieser typischen Erste-Liga-Goalgetter zu sein, denen in der höchsten Spielklasse die Grenzen aufgezeigt werden. Mit dem Triplepack beim 6:0 gegen Wiener neustadt sollte der Knoten jedoch geplatzt sein - es waren seine ersten Torerfolge seit 27. März, als er seinen 18. und letzten Treffer zum Aufstieg beisteuerte. Wenn's laft...

DER LOSER: ISAAC VORSAH

Er kam, sah und... - na gut, lassen wir das. Wer den Schaden hat, muss für den Spott ohnehin nicht sorgen. Keine fünf Minuten dauerte der Arbeitstag des Salzburger Millionen-Einkaufs gegen Ried, ehe er wegen Torraubs vom Platz flog. Nur besonders neidvolle Menschen rechnen da den Minutenlohn aus. Kuriosität am Rande: Trainer Roger Schmidt konnte, vermutlich als einziger im Stadion, kein Foul an Rene Gartler erkennen. Kleiner Trost für Isaac Vorsah: Schlechter als beim Debüt kann es in Zukunft kaum mehr laufen.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • FALK UND DIE "DREIER": Letztmals erzielte Wolfsberg am 28. Mai 2010 sechs Tore in einer Partie - damals noch in der Regionalliga Mitte beim 6:3 gegen Flavia Solva. Dreifacher Torschütze? Richtig: Christian Falk! In derselben Saison tobten sich die Kärntner am 11. August 2009 auch gegen Bad Aussee aus und triumphierten mit 9:0. Dreifacher Torschütze? Richtig: Christian Falk!
  • BUKVA UND DER "OCHSE": Mit magischen Dreiecken kennt man sich in Graz bestens aus. Dass Sturms kongenialstes "Offensiv-Duo" in dieser Saison die Kombo Nikola Vujadinovic und Haris Bukva sein würde, damit war nicht zu rechnen. Drei Tore erzielte Innenverteidiger Vujadinovic (nach dem Doppelpack gegen Wacker von Coach Peter Hyballa zum "Ochsen" getauft) in dieser Saison bereits, kurioserweise jeweils nach Vorarbeit von Bukva.
  • DÉJÀ-VU UNTER DEN PAPPELN: 18. September 2011, achte Bundesliga-Runde, Mattersburg-Austria. Endstand 2:4. 16. September 2012, achte Bundesliga-Runde, Mattersburg-Austria. Endstand 2:4.
  • ALARS UNSCHULD: Deni Alar war entsetzt. Er hatte doch gar nichts gemacht. Doch Referee Alexander Harkam stand vor ihm und zeigte Gelb. Der Unparteiische ahndete damit einem zu schnell ausgeführten Freistoß, obwohl der Ball noch nicht freigegeben war. In Wahrheit hatte aber Muhammed Ildiz die Standardsituation ausgeführt, sich danach jedoch sofort davongestohlen. Der Assistent hatte diesen Umstand aber genau beobachtet und konnte anschließend aufklären. Alar war zufrieden, Ildiz verwarnt.

BILD DES SPIELTAGS

SUMMERTIME SADNESS...

ZAHLENSPIELE

1 - So viele Fehlpässe erlaubte sich WAC-Verteidiger Michael Sollbauer in 61 Passversuchen. Das ergibt eine sagenhafte Quote von 98,4 Prozent erfolgreicher Zuspiele. Sein "Pech": Dies war nicht der beste Wert dieser Partie. Unglaublich, aber wahr: Michele Polverino hatte in 80 Versuchen nur einen Fehlpass - seine Traumquote: 98,8 Prozent.

5 - Auswärts ist die Wiener Austria eine Macht. Mit dem 4:2 in Mattersburg feierte der Tabellenführer den fünften Sieg im fünften Spiel. Das ist bislang noch keinem anderen Team gelungen.

7,7 - So viele Prozent seiner Zweikämpfe gewann Thomas Hinum beim 1:1 in Salzburg, einen von 13 um genau zu sein. Auweiah, inakzeptabel für ein Mitglied der Viererkette. Dabei kann es der 25-Jährige besser, er stand zuletzt auf Abruf für das Deutschland-Länderspiel...

23 - Willkommen zurück in der Bundesliga, Thomas Piermayr! Nach einem Jahr in Schottland bei Inverness debütierte der frühere LASK-Kicker für Wiener Neustadt und flog nach 23 Minuten vom Platz. Im "Loch Ness" kann er nun nicht mehr versinken...

38 - So viele Minuten dauerte es, bis Rapid gegen die Admira den ersten Torschuss abfeuerte. Guido Burgstaller riss die Fans aus ihren Träumen von stürmischeren Zeiten. Insgesamt brachten es die Hütteldorfer auf magere fünf Torschüsse, Admira-Jungstar Marcel Sabitzer indes im Alleingang auf deren sieben...

57,3 - So viele Prozent der Zweikämpfe gewann Wiener Neustadt gegen Wolfsberg. Wen juckt's bei einem 0:6? So viel zum Thema, dass es immer entscheidend ist, wie gut man "in die Zweikämpfe kommt"...

62 - Im 62. Bundesliga-Spiel gelang Marcel Ziegl sein erstes Tor. Gut, Toreschießen ist nicht der Hauptjob des 19-jährigen Allrounders (diesmal als Innenverteidiger aufgeboten), dennoch: Herzlichen Glückwunsch!

96 - So viele Sekunden brauchte Mattersburgs Marvin Potzmann, um FAK-Goalie Heinz Lindner zu bezwingen. Es war dies das schnellste Tor in dieser Saison. WAC-Spielmacher Jacobo brauchte gegen Sturm (Runde vier) 101 Sekunden.

516 - Potzmanns Treffer bedeutete auch gleichzeitig das Ende der Austria-Torsperre. 516 Minuten blieb Lindner ohne Gegentor. Sein persönlicher Rekord liegt übrigens bei 572 Minuten. Die Allzeit-Bestmarke stellte Marc Ziegler (FC Tirol) im Jahr 2001 mit 1.085 Minuten auf.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 8. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

DIE LISTE DER "NULLEN"


Wer's glaubt, wird selig! Nie und nimmer hätte man es nach den Eindrücken der vergangenen Saison für möglich gehalten, dass es bis in Runde 8 dauern würde, bis es das erste 0:0 zu betrauern gibt. Bei Rapid gegen Admira war es soweit. So viel Offensiv-Power gefällt uns natürlich, deshalb führen wir als kleine "Motivation" die "Liste der Nullen" ein, in der wir über alle Nullnummern Buch führen. Also, liebe Bundesligisten: Haltet euch von dieser Tabelle fern, dass sie so kurz wie möglich bleiben möge:

BLICK IN DIE ZUKUNFT


Neue Gesichter braucht die Liga. Die Transferzeit ist gerade vorbei, alle Last-Minute-Einkäufe sind inzwischen spielberechtigt. Zudem sind einige Kader bereits durch Verletzungssorgen ausgedünnt. Kein Wunder, dass in Runde 8 einige Bundesliga-Debüts zu bewundern waren. Allen voran in Salzburg, wo von Ralf Rangnicks Großeinkauf drei "Produkte" ihren Wert unter Beweis stellen durften - Isaac Vorsah, Kevin Kampl und Sadio Mane. Gut, Ersterer ist ein Fall für sich (siehe oben), aber Mane und vor allem Kampl gelten als Aktien für die Zukunft. Nicht gerne an sein Bundesliga-Debüt zurückdenken wird Salzburg-Leihgabe Christoph Martschinko. Der 18-Jährige wurde für Wiener Neustadt bereits in Minute 34 eingewechselt - bei 0:4-Rückstand. Der Steirer gilt aber so oder so als großes Linksverteidiger-Talent. Nach einiger Zeit wieder eine Chance bei den Admira-Profis bekam gegen Rapid Maximilian Sax (Bild). Der 19-Jährige debütierte einst noch unter Walter Schachner in der Ersten Liga und macht sich die zunehmende Stürmer-Armut der Südstädter zu Nutze. In dieser Partie konnten auch die Hütteldorfer mit Kristijan Dobras einen Bundesliga-Debütanten vorweisen.

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 15 Uhr).





"On Fire" - Juhvel Tsoumou

Von Debüts war schon öfters die Rede, diese Thematik macht auch vor der Ersten Liga nicht halt. Hartberg tat mit Tsoumou scheinbar einen Goldgriff. Beim 3:1 gegen St. Pölten kam der 21-Jährige, der schon bei Eintracht Frankfurt und Aachen unter Vertrag stand und zuletzt in England für Preston North End auflief, bei 1:1 nach 54 Minuten ins Spiel - und erzielte einen Doppelpack zum Sieg.

"On Ice" - Vermeintliche Titel-Mitfavoriten

Ein Viertel der Meisterschaft ist gespielt, Zeit Bilanz zu ziehen: Der vermeintliche Titel-Mitfavorit Altach rangiert nach neun Spielen mit vier Siegen, einem Remis und vier Niederlagen auf Platz fünf. Das ist aber nichts gegen den anderen vermeintlichen Mitfavoriten: Bundesliga-Absteiger Kapfenberg kam in den ersten neun Duellen mit den Liga-Kollegen auf einen (!) Sieg und rangiert nur auf Rang acht (!!). Austria Lustenau, es schaut schon ganz gut aus!

DER BLICK INS ARCHIV:

Ausnahmsweise blicken wir aus aktuellem Anlass gar nicht mal so weit zurück ins Archiv. Ob Kevin ein "fescher Kampl" ist, sei dahingestellt. Ein toller Kicker ist Kevin Kampl jedoch auf jeden Fall, zumindest wenn man seine hervorragende Leistung bei seinem Debüt für Salzburg gegen Ried als Maßstab heranzieht. In dieser Partie fiel er nicht nur wegen seiner extravaganten Frisur auf. Vor gut zwei Jahren, im Juli 2010, präsentierte sich der 21-Jährige noch eher als Typ der Marke "braver Schwiegersohn". Damals träumt Kevin auch noch von einer Karriere im Leverkusen-Dress und ahnte nicht, dass er 2012 Star-Potenzial in Österreich besitzen würde...

Runde Paarung Ergebnis
8 Rapid - Admira 0:0
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