Kühbauer ist vor Sturm gewarnt

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Es geht um Wiedergutmachung. Sturm Graz will sich am Samstag im Heimspiel gegen die Admira für den schwachen Auftritt vergangene Woche bei Tabellenführer Rapid (0:3) rehabilitieren.

Mit einer weiteren Niederlage, der vierten der Saison, würden die Grazer endgültig den Kontakt zur Spitze verlieren. Derzeit fehlen dem Meister von 2011 sechs Punkte auf Rapid. Die Admira liegt einen Punkt davor auf Rang sechs.

Mentales Auftreten enttäuschte

Sturm-Trainer Peter Hyballa nahm sein Team in die Pflicht. "Besonders enttäuscht hat mich, wie meine Truppe mental aufgetreten ist", erklärte der Deutsche.

"Ich fordere mehr Spritzigkeit und mehr Aggressivität. 18.30 Uhr ist die Hauptarbeitszeit der Spieler, da müssen sie zu 100 Prozent da sein. Das habe ich in Wien vermisst."

Das Spiel gegen die Admira birgt eine neue Chance - auch wenn Stürmer Rubin Okotie mit Jochbeinbruch mehrere Wochen ausfällt.

Offensive zu harmlos

Das Sturmduo dürften Imre Szabics und Neuzugang Richard Sukuta-Pasu bilden. Mehr erwartet sich Hyballa auch von Darko Bodul. "Vor allem, dass er sich Chancen erarbeitet", meinte der Sturm-Coach.

Seine Mannschaft hatte sich zuletzt in der Offensive harmlos präsentiert. Dabei hatte das Kombinationsspiel über mehrere Stationen in der Vorbereitung noch gut funktioniert.

"Wir haben viel an der Spritzigkeit gearbeitet", sagte Hyballa. "Ob wir das im Spiel umsetzen können, ist eine andere Frage."

Auswärtsstarke Admira

Die Admira vermochte das unter Dietmar Kühbauer zuletzt mit einem 4:4 gegen Titelfavorit Salzburg. "Sie spielen ein gutes Tempo nach vorne und haben gute Umschaltphasen", warnte Hyballa. "Das ist eine tolle Mannschaft, die die Emotionalität das Trainers auf dem Platz widerspiegelt."

Von den vier Duellen mit Sturm haben die Niederösterreicher in der Vorsaison drei gewonnen. Dazu setzte es in allen fünf Auswärtspflichtspielen der Saison, inklusive Europacup, bisher nur eine Niederlage - 0:1 zuletzt bei der Austria.

"Unsere Stärken haben sich nicht verändert", betonte Kühbauer. "Wir sind gut beisammen und ziehen unsere Spielphilosophie durch." Das bedeutet schnellen, direkten Angriffsfußball.

Kühbauer zeigt großen Respekt

Mit Issiaka Ouedraogo steht nach überstandener Knöchelblessur ein zusätzlicher Stürmer zur Verfügung. Kühbauer warnte aber vor den angeschlagenen Grazern: "Sturm muss sich rehabilitieren. Das macht sie noch schwerer zu spielen. Wir sind darauf eingestellt, dass sie alles versuchen werden."

Vor allem die individuelle Klasse von Sturm ringt Kühbauer Respekt ab. "Szabics ist für mich einer der besten Stürmer der Liga", erklärte der Ex-Internationale. "Sie haben gute Einzelspieler und eine in Österreich gute Truppe, die um das internationale Geschäft mitspielen kann. Man kann nicht nach Graz fahren und sagen, man ist Favorit. Wir müssen alles aufbieten, um dort zu punkten."

Das war der Admira erst im Mai mit einem klaren 3:0-Sieg gelungen - eines von lediglich drei Heimspielen, das die Grazer seit April 2011 in der Liga verloren haben.

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