Am Tivoli jubelten bislang nur die Innsbrucker

Aufmacherbild
 

Im Kellerderby der fünften Runde der Bundesliga am Samstag (18.30 Uhr) steht Wiener Neustadt bereits leicht unter Druck.

Das punktelose Schlusslicht muss in Innsbruck zumindest anschreiben, um den Anschluss an die Tiroler, die derzeit bei drei Zählern halten, nicht zu verlieren.

Wacker sucht Anschluss ans Mittelfeld

Neustadt-Coach Heimo Pfeifenberger "lechzt nach dem ersten Punkt", und auch sein Innsbrucker Pendant Walter Kogler misst der Partie große Bedeutung zu: "Für uns ist das ein ganz wichtiges Spiel."

"Mit einem Sieg können wir Wr. Neustadt sechs Punkte hinter uns lassen und uns am Mittelfeld orientieren", erklärte Kogler, der mit seiner Truppe am vergangenen Samstag ein 2:1 über Mattersburg und damit die ersten Punkte der Saison bejubeln durfte.

Im Finish sorgten Marcelo Fernandes (83.) und Christopher Wernitznig (91.) dafür, dass "ein sehr schwerer Rucksack" (Kogler) für einige Spieler wieder etwas leichter wurde.

Lage trotz Katastrophen-Start nicht dramatisch

Atmosphärisch sei der Befreiungsschlag auch in der Vorbereitung auf das Duell mit Wr. Neustadt zu merken gewesen. "Natürlich war es einfacher und lockerer, weil wir den ersten Sieg gelandet haben."

Kogler, der weiter auf die Langzeitverletzten Löffler, Hackmair und Schilling verzichten muss, schätzt die Lage trotz des holprigen Starts aber keineswegs katastrophal ein.

"Sicher hat das nicht gut ausgesehen, aber so schlimm war der Start nicht", betonte der Kärntner, "wir hatten zwei Auswärtspartien und haben ein Spiel unglücklich verloren. Das kann jedem Team außer einem Titelkandidaten passieren."

Neustadt am Tivoli ohne Punkt und Tor

Für Wr. Neustadt zahlten sich die Fahrten nach Innsbruck in der Bundesliga bisher nicht aus: In vier Partien gab es ebenso viele Niederlagen, auch ein Tor gelang am Tivoli noch nicht. Das ist freilich Vergangenheit.

"Am Tivoli ist es immer schwer zu spielen", betonte Pfeifenberger, der schon mit einem Zähler hochzufrieden wäre. "Aber wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Das ist genau das, was uns fehlt. Bisher ist es uns nicht gelungen, obwohl wir mit jedem Gegner ganz gut mitgehalten haben", erklärte der Salzburger.

Immerhin gelangen bei der 2:3-Niederlage gegen Ried am vergangenen Wochenende die erste beiden Saisontore durch Tadic und Friesenbichler, von einer Krise sei noch nichts zu merken.

Pfeifenberger kritisiert Defensivverhalten

"Die Mannschaft macht einen guten Eindruck, Körpersprache, Einstellung und Disziplin passen", betonte Pfeifenberger. "Aber wir müssen mit mehr Selbstvertrauen und aggressiver auftreten, müssen den Gegner stören und dürfen nicht immer die Sicherheitsvariante wählen - und das 90 Minuten lang."

Zentrales Augenmerk legt der Ex-ÖFB-Teamspieler auf das Defensivverhalten. "Da müssen wir die Fehler abstellen", forderte der 45-Jährige, der diesbezüglich auch seine Offensivspieler verstärkt in die Pflicht nimmt.

"Auch die Offensiven sind da mehr gefordert. An der Verteidigung muss sich jeder beteiligen. Das hat uns heuer sicher schon einen oder zwei Punkte gekostet."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen