Neustadts Moralspritze

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"Das war so ein Highlight, das die Mannschaft braucht"

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In der Bundesliga sind erst fünf Runden gespielt, nach aktueller Sicht kündigt sich allerdings im Abstiegskampf ein Dreikampf an.

Der FC Wacker Innsbruck verabsäumte es am Samstag, sich Luft zu verschaffen und ist nach der bitteren 2:3-Heimpleite gegen den SC Wiener Neustadt gemeinsam mit den Niederösterreichern (Torverhältnis 5:12) im Besitz der "Roten Laterne".

Der WAC (3:8) verlor auch sein drittes Heimspiel zu Null und hat nach dem 0:1 gegen den SV Mattersburg ebenfalls erst drei Punkte auf dem Konto.

Drei Tore als Joker

Mann des Spiels am Innsbrucker Tivoli war der erst zur Pause eingewechselte Günter Friesenbichler, der alle drei Treffer (54., 66., 78.) erzielte.

So ein Kunststück war dem 33-Jährigen zuvor schon einmal geglückt, damals in der Ersten Liga im Dress des SC Austria Lustenau gegen Schwadorf in der Saison 2007/08. "Es war sehr wichtig für die Moral der Mannschaft, angeschrieben zu haben", betonte der Matchwinner. Zumal es nach vier Saisonniederlagen zuletzt doch schon etwas rumort habe.

"Das war ein Highlight"

Nun können die Niederösterreicher wieder positiver in die Zukunft blicken.

"Das Toreschießen funktioniert jetzt. Der Sieg sollte uns viel Auftrieb geben", sagte Friesenbichler. Und Coach Heimo Pfeifenberger ergänzte nach seinem Bundesliga-Premierensieg: "Das war so ein Highlight, das die Mannschaft braucht, sie ist endlich belohnt worden."

Nächste Woche gegen Salzburg

Am Samstag geht es für das Schlusslicht auswärts gegen Salzburg weiter. Ob der Wr.-Neustadt-Torschütze dabei in der Startformation steht, ist nicht fix. "Vielleicht ist es besser, wenn ich ihn wieder zur Pause bringe", sagte Pfeifenberger schmunzelnd.

Friesenbichler selbst hofft auf einen Einsatz von Beginn an, fordert aber nichts ein. "Das ist die Sache des Trainers, als Spieler hast du nicht das Recht etwas einzufordern, das werde ich auch nicht tun", meinte der "Super-Joker".

Wacker hadert mit Defensive

Die Pfeifenberger-Truppe deckte schonungslos das derzeitige Manko der Tiroler, die zweimal eine Führung verspielten, auf. "Unser Problem waren die Fehler in der Defensive. Wir sind derzeit nicht stabil genug", bekannte Wacker-Trainer Walter Kogler.

Das zieht sich wie ein Roter Faden seit dem 0:4 bei Rapid zum Meisterschaftsauftakt durch das Wacker-Spiel.

Kogler wünscht sich Innenverteidiger

Den Grund glaubt Kogler auch zu kennen: "Wir haben unsere Abgänge (Inaki Bea und Georg Harding, Anm.) in der Abwehr nicht kompensieren können."

Deshalb schickte Kogler einen Hilferuf an den Vorstand: "Mein Wunsch wäre ganz klar, dass wir noch einen Innenverteidiger bekommen. Jetzt!" Ansonsten werde man hinten drinnenbleiben. "Die Qualität der Mannschaft reicht nicht", sprach Kogler Klartext.

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