Ried müsste Geschichte schreiben

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Ried bräuchte einen historischen Sieg

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Für die Rapid-Fans gab es im Frühjahr im Hanappi-Stadion wenig zu jubeln.

Einen einzigen Meisterschaftserfolg feierten die Hütteldorfer 2013 bisher im eigenen Stadion, am Sonntag (16:00 Uhr) soll es gegen die SV Ried einen weiteren und damit zumindest einen versöhnlichen Saisonabschluss für den grün-weißen Anhang geben.

Für die Innviertler geht es noch um ein Europacup-Ticket, allerdings benötigt Ried dafür einen historischen Sieg und Schützenhilfe von Wr. Neustadt (gegen Sturm Graz) und Wacker Innsbruck (gegen WAC).

Barisic: "Keine Larifari-Partie"

Abgesehen vom prestigeträchtigen Duell zwischen Vizemeister Red Bull Salzburg und Meister Austria ist Rapid die einzige Mannschaft, für die es betreffend Tabelle in der letzten Runde um nichts mehr geht.

Schließlich hat man das angestrebte Saison-Mindestziel, das Erreichen eines Europacup-Startplatzes, bereits am vergangenen Mittwoch unter Dach und Fach gebracht.

"Wir haben unser Ziel gemeinsam erreicht und können mit etwas mehr Entspannung ins letzte Spiel gehen", meinte Trainer Zoran Barisic, der aber versprach: "Das ist keine Larifari-Partie. Das ist ein Meisterschaftsmatch, in dem es für viele Konkurrenten um sehr viel geht. Wir wollen und werden uns sportlich fair verhalten und wir wollen unseren Fans zum Abschluss eine gute Leistung zeigen."

Ried: Kein Liga-Sieg im Hanappi bei 31 Versuchen

Daher wird es auch trotz der Verabschiedung des Quintetts Markus Katzer, Markus Heikkinen, Stefan Kulovits, Gerson und Thomas Prager wenig Spielraum für Sentimentalitäten geben. "Ich habe einen Plan im Kopf, aber ob der umsetzbar ist, wird sich zeigen. Im Vordergrund steht der Sieg, das ist kein Abschiedsmatch", erklärte Barisic.

Ried kämpft noch um Platz vier, der einen Platz in der Europa-League-Qualifikation bringt. Die Oberösterreicher müssten dafür zwei Punkte auf Sturm und einen auf den WAC gutmachen und vor allem einen historischen Erfolg feiern.

Ried ist in der Meisterschaft im Hanappi-Stadion noch erfolglos. In 31 Partien setzte es 23 Niederlagen, dazu kamen acht Unentschieden. Das einzige Erfolgserlebnis gegen Rapid in Hütteldorf gab es im Cup-Achtelfinale im Oktober 2011 mit einem 2:1 nach Verlängerung.

"Die Moral der Mannschaft passt"

"Es wird jetzt natürlich schwer, dass wir uns für den Europacup qualifizieren. Die Statistik in Hütteldorf ist nicht die beste, aber irgendwann ist immer das erste Mal. Wir müssen auswärts endlich auch einmal so auftreten wie zuhause. Das ist uns zuletzt nie wirklich gelungen. Wenn wir eine ähnliche Leistung wie gegen Salzburg (Anm.: 2:2) bringen, dann bin ich überzeugt, dass wir auch in Wien gewinnen können", erklärte Ried-Trainer Michael Angerschmid, der nach dem Remis gegen den Vizemeister feststellte: "Die Moral der Mannschaft passt. Wenn man 0:2 gegen Salzburg zurückliegt und das Spiel dreht, dann ist das positiv."

Optimistisch kehrt auch Ex-Rapidler Rene Gartler wieder ins Hanappi-Stadion zurück. "Ich schätze unseren Chancen gut ein, dass wir bei Rapid gewinnen. Wir waren in den bisherigen drei Duellen in dieser Saison ebenbürtig, haben das letzte Spiel gewonnen. Warum sollen wir deshalb nicht auch in Hütteldorf gewinnen? Wir müssen in Wien so auftreten wie im letzten Heimspiel gegen Rapid – aggressiv und vorne drauf gehen, dann werden sie unsicher", meinte der Stürmer.

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