Wr. Neustadt demütigt EL-Starter Sturm

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Dank Schützenhilfe ist Sturm Graz nach einjähriger Pause doch wieder in einem europäischen Klubbewerb dabei.

Die Steirer kassierten stark ersatzgeschwächt zwar in der 36. und letzten Runde am Sonntag gegen SC Wr. Neustadt eine 0:3 (0:1)-Heimniederlage, behielten aber wegen der gleichzeitigen Niederlagen des WAC gegen Wacker und von Ried bei Rapid den vierten Tabellenplatz und dürfen somit in der Qualifikation zur Europa League spielen.

Wr. Neustadt rettete aus eigener Kraft die Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse.

Mario Pollhammer (29.), Daniel Offenbacher (63.) und Herbert Rauter (68.) fixierten den erst dritten, aber höchsten Auswärtssieg der Saison der Niederösterreicher, der die Pfeifenberger-Elf noch auf den siebenten Tabellenplatz brachte.

Debütant in der Innenverteidigung

Die Rollen hätten durchaus vertauscht sein können.

Denn Sturm spielte nach dem Ausfall fast eines gesamten Teams inferior und eher wie ein Abstiegskandidat als die Neustädter.

Die Gäste starteten ambitioniert und kamen gegen die schwache Grazer Abwehr (Amateur und Debütant Balen und Feldhofer bildeten das Innenverteidiger-Paar) auch bald zu Chancen.

Applaus erhielt Offenbacher - auch von den Sturm-Fans - bei seiner Auswechslung für seine starke Leistung.

Rauter trifft in Graz

Rauter gelang gegen seinen Ex-Klub sein erster Treffer seit fünfeinhalb Jahren, er traf nach einem Corner per Knie.

Dazu gab es noch Lattenschüsse für Neustadt von Martschinko (58.) und Hofbauer (76.) jeweils aus spitzem Winkel. Die einzigen guten Chancen der Schwarz-Weißen hatten Feldhofer per Kopf (60.) und der eingewechselte Ciftci (71.).

Bei der ersten drehte Keeper Siebenhandl den Ball in den Corner, bei der zweiten rettete Mimm vor der Linie für den bereits geschlagenen Keeper.

Fünfte Pleite im sechsten Schopp-Match

Fröschl (12.) vergab zunächst frei stehend, doch nach einer halben Stunde gelang Pollhammer mit seinem ersten Tor im 64. Bundesliga-Match der verdiente Führungstreffer.

Die Gastgeber mussten Pfiffe der Fans hinnehmen, fanden aber auch nach dem Wechsel kein Mittel.

Völlig verunsichert schlitterten sie in die fünfte Niederlage im sechsten Spiel unter Trainer Markus Schopp.

Applaus von Sturm-Fans

Für die Vorentscheidung sorgte ausgerechnet Offenbacher, der kommende Saison für Sturm spielen wird.

Nach weiter Flanke von Hofbauer ließ er dem Keeper Gratzei keine Chance, verzichtete aber auf Jubel. Denn zu diesem Zeitpunkt war Sturm bei gleichzeitiger Führung des WAC auf den fünften Rang zurückgefallen und damit nicht in der Europa League.

Sturm Wr. Neustadt
Torschüsse Feldhofer, Ciftci 2 Martschinko, Hofbauer, Offenbacher, Rauter, Fröschl 2
Torschuss-Vorlagen Ranftl, Kröpfl 2 Hofbauer 3
Ballkontakte Kröpfl 72 Pollhammer 84
Zweikampfquote Fehldhofer 62,5 % Mimm 80,0 %
Passquote F. Kainz 88,2 % Rauter 96,4 %
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