Ein Endspiel, das keiner wollte

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Was unbedingt vermieden werden sollte, tritt nun für die Admira in der letzten Runde der Meisterschaft ein.

Möglicherweise handelt es sich überhaupt um die letzte Runde in der Bundesliga für längere Zeit. Denn die Existenz der Südstädter im Fußball-Oberhaus steht auf dem Spiel.

Obwohl sich das Team von Dietmar Kühbauer gegen Rapid so viel vorgenommen hatte, um ein Endspiel in der letzten Runde zu vermeiden, setzte es eine 0:2-Heimniederlage.

Plötzlich findet sich die Admira aufgrund der Siege von Wacker und Wiener Neustadt am Tabellenende wieder, plötzlich kann das noch ausstehende Spiel in Mattersburg über Sein oder Nicht-Sein entscheiden.

„Jetzt ist der Druck natürlich größer“

„Natürlich ist es kein schöner Anblick ganz hinten zu stehen, aber wir haben gewusst, dass wir selbst bei einem Sieg, noch nicht hundertprozentig durch sind und uns in Mattersburg ein harter Kampf erwarten wird, egal wie“, rang Daniel Drescher im Gespräch mit LAOLA1 nach Worten.

Nach dem Schlusspfiff taumelten die Admira-Spieler ungläubig durch den Kabinentrakt, nur wenige wollten zur aktuellen Situation Stellung nehmen.

Verständlich anhand des drohenden Worst-Case-Szenarios, das nach zwei Jahren in der höchsten Spielklasse erneut den Abstieg bedeuten würde.

„Jetzt ist der Druck natürlich ein bisschen größer geworden. Nichtsdestotrotz spielen wir in Mattersburg auf Sieg“, blieb der Defensivspieler trotz Rückschlags zuversichtlich.

Vorstellungen wurden nicht erfüllt

Gegen Rapid konnte die Admira nicht auf die zufriedenstellenden Leistungen der vergangenen drei Runden gegen Salzburg, Sturm und WAC anschließen.

„Das haben wir uns anders vorgestellt, wir wollten unbedingt punkten. Leider ist das nicht geglückt, obwohl Rapid nicht einmal so stark war“, merkte Trainer Dietmar Kühbauer an.

Durch den schnellen Gegentreffer in der vierten Minute nahm das Spiel eine andere Richtung, während die Südstädter sowohl offensiv als auch defensiv Schwächen offenbarten.

„Der Wille war da, aber vielleicht hätten wir mehr kämpfen und die eine oder andere Chance nützen müssen“, ortete der Ex-Rapidler vor allem Schwächen im Spiel nach vorne.

Angespanntes Nervenkostüm

Die Situation bewertete er aber alles andere als aussichtslos, schließlich haben es alle vier verbliebenen Abstiegskandidaten am letzten Spieltag selbst in der Hand, das rettende Ufer zu ergreifen.

„Es ist ja nicht so, dass die anderen aus dem Schneider sind. Natürlich sind wir Letzter und müssen etwas machen. Mit einer Niederlage ist es gegessen“, so der Coach weiter.

Auch Drescher gibt sich kämpferisch, auch wenn das Nervenkostüm offensichtlich angespannt ist.

„Jetzt haben wir halt das Endspiel in Mattersburg. Wenn wir dort drei Punkte machen, bleiben wir in der Liga. Das ist unser Ziel.“

„Der Bessere wird in der Liga bleiben“

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, wie eng es tatsächlich noch im Tabellenkeller zugeht. Mattersburg, Wiener Neustadt, Wacker Innsbruck und Admira liegen innerhalb von drei Punkten.

Trotzdem ist kein Team von einem anderen abhängig, wenn es die Hausaufgaben erfolgreich erledigt. Admiras Mission geht im Pappelstadion über die Bühne.

Allerdings müssen die Niederösterreicher aufpassen, dass das „Finale“ nicht ähnliche Spuren hinterlässt, wie Rapid-Torhüter Jan Novota an der Augenbraue von Drescher, der böse getroffen wurde. Ein Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.

„Es wird ein echtes Endspiel, wo viel auf dem Spiel steht. Es geht für beide Mannschaften um alles. Der Bessere wird in der Liga bleiben.“ Geht es nach Drescher, wird dies die Admira sein.


Alexander Karper

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