Europa ist wieder in Sichtweite

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Sturm nimmt doch wieder Kurs auf Europa

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Sturm Graz hat am Pfingstsonntag Kurs auf den Europacup genommen.

Mit dem ersten Sieg unter Neo-Trainer Markus Schopp schoben sich die Grazer auf Rang vier vor und können nun mit Siegen gegen die Abstiegskandidaten Wiener Neustadt und Innsbruck aus eigener Kraft das Saisonziel Europa League erreichen.

Beim 3:1-Erfolg gegen Ried profitierte Sturm aber auch von zwei Ausschlüssen der Oberösterreicher.

Nach den Gelb-Roten Karten von Karner (49.) und Schicker (68.) sorgte Vujadinovic in der 84. Minute für die Entscheidung. Bis dahin taten sich die Grazer gegen die dezimierten Gäste aber schwer.

Schopp wollte Disziplin sehen

Das fehlende Selbstvertrauen nach sieben Spielen ohne Sieg, darunter drei Niederlagen in den drei Partien unter Schopp, war offensichtlich.

"Aufgrund der letzten Negativergebnisse war die Mannschaft verunsichert. Die Mannschaft hat zwar Fehler gemacht, ich glaube aber dass der Sieg aufgrund der zweiten Hälfte verdient war. Das wichtige in der derzeitigen Situation, wo wir sicher nicht verstehen, spielerisch zu begeistern, ist, dass wir Standarddinge wie Disziplin erfüllen", meinte Schopp.

An der Qualität, so ist er überzeugt, liegt es nicht. "Wir haben immer von der Qualität der Spieler gesprochen, ich bleibe dabei, die Qualität der Spieler ist sehr gut. Aber es hat in letzter Zeit sehr wenig gepasst, heute haben sie das aber umgesetzt", sagte der Sturm-Coach.

Gute Ausgangslage für Kampf um Europa

Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken soll es nun auch mit dem internationalen Startplatz klappen. Sturm (48 Punkte) liegt vor dem WAC (47) und Ried (45) auf dem dafür nötigen vierten Rang.

"Wir werden versuchen, diesen Platz zu halten. Aber es wird nicht leicht, weil Wiener Neustadt und Innsbruck das Wasser bis zum Hals steht", meinte Schopp.

Für die Rieder wird es im Europacup-Rennen dagegen eng, haben sie doch nicht nur Rückstand, sondern mit den Partien gegen Red Bull Salzburg und Rapid auch das schwierigere Restprogramm.

Ried hadert mit dem Referee

"Es wird sehr schwer. Wir haben es selbst nicht mehr in der Hand und brauchen unbedingt zwei Siege", gab sich Ried-Trainer Michael Angerschmid keinen Illusionen hin.

Angerschmid war mit der Leistung seines Teams zunächst nicht zufrieden, nach der Pause "sind wir viel positiver aufgetreten. Aber der zweite Ausschluss hat uns das Genick gebrochen".

Der Ried-Coach war mit mehreren Schiedsrichter-Entscheidungen nicht einverstanden. Bei einem Rieder Angriff in der Schlussphase wurde wegen Abseits abgepfiffen, der dritte Sturm-Treffer ist dagegen aus abseitsverdächtiger Position gefallen.

"Ich will schon nicht mehr jammern über Schiedsrichterleistungen und Fehlentscheidungen. Aber Tatsache ist, dass es in der 86. Minute kein Abseits war und beim 3:1 schon. Es ist bitter, wenn man immer wieder durch solche Entscheidungen verliert. Es war nicht das erste Mal heuer", sagte Angerschmid.

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