Die Muss-Reaktion

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Blamagen in der Champions-League-Qualifikation und im ÖFB-Cup.

Jetzt kann Double-Titelverteidiger Red Bull Salzburg die Saison nur noch über die Meisterschaft retten. Doch das scheint fast schon aussichtlos.

Da sind die Schützlinge von Coach Roger Schmidt aufgrund des Neun-Punkte-Rückstands auf Tabellenführer Austria (am Samstag 3:0 bei Wacker Innsbruck) allerdings auf Schützenhilfe angewiesen.

Die "Bullen" gastieren am Sonntag zum Abschluss der 33. Bundesliga-Runde beim heimstarken SC Wiener Neustadt, ein Ausrutscher würde die letzten Titelträume endgültig beenden.

Entsprechende Reaktion zeigen

Das 1:2 im ÖFB-Cup-Halbfinale gegen den Regionalligisten Pasching am Dienstag können die Salzburger nicht mehr vergessen machen, in der Meisterschaft soll aber eine schrittweise Rehabilitierung gelingen.

"Wir müssen eine entsprechende Reaktion zeigen in der Meisterschaft. Wir haben die letzten fünf Spiele gewonnen. Wenn wir die letzten vier auch noch erfolgreich bestreiten und guten Fußball spielen, dann kann man das vielleicht etwas kompensieren", gab Salzburg-Trainer Roger Schmidt die Marschroute vor.

Auf Wiedergutmachung nach der Cup-Schlappe sind vor allem auch die Spieler aus. "Wir müssen uns jetzt voll fokussieren. Jeder muss 100 Prozent geben, damit wir die letzten Spiele noch erfolgreich bestreiten und so viele Punkte wie möglich machen. Denn in der Meisterschaft ist ja noch nicht alles entschieden", sagte der slowenische Mittelfeldspieler Kevin Kampl.

Neustadt eine harte Nuss

Die Wiener Neustädter haben zuletzt achtmal in Folge zu Hause nicht verloren, die Salzburger sind also das einzige Team, das den Niederösterreichern auf der eigenen "Abschussliste" noch fehlt. Dementsprechend traten die Salzburger auch mit Respekt im Gepäck die Reise an. "Sie haben bis auf uns gegen alle Gegner einmal gespielt, nicht verloren und nur drei Gegentore kassiert. Das ist kein Zufall", war sich Schmidt bewusst.

Unabhängig davon gehen die Salzburger als großer Favorit ins Spiel. Die "Bullen" sind in der Meisterschaft mittlerweile 15 Partien unbesiegt und haben auch in den jüngsten acht direkten Duellen mit Wiener Neustadt nur zwei Punkte abgeben müssen. Bei den Salzburgern fehlen Isaac Vorsah (Kreuzbandriss), Franz Schiemer (Individualtraining), Martin Hinteregger (Aufbautraining) und Valentino Lazaro (U17-EM). Zudem ist Christopher Dibon angeschlagen.

Fröschl zuversichtlich

Die Hausherren bangten noch um den Einsatz von Peter Hlinka. Der slowakische Mittelfeld-Regisseur darf zwar nach einer erfolgreichen Berufungsverhandlung wieder eingesetzt werden, ist allerdings noch immer angeschlagen. Für die nötigen Tore des Tabellenachten soll wie am Samstag beim wichtigen Heim-2:2 gegen Wacker Innsbruck Thomas Fröschl sorgen.

"Es wird auf jeden Fall eine sehr schwierige Partie, weil Salzburg natürlich sehr viel Qualität besitzt. Ich bin dennoch sehr zuversichtlich, dass wir auch dieses Heimspiel ungeschlagen beenden werden", blickte der Stürmer positiv in die Zukunft.

Im Abstiegskampf eng zusammengerückt

Laut dem 24-Jährigen werden die Niederösterreicher auch nächstes Jahr im Oberhaus vertreten sein. "Wir sind alle eng zusammengerückt und jeder gibt alles. Ich bin mir sicher, dass wir die nötigen Punkte einfahren werden und am Ende über den Klassenerhalt jubeln können", ergänzte Fröschl.

Die Niederösterreicher haben es jedenfalls in der Hand, die Titelentscheidung maßgeblich zu beeinflussen. Nach dem Spiel am Sonntag wartet eine Woche später am Samstag die Auswärtspartie bei Tabellenführer Austria auf die Schützlinge von Chefcoach Heimo Pfeifenberger.

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