"Die Austria ist nicht mehr so souverän"

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Die Austria will ihren Wochenausflug in den Westen erfolgreich beschließen.

Nach dem Cup-Erfolg in Ried reiste der Tabellenführer Richtung Tirol weiter. Am Samstag (18.30 Uhr) steht am Innsbrucker Tivoli das Duell mit dem Vorletzten FC Wacker auf dem Programm.

Beide Teams sind in der entscheidenden Phase der Meisterschaft gefordert, ein Ausrutscher würde trotz höchst unterschiedlicher Ausgangslagen sowohl die Hausherren als auch Gäste schmerzen.

"Nur noch entscheidende Spiele"

Während die Austria vier Runden vor Saisonende an der Spitze ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf Salzburg zumindest halten will, sind die Tiroler im Abstiegskampf auf jeden Zähler angewiesen.

Aktuell liegt Wacker zwei Punkte vor Schlusslicht Admira, hat aber auch nach oben eine Rangverbesserung in Aussicht: Wiener Neustadt ist punktegleich, Mattersburg nur einen Zähler voran auf Rang sieben.

"Aus unserer Sicht gibt es nur noch entscheidende Spiele. Jede Runde, in der wir unsere Aufgabe positiv erfüllen, kommen wir unserem Traum näher", betonte Peter Stöger.

Traum in greifbarer Nähe

Austrias Trainer dürfte da einer Meinung mit seinem Gegenüber Roland Kirchler sein. Der violette Traum heißt dabei 24. Meistertitel, mit einem Erfolg in Tirol wäre dieser bereits in greifbarer Nähe.

Bereits vor dem Schlager der 36. Runde in Salzburg können die Wiener nämlich alles klar machen. Bei einem Erfolg am Tivoli würden der Austria unabhängig von den Salzburger Resultaten schon vier Zähler in den Spielen gegen Mattersburg und Wiener Neustadt reichen.

Für die beiden Heimspiele wurden bereits je 11.000 Karten verkauft. Aufgrund des Aufschwungs der Innsbrucker in den jüngsten Spielen - aus drei Partien holte man sieben Zähler - scheint Wacker die schwierigste Aufgabe.

Punktemaximum auch gegen Wacker?

"Die drei kommenden Spiele sind alle gleich schwer. Wir sind jeweils Favorit, aber die Gegner spielen gegen den Abstieg und werden uns alles abverlangen", sah Stöger dies jedoch anders. Dabei könnte die Austria nach der Admira und Ried gegen einen weiteren Club erneut das Punktemaximum herausholen.

Drei Siege in den bisherigen drei Saisonduellen stehen für die Violetten zu Buche, 9:0 lautet das Torverhältnis. Mit Roman Wallner fehlt den Innsbruckern auch ihre gefährlichste Offensivkraft aufgrund einer Gelb-Sperre.

Ohnedies wartet Wacker am Tivoli seit sechs Spielen auf einen Dreier gegen die Austria, fünfmal gab es dabei nichts zu holen. Die Austria ist mit zwölf Siegen und vier Remis auswärts in dieser Saison auch weiterhin tadellos unterwegs.

Zu Gast bei der U11

Das kraftraubende 3:1 im Cup-Halbfinale in Ried soll Wacker laut Stöger ebenfalls nicht in die Karten spielen: "Wenn solche Spiele positiv ausgeben, nimmt man sehr viel mit. Der Erfolg wiegt alles auf."

Die weiter im Bestbesetzung spielende Austria übernachtete nach dem Cupsieg im Innviertel, ehe es nach Hall weiterging.

Am Freitag waren das Trainer-Team sowie einige Kicker gern gesehene Gäste des Austria-Nachwuchses beim international besetzten U11-Turnier in Wattens. "Das ist perfekt. Sonst wären wir in dieser Woche nur im Bus gesessen", sah Stöger die Tour als bisher gelungen an.

Kirchlers Erkenntnis

Wackers Trainer Roland Kirchler ortete die Chance seines Teams in einer disziplinierten Leistung vor allem in der Defensive. Torjäger Philipp Hosiner dürften wie seine Nebenleute Tomas Jun und Alexander Gorgon nicht zu Geltung kommen.

Und noch eines wollte Kirchler im Vergleich zu den bisherigen Duellen erkannt haben: "Die Austria ist nicht mehr so souverän."

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