Barisic: "Wir werden uns den Hintern aufreißen"

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Nur ein Punkt aus drei Spielen.

Für Titelverteidiger Salzburg hat es gegen Rapid in der laufenden Saison bisher wenig zu holen gegeben.

Das muss sich aus Sicht der "Bullen" am Samstag im Hanappi-Stadion im vierten Saisonduell ändern, um den Druck auf die Tabellenführer Austria (am Sonntag gegen Admira) weiter zu verschärfen.

Rapid hofft auf weiteres Erfolgserlebnis

Bei Rapid hofft man im Spiel zwei unter dem neuen Trainer Zoran Barisic auf ein weiteres Erfolgserlebnis und würde damit dem Erzrivalen Austria kräftige Schützenhilfe leisten.

Barisic durfte sich bei seinem Debüt über ein 2:2 gegen die Austria freuen, nun wartet im ersten Heimspiel der nächste Schlager.

"Wir haben gegen die Austria die Aufgabe nicht schlecht gelöst. Gegen Salzburg gehe ich davon aus, dass wir den nächsten kleinen Schritt vorwärts machen", sagte Barisic, der Boyd, Heikkinen und Boskovic wieder zur Verfügung hat.

Barisic: "Wir werden es nicht zulassen"

In der Woche seit dem Abgang von Peter Schöttel hat er versucht, den Spielern "uneingeschränktes Vertrauen" zu schenken und ihnen einzuimpfen, dass "man nur als Einheit Erfolg haben kann."

Die Ausgangslage für den Schlager im Hanappi-Stadion, für den Freitagmittag 14.400 Karten abgesetzt waren, ist für ihn klar: "Salzburg hat viel Qualität, vor allem in der Offensive, und einen Lauf. Salzburg muss gewinnen, wenn sie Meister werden wollen. Sie werden offensiv auftreten wollen, wenn wir sie lassen. Aber wir werden es nicht zulassen", kündigte er an.

Mit einer kampfkräftigen Truppe und einer guten Leistungen hofft er, auch die Anhänger zu überzeugen. "Wir werden um die Gunst jedes einzelnen Rapid-Fans kämpfen, dafür werden wir uns den Hintern aufreißen", sagte Barisic.

Schulte sieht Verbesserungen

Sportdirektor Helmut Schulte sieht jedenfalls schon Verbesserungen. "Es ist eine andere Konzentration da, eine andere Spannung, eine andere Aufmerksamkeit. Das liegt an der Situation, aber auch an den handelnden Personen. Wie er (Barisic) das angeht, gibt mir viel Hoffnung für die Zukunft", betonte Schulte, der eine langsame, aber kontinuierliche Entwicklung erwartet.

"Es wird keine Explosion geben, da ist zu viel passiert. Es geht nur Schritt für Schritt. Den ersten haben wir gemacht, jetzt soll der zweite kommen. Ich bin optimistisch, dass das gelingt."

Ebenso Mittelfeldspieler Stefan Kulovits, der mit seinen Kollegen den dritten Tabellenplatz ins Ziel bringen will.

"Wir hatten heuer gute Spiele gegen Salzburg, die kommen mit Respekt her", meinte Kulovits, der gegen die Austria "Emotion, Leidenschaft und Kampfgeist" gesehen hat und mit einem kurzen Blick zurück meinte: "Nach einer gewissen Zeit ist es bei jedem Trainer so, dass sich ein bisschen der Alltag einschleicht, dass man vielleicht Sachen schleifen lässt."

Schlüsselereignis in Wien

Rapid hat in den vergangenen elf Liga-Spielen nur einen Sieg (gegen Wr. Neustadt) gefeiert, Salzburg kommt dagegen mit viel Selbstvertrauen nach Hütteldorf.

Die Salzburger haben mit zuletzt drei Siegen in Folge den Rückstand auf die Austria von 13 auf 6 Punkte verkürzt und schielen daher wieder nach dem Titel. Seit 24. November 2012 sind sie in 13 Ligaspielen ungeschlagen.

"Das Schlüsselerlebnis war, wie die Mannschaft auf das 0:1 gegen die Austria (Endstand 1:1) reagiert hat. Es war eigentlich schon angerichtet und das Meisterschaftsrennen schien entschieden. Diese Reaktion war extrem wichtig für die derzeitige Situation. Die Mannschaft hat die Moral und die fußballerische Geschlossenheit wiedergefunden. Dass es jetzt so gekommen ist, konnte keiner erahnen", analysierte Trainer Roger Schmidt.

Erster Sieg gegen Rapid?

Auch von Rapid wollen sie sich nicht stoppen lassen.

"Wir wollen gegen Rapid weitermachen und das erste Mal gewinnen", sagte Schmidt, warnte aber ausdrücklich.

"Rapid ist sehr gefährlich. Letztendlich hat Rapid bisher unter ihren Qualitäten gespielt. Sie hatten eine schwierige Phase, den Trainerwechsel und dass die Fans gegen die eigene Mannschaft sind, ist auch nicht einfach. Ich erwarte ein knallhartes und schwieriges Spiel."

Dass danach mit Admira (h), Wr. Neustadt (a) und Innsbruck (h) drei Abstiegskandidaten warten, wollte Schmidt nicht als Vorteil sehen.

Nicht ein Schlüsselwochenende

"Jedes Wochenende ist jetzt ein Schlüsselwochenende. Vermeintlich leichtere Aufgaben sehe ich nicht als Spaziergang an", betonte er.

Martin Hinteregger meinte in Bezug auf den großen Titelkonkurrenten: "Diese Situation, in der die Austria jetzt steckt, darf man sicher nicht unterschätzen, aber es war abzusehen, dass dieser Lauf, den sie hatten, so nicht weitergehen konnte. Jeder Spieltag könnte jetzt schon meisterschaftsentscheidend sein".

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