Kein Trainereffekt bei Sturm

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WAC zieht an Sturm vorbei

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Kein Trainereffekt bei Sturm Graz. Die erstmals unter Markus Schopp angetretenen Steirer verloren am Samstag das Pack-Derby gegen Aufsteiger Wolfsberg klar mit 0:3 (0:1) und müssen damit im Kampf um den Europacup-Startplatz den Kärntnern vorerst den Vortritt lassen.

Die hoch motivierten Wolfsberger überholten nach zuvor zwei Liga-Niederlagen mit diesem Sieg in der ausverkauften Lavanttal-Arena die Grazer und sind nun selbst punktegleicher Vierter.

Neben den beiden Ligaspielen hatte Wolfsberg zuletzt auch im Cup verloren, doch gegen Sturm kehrte die Truppe von Nenad Bjelica wieder auf die Siegesstraße zurück.

Sturm fünf Runden ohne Sieg

Sturm hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa auf frische Motivation gehofft, ist nach diesem bitteren Abend nun aber bereits fünf Runden ohne Sieg.

Die erste Hälfte war von eher zerfahrenem Bemühen geprägt, in dem Sturm nach und nach den etwas stärkeren Eindruck hinterließ.

Richard Sukuta-Pasu (zwei Mal) und Nikola Vujadinovic, der mit einem Kopfball nach Corner unbedrängt nichts anfangen konnte, sorgten zumindest für Grazer Halbchancen.

Topcagic nützt erste Lücke

Wolfsberg hingegen konnte die dichte Sturm-Abwehr lange nicht knacken und war zunächst in erster Linie aus Freistößen von Michael Liendl gefährlich.

Kurz vor der Pause fand David De Paula aber doch noch eine Lücke in der Sturm-Abwehr.

Nach seinem "Zuckerpass" setzte sich Topcagic gegen Dudic durch und jagte das Leder im Rutschen zum 1:0 und seinem neunten Saisontor unter die Latte (43.).

Sturm sehr ungefährlich

Interims-Trainer Schopp reagierte bald nach der Pause und brachte mit Manuel Weber einen von Hyballa ungeliebten, erfahrenen Mann.

Wolfsberg blieb aber motiviert von der Führung am Drücker und war plötzlich sogar klar besser.

 

Folgerichtig hätte das 2:0 schon in der 64. Minute fallen "müssen", aber Topcagic scheitert nach einer Flanke aus kurzer Distanz an Focher. Sturm war in dieser Phase kaum noch vorhanden, verzeichnete keinen einzigen Torschuss.

Rote Karte entscheidet das Spiel

Die logische Entscheidung zugunsten der Kärntner fiel dann innerhalb weniger Minuten. In der 71. holte Dudic nach einem schnellen Wolfsberg-Konter De Paula knapp innerhalb der Strafraumgrenze von den Beinen und erhielt dafür Rot.

Liendl hatte mit dem Elfmeter keine Probleme (72.). Gleich darauf schlenzte Jacobo einen Freistoß von der Strafraumgrenze an die Latte, von wo der Ball vom Rücken des unglücklichen Sturm-Keepers Focher ins Gehäuse ging (75.).

Es war ein hochverdienter Erfolg für die Kärntner. Sie lagen auch in praktisch allen relevanten Wertungen von Ballbesitz über Zweikampf bis hin zu den Torschüssen in Front.

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