Der LAOLA1-Stammtisch zur 31. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich: Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: ALAN

Dieses Mal war es nicht die Geburt seiner Tochter, dieses Mal war Jonathan Soriano krankheitsbedingt verhindert. Und nicht nur 45 Minuten, sondern das ganze Spiel. Null problemo, wenn der Ersatz Alan heißt. Der Brasilianer, der seine erste Halbsaison nach eineinhalb Jahren verletzungsbedingter Pause spielt, tanzt aktuell seinen eigenen Tor-Samba. Drei Treffer beim 6:2 gegen den WAC, zwei gegen Rapid beim 3:1. Fünf Treffer in zwei Spielen mit nur sieben (!) Torschüssen. "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent." Na dann! Soriano weilte indes im Hanusch-Krankenhaus in Wien, nach dem Spiel besuchten ihn Alan und Co. noch vor der Heimfahrt nach Salzburg. Top!

DER LOSER: PATRICK BÜRGER

Also wirklich, lieber Patrick! So etwas darf dir in eurer Situation einfach nicht passieren. Deine Rote Karte gegen Wacker gehört in die Kategorie "Dummheit". Wenn man voll geladen angelaufen kommt und einen - wenn auch sehr zärtlichen - Kopfstoß vor den Augen des Schiedsrichters verteilt, darf man sich nicht wundern, wenn man vom Platz fliegt. Dir droht wohl mindestens eine Zwei-Spiele-Sperre. Klar, bei euch liegen angesichts der Tabellensituation die Nerven blank, doch mit deiner Aktion hast du deinem Team einen "Bärendienst" erwiesen. Gerade jetzt, wo euch das Wasser bis zum Hals steht, muss Trainer Franz Lederer auf seinen besten Torschützen verzichten.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • SCHOPPS RÜCKKEHR: Die Rückkehr von Markus Schopp auf die Bundesliga-Bühne war eher ein Reinfall. Über das Ergebnis wollen wir uns hier gar nicht allzu lange auslassen - ein 0:3 in Wolfsberg ist eher bescheiden. Was hätten wir noch? Aja! 60 Prozent ihrer Zweikämpfe haben die Grazer verloren - so zweikampfschwach waren sie zuletzt im September 2008. War sonst noch was? Genau! Kein einziger steirischer Torschuss in der zweiten Hälfte ist auch nicht unbedingt grandios. Der Lohn dafür? Erstmals seit der siebenten Runde ist der SK Sturm nicht mehr unter den Top 4 der Tabelle zu finden.

  • BARAZITES RÜCKKEHR: Die Rückkehr von Nacer Barazite lockte 7.655 Zuschauer in die Südstadt und machte das Duell Admira gegen Austria zum bestbesuchten Heimspiel der Niederösterreicher in dieser Saison. Dabei wussten die Fans bis kurz vor Spielbeginn gar nicht, dass der violette Publikumsliebling nach einer langwierigen Knieverletzung überhaupt im Kader steht. Als der Niederländer dann zum Aufwärmen aus der Kabine kam, kannte die Begeisterung der Anhänger keine Grenzen mehr. Sie feierten den 22-Jährigen, als hätte dieser gerade die Meisterschaft entschieden. Ach ja, gespielt hat er auch, ab der 82. Minute. Drei Ballkontakte, ein gewonnener, ein verlorener Zweikampf und ein an den Mann gebrachter Pass war seine Ausbeute.
  • RÜCKKEHR DER SPANNUNG: Wie irre ist diese Liga eigentlich? Fünf Runden vor Saisonende geht es für jede Mannschaft noch um so viel! Der Kampf um den Meistertitel bleibt spannend, nur sechs Punkte trennen die Austria und Salzburg - ein Finale in der Mozartstadt ist nicht unwahrscheinlich. Um die zwei (oder doch drei?) Startplätze für die Europa League rittern mit Rapid, dem WAC, Sturm und Ried vier Klubs, die innerhalb von drei Punkten liegen. Und der Kampf um den Klassenerhalt ist an Spannung kaum zu überbieten. Wiener Neustadt und der FC Wacker haben je einen Punkt Vorsprung auf die Admira und Mattersburg. Und weil wir euch die mühsame Rechnerei ersparen wollen, haben wir den Tabellenrechner, der das für euch erledigt. HIER KLICKEN!

  • RÜCKKEHR INS ABSEITS: Rapid und Anel Hadzic passen nicht zusammen - spätestens seit dieser Woche steht das endgültig fest. Denn wer sich zweimal bei seinem potenziellen neuen Arbeitgeber so ins Abseits stellt, ist selbst schuld. Im Winter war am letzten Transfertag zwischen Ried und Rapid aufgrund des Handlungsbedarfs nach dem Abschied von Muhammed Ildiz alles klar, ehe der Austro-Bosnier doch keine Lust hatte und auf den Sommer verwies. Und jetzt? Wird einfach mal ein Handgeld von 150.000 Euro für den Mittelfeldspieler und sein Management gefordert. Für jenes Management, das ihn vor eineinhalb Jahren mit einem versprochenen Wechsel zu Middlesbrough an der Nase herumführte, dem er aber trotz allem die Treue hielt. Gut beraten war er weder damals, noch in dieser Situation.
  • RÜCKKEHR DES CAPTAINS: Große Not hatte Salzburg-Trainer Roger Schmidt eigentlich nicht, um einen Torhüter-Wechsel vorzunehmen. Er tat es dennoch und brachte Eddie Gustafsson gegen Rapid, was bedeutete, dass Kapitän Alexander Walke auf die Bank musste. Die Schleife ging an einen alten bekannten Captain: Ibrahim Sekagya. Der Verteidiger aus Uganda hob vergangenen Mai noch den Meister-Teller und den Cup-Pokal empor, war diese Spielzeit schon weg vom Fenster und kämpfte sich nun wieder zurück in die Startelf - und ist wieder Captain.

BILD DES SPIELTAGS


STURM NEU NEU NEU NEU

ZAHLENSPIELE

0 - Soviele Torschüsse hat der SK Sturm in Wolfsberg in Hälfte zwei abgegeben. Vor der Pause waren es immerhin fünf.

2 - Mit den 70 Punkten, die Tabellenführer Austria Wien mittlerweile auf dem Konto hat, wäre sie in der vergangenen Saison mit zwei Zählern Vorsprung auf Salzburg Meister geworden. 2010/11 wäre sie sogar vier Punkte vor Sturm gelegen.

5 - Der SK Sturm wartet mittlerweile seit fünf Spielen auf einen vollen Erfolg. Nur der SV Mattersburg steht mit acht Runden ohne Sieg noch schlechter da.

6 - Die Salzburger haben einmal mehr ausgezeichnete Nerven bewiesen. Zum sechsten Mal in dieser Saison hat der Titelverteidiger einen Rückstand noch in einen Sieg umgewandelt. Das ist der Top-Wert der Liga.

6 - Der von Alan verwandelte Elfmeter war der sechste der laufenden Saison, der gegen Rapid gepfiffen wurde - kein anderes Team der Bundesliga sah sich mit so vielen Strafstößen konfrontiert. Salzburg hat übrigens mit acht Elfern die meisten der bisher 32 gegebenen zugesprochen bekommen.

7 - Christian Schwegler sah gegen Marcel Sabitzer kein Land - der Schweizer verlor gegen den Rapidler alle sieben Zweikämpfe. In der 62. Minute wurde er durch Florian Klein ersetzt - dieser bestritt drei Duelle mit dem SCR-Profi und musste sich ebenso jedes Mal geschlagen geben.

12 - Soviele Punkte hat der FC Wacker in dieser Saison gegen den SV Mattersburg geholt. Das sind 41,4 Prozent der Zähler, die die Innsbrucker bisher insgesamt holen konnten.

14 - Der Lauf des Titelverteidigers geht weiter. Seit 14 Runden hat Red Bull Salzburg nun schon nicht mehr verloren.

14 - Dass Fußball nicht immer am Boden gespielt wird, bewiesen der Innsbrucker Lukas Hinterseer und der Mattersburger Florian Lovin - sie bestritten insgesamt 14 Kopfballduelle miteinander. Letzterer konnte sich übrigens zehn Mal durchsetzen.

16 - Zum 16. Mal war die Austria auswärts nicht zu biegen. Zwei Partien fehlen noch, um als erstes Team in der Bundesliga eine ganze Saison lang in der Fremde ungeschlagen zu bleiben.

23 - Das Foulverhältnis von 23:11 unterstreicht die Hilflosigkeit der Admira bei der 0:2-Niederlage gegen die Austria. Von jenen Feldspielern der Südstädter, die in der Startelf standen, kam einzig Christoph Schößwendter ohne Foul aus.

30 - Die Serie von Mario Sonnleitner ist zu Ende. Nachdem der Steirer in der laufenden Saison bisher jedes Mal von Beginn an für Rapid auflaufen durfte, musste er in der 31. Runde erstmals auf der Bank Platz nehmen.

120 - Michael Liendl brachte es während der 90 Minuten beim 3:0 des WAC auf sensationelle 120 Ballkontakte. Zum Vergleich: Nikola Vujadinovic (40), Richard Sukuta-Pasu (46) und Imre Szabics (30) kommen gemeinsam nicht auf diese Anzahl. Diese drei Sturm-Spieler standen insgesamt aber 259 Minuten auf dem Feld.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 31. Runde!

In diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 11:00 Uhr).

MAUER-SPECIAL:

An Kreativität mangelt es den Rapid-Fans wahrlich nicht. In der Nacht vor dem Spiel gegen Salzburg hatten einige von ihnen einfach den Eingang zur SCR-Geschäftsstelle zugemauert. Darauf ein Bild von Manager Werner Kuhn mit den Worten "Ich darf nicht hinein".

Wie LAOLA1 exklusiv erfuhr, nahmen sich die Verantwortlichen diesen Streich als Denkanstoß. Die bisherigen Pläne für den Sommer wurden über den Haufen geworfen, neue wurden geschmiedet.

So ist etwa ein weiterer Verbleib von Zoran Barisic auf der Trainerbank auszuschließen. Ernst Baumeister, aktuell Trainer bei Union Mauer, soll ihn ersetzen. Für den Ex-Austrianer spricht nicht zuletzt, dass sein Team in der Oberliga A defensiv wie ein undurchdringbarer Wall steht, in 23 Spielen nur 13 Gegentore kassiert hat. Uli Stein, derzeit als Tormanntrainer in Aserbaidschan, soll sich künftig um die SCR-Goalies kümmern.

Zudem soll auch innerhalb des Kaders kein Stein auf dem anderen. So soll die Rapid-Elf in der kommenden Saison aussehen:





"On Fire" - SCR Altach

Mit dem Titel wird es nichts mehr, aber immerhin wird nach dem 2:0-Sieg gege Austria Lustenau der Vizemeister-Titel immer wahrscheinlicher. Denn der Ländle-Rivale ist am Abstürzen und die Altacher sind nur noch drei Punkte zurück. Im Frühjahr setzte es nur zwei Niederlagen, ein Ausrutscher bei der Vienna und eine verschmerzbare Niederlage gegen Grödig. Ansonsten stimmt der Weg,  mit Trainer Damir Canadi kann nächste Saison der große Wurf folgen.

"On Ice" - Tino Wawra

Trainer Edi Stöhr hat de facto im ganzen Frühjahr nicht auf den Linksfuß gesetzt, nun hat der Kapitän von Blau-Weiß Linz endgültig die Konsequenzen gezogen: Mit Saisonende verlässt der 33-Jährige den Profi-Fußball und kehrt zu seinem Stammverein Donau Linz in die Oberösterreich-Liga zurück. Auf diesem Wege alles Gute - und keine sorgen Tino, wir haben nicht vergessen und wissen, wer in Österreich die geglückte Form des nun weltweiten Weizer Freistoß-Tricks initiierte!

DER BLICK INS ARCHIV:

Es war sein 13. Bundesliga-Tor, das Florian Mader bei Austrias 2:0 gegen die Admira erzielt hat. Und es war das erste, das er seiner nun ein Monat alten Tochter Neni widmen konnte. Das linke Bild stammt aus der Zeit des Innsbruckers beim FC Wacker - damals waren schwarz gefärbte Haare offenbar schick. Nach weiteren Stationen in Altach und Ried wechselte der mittlerweile 30-Jährige im August 2011 zu den Veilchen. Auch dort ist er frisurentechnisch auf dem neuesten Stand.

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