Bullen wollen Lauf fortsetzen

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Salzburger Lauf soll gegen den WAC anhalten

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Zwei Meisterschaftssiege in Folge, Aufstieg ins Halbfinale des ÖFB-Cups:
 
Double-Verteidiger Red Bull Salzburg kommt im Saisonfinish wieder in Fahrt und könnte bei einer Fortsetzung der Erfolgsserie vielleicht doch noch einmal Spannung in den Bundesliga-Titelkampf hineinbringen.
 
Am Samstag (18.30 Uhr) kommt Aufsteiger WAC nach Wals-Siezenheim, bei einem vollen Erfolg würde der Rückstand der Salzburger auf die Austria vor dem Wiener Derby am Sonntag auf fünf Punkte schmelzen.
 
Salzburger hoffen noch
 
"Wir werden jedes Spiel für sich nehmen, dann wird man sehen, was noch passiert", sagte Salzburg-Coach Roger Schmidt im Hinblick auf den Titelkampf. Das sah auch Stefan Hierländer so.
 
"Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, unser Ziel ist, jedes Spiel zu gewinnen, der Rest wird sich ergeben", meinte der Mittelfeldspieler.
 
Die Chance sei nach wie vor nicht so groß. "Sie ist aber da und wir werden probieren, sie auszunützen", ergänzte der 22-jährige Kärntner.
 
WAC setzt auf Auswärtsstärke
 
Die Wolfsberger wollen sich ihrem Schicksal im Kampf um den vierten Platz aber keinesfalls ergeben. Der Titelverteidiger ist die einzige Mannschaft, die noch nicht in die Knie gezwungen wurde.
 
"Wir werden versuchen, dies am Samstag zu ändern. Aber es wird schwer, Salzburg hat Qualität und ist in sehr guter Form", meinte Trainer Nenad Bjelica.
 
Nach zuletzt zwei Heimniederlagen gegen Ried sowie im Cup gegen die Austria will der WAC seinen Ruf als "Auswärtsschreck" untermauern: Die vergangenen vier Partien in der Ferne wurden allesamt gewonnen, der jüngsten Erfolg war ein 4:0 bei der Austria.
 
Salzburg seit zwölf Spielen ungeschlagen
 
Dazu bedarf es aber einer Extra-Leistung. Salzburg ist mittlerweile zwölf Partien ungeschlagen und präsentierte sich nach mäßigem Frühjahrsstart zuletzt auch in spielerischer Hinsicht wieder von einer stärkeren Seite.
 
"Die Mannschaft hat wieder an Sicherheit gewonnen, das Basisverhalten wieder erlangt und ist wieder kompakt", resümierte Schmidt. Mit den Erfolgen würde auch das Selbstvertrauen von Mal zu Mal größer werden.
 
"Die Mannschaft ist mental jetzt wieder in einer ganz anderen Verfassung", sagte der Deutsche. "Und die Spieler suchen sich gegenseitig, unterstützen sich und dadurch wird die ganze Mannschaft stärker."
 
Schmidt warnt vor den Kärntnern
 
Gegen die Wolfsberger sind die Salzburger noch unbesiegt, im jüngsten Duell gab es allerdings mit dem 1:1 in Kärnten am 6. März eine Punkteteilung.
 
"Sie haben sich ihre Position durch gute Leistungen erarbeitet, sind eine sehr gefährliche Mannschaft", war sich Schmidt bewusst.
 
Augenscheinlich sei vor allem die hohe Effizienz im vorderen Bereich, die Kärntner haben in den vergangenen 24 Spielen immer zumindest einmal getroffen. "Da müssen wir sehr wachsam und hoch konzentriert sein", forderte Salzburgs Trainer.
 
WAC nur zwei Punkte hinter Sturm
 
Der WAC kassierte zuletzt die ersten Niederlagen im Jahr 2013, als Fünfter liegen die Kärntner aber nur zwei Punkte vom Vierten Sturm Graz entfernt. Einen Knacks sieht Trainer Nenad Bjelica deshalb nicht.
 
"In beiden Spielen wäre mehr drinnen gewesen. Aber wir haben keine Zeit, lange zu jammern. Auch in Salzburg wollen wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen", erklärte der Kroate, der mit Blick auf den "Traum" Europacup ausführte: "Wir spielen eine sehr, sehr gute Saison. Damit es eine brillante wird, sollten wir noch weiter punkten."
 
Dass der Meister in der Trophäensammlung der Lavanttaler noch keinen Platz einnimmt, sei leicht zu erklären. "Wir haben das Rezept gegen Salzburg noch nicht richtig gefunden. Wir hatten in allen drei Spielen auch unsere Möglichkeiten, waren aber zu ineffektiv", analysierte Bjelica.
 
Bauen kann der WAC in der Red Bull Arena wieder auf Staubsauger Michele Polverino, nicht dabei ist hingegen der gesperrte Michael Sollbauer. Anstelle des Kapitäns wird Boris Hüttenbrenner in der Innenverteidigung einlaufen.

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