Der LAOLA1-Stammtisch zur 30. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich: Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: JONATHAN SORIANO

Solche Geschichten schreibt nun einmal nur der Fußball. Denn schließlich kommt es nicht oft vor, dass ein frischgebackener Papa, nachdem er seine dritte Tochter bekam, vom Kreißsaal zum Arbeitsplatz rast, sich dort trotz des laufenden Spiels auf die Ersatzbank setzt, um nur wenige Minuten später eingewechselt zu werden. Schon das wäre eine nette Geschichte gewesen. Dass der Spanier dann aber auch noch in 45 Minuten drei Treffer erzielt und sein Torkonto auf 25 Saisontreffer schraubt, ist fast unglaublich. Hut ab vor jenem Mann, der weder Familie noch sein Team im Stich lässt und für beide Seiten unverzichtbar ist.

DER LOSER: JÜRGEN MACHO

Also wirklich, lieber Jürgen! So etwas darf dir doch nicht mehr passieren. Mit deinen 35 Jahren hast du schon so viel erlebt, mit deiner Aktion, die zur Roten Karte führte, hast du der Admira aber alles andere als geholfen. Es mag schon sein, dass die Attacke von Herbert Rauter nicht die feine englische Art war. Trotzdem ist dein Ausraster inklusive Nachtreten und Brüllattacke nun einmal mit dem Ausschluss zu ahnden. Gerade im wichtigen Kampf gegen den Abstieg braucht dich die Mannschaft wie einen Bissen Brot, nun fehlst aber nicht nur du, sondern auch Stephan Palla und die vielen Verletzten. Dass man emotional geladen ist, ist verständlich. Ob man seine Wut allerdings so zum Ausdruck bringen muss, solltest du dir das nächste Mal wohl davor durch den Kopf gehen lassen.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • IM ABSEITS I: Was war denn da los? Irgendwie dürften die Austrianer in der letzten halben Stunde des 305. Wiener Derbys auf die Abseitsregel vergessen haben. Gleich fünf Mal wurde einer der Violetten ab der 62. Minute zurückgepfiffen. Dabei ist das so gar nicht die Art des Tabellenführers. In den ersten 29 Runden dieser Saison tappten sie durchschnittlich nämlich nur 2,76 Mal pro Partie in die Abseitsfalle.
  • IM ABSEITS II: Christian Thonhofer und Marco Knaller haben am Samstag auf irgendwas vergessen. Also eigentlich nicht auf irgendwas, sondern auf etwas ganz Entscheidendes: Den Mannschaftsbus des Wolfsberger AC. Das Duo entschied sich kurzerhand, einfach privat nach Wien zu fahren, anstatt mit dem Rest des Teams zurück nach Kärnten zu reisen. Trainer Nenad Bjelica wusste nichts davon und hat die beiden nun suspendiert. Lieber Christian, lieber Marco, wenn ihr die Telefonnummer eures Trainers benötigt hättet, hätten wir euch schon ausgeholfen.
  • IM ABSEITS III: Probieren wir es einmal – und ohne Luft zu holen, bitte: „Focher-Ehrenreich-Dudic-Vujadinovic-Klem-Madl-Säumel-Schloffer-Bukva-Kainz-Sukuta-Pasu-Okotie-Hölzl-Ciftci-RAUS!!!!“ Ja, da hatte er schon Recht, Sportsfreund Peter Hyballa: Ein simples „Hyballa-Raus“ sei für die Fans eben einfacher zu rufen, als alle Spieler nennen zu müssen. Muss wohl am Zungenbrecher „Ciftci“ am Ende liegen. Jedenfalls gut zu wissen, dass diese Misstrauensbekundung der Sturm-Anhänger für ihn rein pragmatische Gründe der Intonierung hatte und nicht auf Unzufriedenheit mit dem Trainer beruhte. Tendenziell ein Irrtum, wie auch seine Beurlaubung am Montagnachmittag verdeutlicht...
  • AUS DEM ABSEITS I: Karenzvertretung, die. Bedeutung: Ein Spieler, der für einen anderen einpringt, wenn dieser aus familiären Gründen nicht von Beginn an seinem Beruf (siehe: Torjagd) nachgehen kann. Positives Beispiel: Drei Tore für RB Salzburg gegen den WAC, am 20. April 2013. Aussprache: Alan.
  • AUS DEM ABSEITS II: Es ist zum Haare raufen! Allerdings nur in den Übungseinheiten. Nicht einmal im Training würde Dennis Mimm Tore erzielen, grinste Trainer Heimo Pfeifenberger. Und dann schlägt diese personifizierte Kaltschnäuzigkeit gegen die Admira gleich zwei Mal zu. Wer es immer noch nicht glaubt, möge hier den Videobeweis würdigen. Am Tiroler ist offenbar ein echter Goalgetter verloren gegangen. Apropos Tirol: Seinen letzten Bundeslga-Treffer erzielte er übrigens noch im Wacker-Dress im Dezember 2007 beim 1:1 gegen Rapid nach Vorlage von Andreas Hölzl . Sein letzter Doppelpack gelang dem 30-Jährigen laut eigener Aussage in der U16 des BNZ.
  • IM UND AUS DEM ABSEITS I: "Achtung, Fettnäpfchen" hätte man Roland Kirchler wohl warnen müssen, doch schwuppdiwupp saß der Wacker-Coach nach dem Sieg über Ried schon wieder drin. "Über 7 Brücken musst du gehen" von Peter Maffay legte der Tiroler in der Kabine auf, wie er verriet, sinnbildlich für die sieben verbleibenden Spiele gegen den Abstieg. Es klappte. "Das wird jetzt unsere Nationalhymne", scherzte Kirchler in Folge seiner Beichte, war aber weiterhin davon überzeugt, dass die Song-Auswahl die Mannschaft auf den richtigen Weg geführt hatte. Als Psycho-Trick wollte er es nicht bezeichnen, trotzdem nahm ihm die Entschuldigung "nur Spaß" keiner ab.

BILD DES SPIELTAGS


FRÜHLINGSGEFÜHLE

ZAHLENSPIELE

0 - Beim SK Sturm war im Spiel gegen Mattersburg über die vollen 90 Minuten keine einzige Flanke von der linken Seite zu beobachten.

4 - Die Wiener Austria konnte mittlerweile seit vier Meisterschaftsspielen in Folge keinen Sieg mehr einfahren. Dem SK Sturm geht es übrigens genauso.

4 - Alexander Grünwald lieferte beim 2:2 der Austria gegen Rapid dem Doppelpack-Schützen Tomas Jun beide Assists. In der laufenden Saison hat der Blondschopf dem Tschechen vier seiner acht Tore aufgelegt.

4 - Roman Kienast war es im ersten Derby der Saison, Alexander Gorgon im zweiten, Philipp Hosiner im dritten und im vierten glänzte Tomas Jun mit einem Doppelpack gegen Rapid - das ergibt vier violette Derby-Doppelpacks 2012/13.

6 - Soviele Admiraner wurden in der laufenden Saison nun schon ausgeschlossen. Jürgen Macho und Stephan Palla, die diesmal betroffen waren, wurden in ihren Bundesliga-Karrieren übrigens beide zum ersten Mal vom Platz gestellt.

8 - Clemens Walch gegen Christian Schilling - das ist Brutalität. Nicht weniger als acht Zweikämpfe zwischen dem Rieder und dem Innsbrucker wurden wegen Fouls abgepfiffen. Immerhin wurde gerecht geteilt - jeder musste je vier Mal einstecken.

11 - Acht Torschüsse und drei Torschussvorlagen - Jonathan Soriano war in der zweiten Hälfte gegen den WAC richtig gut drauf und somit alle vier Minuten an einem Torschuss der "Bullen" beteiligt.

13 - RB Salzburg hat einen Lauf. 13 Mal en suite konnte der Titelverteidiger nun schon punkten. Mattersburg blieb indes zum 13. Mail in Folge auswärts sieglos.

21 - Soviele Tore sind in dieser Runde gefallen. Somit ist der Saisonrekord aus dem 13. Spieltag eingestellt.

43 - Soviele Tore hat RB Salzburg - das beide Heimteam der Bundesliga - in der laufenden Saison schon im eigenen Stdion erzielt. Das ergibt durchschnittlich 2,87 Treffer pro Spiel.

50 - Lukas Hinterseer kommt immer besser in Form. Beim 2:0 des FC Wacker gegen die SV Ried gelangen ihm ein Tor und ein Assist. Überhaupt war der Offensivspieler genau an der Hälfte der 18 Innsbrucker Torschüsse beteiligt.

68,8 - In der Schlussviertelstunde ihres Gastspiels in Graz spielten die Kicker des SV Mattersburg unglaubliche 68,8 Prozent ihrer Pässe zum Gegner.

90 - 90 Prozent der Salzburger Pässe landeten auch bei einem Mitspieler. Einen derart hohen Wert hatte die Truppe von Trainer Roger Schmidt in dieser Saison noch nie.

770 - Der SK Rapid konnte zum neunten Mal in Folge kein Wiener Derby gewinnen. Mittlerweile sind es 770 Tage, die die Hütteldorfer auf einen Erfolg gegen die Austria warten.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 30. Runde!

In diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 13:30 Uhr).

NEUE BUNDESLIGA-RÄTSEL FÜR NICK KNATTERTON:

"Kombiniere...!"

Mit seiner Standard-Phrase unterhielt Nick Knatterton Generationen an Comic-Freunden. Der Meisterdetektiv löste jedes noch so knifflige Rätsel.

Admira-Trainer Didi Kühbauer, als früheres Mitglied der Rapid-Bande "Die Daltons" offenbar in Comic-Kreisen einschlägig bekannt, machte die Kult-Figur am Wochenende mit der Bundesliga vertraut.

Als der TV-Sender "Sky" gar zu investigativ bezüglich der ungustiösen Spuck-Attacke von Benjamin Sulimani nachforschte, kanzelte er die Kollegen mit der Frage, ob sie auf den Spuren von Nick Knatterton wandeln, ab.

Kein schlechter Hinweis, Didi. In der Bundesliga gibt es noch jede Menge ungelöster Rätsel. Also, geschätzer nicht Nick Knatterton:

Kombiniere...!

AUSTRIA WIEN: Welche Pflanze blüht seit Mitte März und verstopft den Torriecher von Philipp Hosiner derart, dass er in den vergangenen fünf Pflichtspielen nur ein Tor erzielt hat?

 

RED BULL SALZBURG: Dürfen Salzburger Spielerfrauen nur noch an Spieltagen gebären?

 

 

RAPID WIEN: Wer wird denn nun neuer Rapid-Präsident? Norbert Darabos, Dietmar Hoscher, Alfred Gusenbauer, einer der Ultras-Vorsänger oder am Ende gar der Hass-Grieche?

 

STURM GRAZ: Warum ist das Wort Kontinuität nichts ins Steirische übersetzbar?

 

 

WOLFSBERG: Hmmmmmm, warum wollten Christian Thonhofer und Marco Knaller lieber nach Wien als nach Wolfsberg?

 

 

RIED: Warum ist der Innkreis gar nicht rund?

 

 

WIENER NEUSTADT: Ist in Wiener Neustadt immer noch Fasching, oder woran liegt es, dass seit dem 11.11. kein Gegner aus dem Spiel heraus ein Tor auf dem Sportplatz der gar nicht so kleinen Stadt erzielen konnte?

 

ADMIRA: Verleihen die „Trenkwalder Personaldienste“ keine Fußballer, die im Kampf gegen den Abstieg die Nerven bewahren?




MATTERSBURG: Wie ist die Mattersburger Presseabteilung zu erreichen?

 



WACKER INNSBRUCK: Wer ist der Fettnapf-Produzent von Roland Kirchler?





"On Fire" - Kapfenberger SV

Es war abzusehen, dass die Obersteirer mehr zu bieten haben, als sie im Herbst abrufen konnten. Dass sie im Frühjahr eine derartige Erfolgsserie hinlegen, hätte aber selbst Trainer Klaus Schmidt nicht für möglich gehalten. Neun Spiele im Frühjahr wurden gespielt, acht davon gewonnen, einmal mussten sich die Falken mit einem Remis zufrieden geben. Eine klare Ansage für die kommende Saison!

"On Ice" - Sascha Boller

Nun aber wirklich! Dass es Sascha Boller nach Bekanntwerden seines Wechsels nach Grödig im Sommer nicht leicht haben wird, war klar. Dass er vergangene Woche gegen Kapfenberg in der Startelf stand, kam aber ebenso überraschend, wie die Trennung von Seiten Austria Lustenaus einen Tag vor der Niederlage gegen Hartberg. Grund: Schwere Verfehlungen in der Trainingswoche!

DER BLICK INS ARCHIV:

Zoran "Zoki" Barisic ist der neue Mann auf der Rapid-Bank. Als Trainer muss er sich noch jenen guten Ruf erarbeiten, den er als Rapid-Spieler zwischen 1993 und 1997 genoss. Die Zeiten haben sich geändert. Während er auf dem Bild links 1995 noch mit einem "Flinserl" zu den Trendsettern gehörte, ist auch der mittlerweile 42-Jährige gereift. Seit 2006 ist er den Hütteldorfern wieder treu, ob als Co-Trainer, in der Akademie oder als Cheftrainer. Damals wie heute soll ein Spruch für ihn Gültigkeit bewahren: "Zoki ist nicht aufzuhalten" - das betonte er schon als Aktiver.

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