Die Rückkehr des Derbys ins Hanappi-Stadion

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In seinem fünften Wiener Fußball-Derby auf der Trainerbank hat Peter Schöttel am Sonntag (16.00 Uhr im LIVE-Ticker) die Gelegenheit, einen weißen Fleck auf seiner persönlichen Landkarte zu beseitigen.

Der 45-Jährige wartet als Rapid-Coach nach wie vor auf einen Sieg gegen die Austria, die ersten vier Versuche in der Vorsaison blieben bei drei Unentschieden und einer Niederlage erfolglos.

Vorteil Hanappi-Stadion

Schöttel kennt die Gründe, warum es ausgerechnet in seinem ersten Derby als Betreuer im Hanappi-Stadion klappen könnte.

"Vor einem Jahr hatte die Austria eine tolle Mannschaft und wir Probleme. Das hat sich seither verschoben. Wir sind als Mannschaft gewachsen und haben auch den Vorteil des ausverkauften Hanappi-Stadions."

Erstmals seit dem Platzsturm am 22. Mai 2011 steigt das Wiener Gipfeltreffen wieder in der Arena im Westen der Bundeshauptstadt, wo Rapid den bisher letzten vollen Derby-Erfolg am 14. März 2010 (2:0) landete.

Der jüngste grün-weiße Derby-Sieg (1:0) datiert vom 13. März 2011 in der Generali Arena. Danach blieben die Hütteldorfer in fünf Duellen mit dem Erzrivalen ohne Sieg, treten nun aber immerhin mit der Referenz von zuletzt fünf Liga-Siegen in Folge ohne Gegentreffer an.

Selbstvertrauen ungebremst

Deswegen ist das Selbstvertrauen im Lager des Tabellenführers groß, auch wenn es am Donnerstag mit der 1:2-Auswärtsniederlage in der Europa-League-Qualifikation gegen Vojvodina Novi Sad einen Rückschlag setzte. "In diesem Spiel haben wir sehr viele einfache Fehler gemacht, die müssen wir gegen die Austria unbedingt vermeiden."

Ansonsten halten sich die Rückschlüsse aus dem Europacup für die Sonntag-Partie in Grenzen. "Fürs Derby hat das Match in Novi Sad gar keine Bedeutung. Das war ein richtiges Europacup-Match in einem Hexenkessel. Im Derby gibt es völlig unterschiedliche Voraussetzungen, da haben wir unsere eigene Wiese und unsere eigenen Bälle, da sieht alles anders aus", erklärt Schöttel.

Stöger und Schöttel spielten gemeinsam

Wiedersehen alter Bekannter

Vor dem Gegner zeigte der Rapid-Betreuer großen Respekt. "Bei den Austrianern scheint die Stimmung viel besser zu sein als noch vor einigen Monaten. Sie wollen beweisen, dass die verpasste Europacup-Teilnahme nur ein einmaliger Ausrutscher war", vermutet Schöttel.

Der Aufschwung am Verteilerkreis ist wohl auch mit Neo-Coach Peter Stöger verbunden. Schöttel und sein ehemaliger Kollege bei Rapid und im Nationalteam standen einander schon als Trainer in Wiener Derbys gegenüber - bisher allerdings "nur" bei Vienna gegen Sportclub.

"Aber hier geht es sowieso nicht um Schöttel gegen Stöger, sondern um Rapid gegen Austria", betonte Schöttel.

Keine Vorentscheidung

Am Sonntagabend könnte der Rapid-Betreuer seinen alten Weggefährten zumindest vorerst deutlich hinter sich lassen, denn bei einer Niederlage würden die "Veilchen" schon sechs Punkte hinter den Grün-Weißen liegen.

"Für uns wäre das ein schöner Sieg, der aber in keinster Weise vorentscheidend wäre. Es sind ja danach noch 99 Punkte zu vergeben", meint Schöttel.

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