Ried und Admira reisen mit Siegen in die Ferne

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Admira Wacker Mödling und die SV Ried lassen in der Fußball-Bundesliga keine Verschleißerscheinungen erkennen. Österreichs Europacup-Starter erledigten ihre Liga-Auftritte zwischen den Partien der Europa-League-Qualifikation mit Bravour und befinden sich aktuell im Stimmungshoch.

Die Niederösterreicher feierten am Sonntag mit einem 4:0 gegen Wiener Neustadt ebenso einen vollen Erfolg wie die Innviertler mit einem 2:0 gegen Wacker Innsbruck.

Beide Clubs begeben sich in dieser Woche nun auf Reise. Während die Admira nach einem 0:2 in Maria Enzersdorf am kommenden Donnerstag bei Sparta Prag nur noch kleine Chancen auf den Aufstieg hat, verteidigt Ried in Warschau einen 2:1-Vorsprung gegen Legia.

Mit Effizienz zum Derby-Sieg

Das niederösterreichische Derby war zumindest auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Seit September 2003, einem 4:0 gegen Pasching, hatte die Admira in der Bundesliga nicht mehr über einen derartig hohen Erfolg jubeln dürfen. Zu verdanken war dies der wieder entdeckten Effizienz der Südstädter.

Die Gäste aus Wiener Neustadt vergaben trotz gezählter 19 Torschüsse ihre Möglichkeiten und warten somit weiter auf einen Torerfolg in der noch jungen Saison.

Dietmar Kühbauer ("Vier Tore schießt man nicht so schnell, und die Null steht auch") zeigte sich vor allem mit dem Ergebnis sehr zufrieden, die Chancen der Gäste nach einem 2:0-Pausenstand kostete den Admira-Trainer aber die eine oder andere bange Minute.

Bangen um Ouedraogo

Für die Partie in Prag am Donnerstag (20.00 Uhr im LIVE-Ticker) wünscht sich der Ex-Internationale wohl noch einmal einen derart günstigen Spielverlauf.

"Im Fußball ist vieles möglich und wir werden alles probieren. Aber wir wissen natürlich, wie die Ausgangslage ist", meinte Kühbauer. Am Mittwoch geht es für sein Team via Bus Richtung Tschechien.

Bangen müssen die Südstädter um die Fitness von Doppel-Torschütze Issiaka Ouedraogo, der mit einer Knöchelblessur noch vor der Pause vom Platz musste. Der Stürmer soll aber rechtzeitig fit werden.

Sparta siegte am Sonntag ebenfalls. Gegen Nachzügler Pribram setzten sich die Prager in der 2. Runde der tschechischen Meisterschaft nach 0:1-Rückstand noch 2:1 durch.

Druck bei Legia Warschau

Für Ried geht es Mittwochnachmittag via Charterflieger aus Linz nach Polen. Legia will vor 30.000 euphorischen Fans in der Pepsi Arena (19.00 Uhr im LIVE-Ticker) die Wende schaffen, ein Sturmlauf der Hausherren darf erwartet werden.

Für die Rieder eine nicht unangenehme Ausgangslage, überzeugte der Cup-Finalist doch bereits in der vergangenen Saison im Europacup als Konterspezialist.

"Der Druck liegt bei Legia Warschau, das ist positiv. Für uns ist es sicherlich leichter, wenn der Gegner den Druck hat und Tore machen muss", sagt Rieds Trainer Heinz Fuchsbichler.

Der Steirer durfte sich gegen Wacker dank Toren von Anel Hadzic und Guillem in der zweiten Spielhälfte über den ersten Heimerfolg seiner Amtszeit freuen.

"Brauchen keine Angst haben"

"Der Sieg gegen Innsbruck war sehr wichtig, weil wir uns jetzt in Ruhe auf das Spiel in Warschau vorbereiten können. Dadurch haben wir auch nicht gleich wieder den Druck, wenn wir von Warschau zurückkehren", erklärte Fuchsbichler, der seiner Mannschaft unmittelbar nach der Partie Regeneration verordnete.

Pfeifenberger wartet auf die ersten Punkte

An Motivation dürfte es den Riedern vor dem Auftritt in Warschau nicht mangeln. "Solange es 0:0 steht, sind wir weiter. Wir brauchen keine Angst haben", sagte Hadzic, der bereits im Hinspiel gegen Legia getroffen hatte.

Kogler: "Müssen uns nach hinten orientieren"

Am anderen Ende der Motivationskurve sind hingegen die Kicker aus Wiener Neustadt und Innsbruck angelangt. Das Duo steht mit null Punkten nach drei Partien am Tabellenende.

Die Neustädter, von vielen ohnehin als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelt, haben im Jahr 2012 somit weiter nur einen Sieg - ein glückliches 1:0 in Graz - zu Buche stehen. Zumindest durfte sich Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger trösten, dass sich seine Elf Torchancen erarbeitete.

Wacker erwischte gar den schlechtesten Liga-Start seit 15 Jahren. 1997/98 gingen damals noch als FC Tirol ebenfalls die ersten drei Partien verloren. Trainer Walter Kogler wollte dennoch keine Negativstimmung aufkommen lassen.

"Wir sind durch eine Standardsituation in Rückstand geraten, danach haben wir aber einige hochkarätige Chancen ausgelassen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen", meinte der Kärntner, der aber auch zugab: "Natürlich hätten wir gerne Punkte am Konto. Jetzt müssen wir uns halt an den hinteren Mannschaften orientieren und darum kämpfen, gegen diese zu punkten."

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