Die nächste Pflicht steht an

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Salzburgs Weg zu einem kaum für möglich gehaltenen Showdown führt nur über Siege.

Nach dem 3:0 gegen Sturm Graz plant der Titelverteidiger am Samstag in Mattersburg (18.30 Uhr) den nächsten Dreier.

Mit einem Erfolg gegen die im Abstiegskampf um jeden Punkt kämpfenden Burgenländer könnte Salzburg auch Druck auf die Austria ausüben.

Der zehn Zähler voran liegende Spitzenreiter aus Wien ist erst Sonntag in Graz im Einsatz.

"...dann stehen die Chancen noch immer schlecht"

"Fußball ist ein Tagesgeschäft. Wenn man zehn Punkte zurück ist bei noch acht ausstehenden Spielen, dann stehen die Chancen noch immer schlecht", sagte Salzburgs von Meisterschaftsfragen schon ein wenig genervter Trainer Roger Schmidt.

Nur bei einem Lauf seines Teams sowie einer schwächelnden Austria gebe es noch eine Chance. "Dann kommen wir vielleicht noch einmal zurück", meinte Schmidt.

Der Ex-Mattersburger Stefan Ilsanker ergänzte: "Vielleicht passiert ein Wunder, aber ausgehen kann man davon nicht."

Gute Erinnerungen

Gegen Mattersburg klappte es für Salzburg in dieser Saison mit drei Siegen in drei Saisonvergleichen bisher hervorragend. Zum Abschluss der Herbstmeisterschaft gewann der Meister zu Hause gar 7:0.

Für Salzburg war dies der höchste Liga-Sieg in der Red-Bull-Ära überhaupt, für die Burgenländer die höchste Niederlage. Mattersburg hat aktuell auch bereits fünf Runden nicht mehr gewonnen und nun viermal in Serie keinen Treffer erzielt.

"Nie in gemütlicher Position"

"Wir treffen auf eine Mannschaft, die den zweiten Platz abgesichert hat und den ersten noch anschielt. Wir haben uns hingegen zuletzt schwer getan im Offensivbereich", umriss SVM-Trainer Franz Lederer die Ausgangslage.

Dass seine Mattersburger als Siebente bei nur vier Zählern Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck mitten im Abstiegskampf sind, sieht der Langzeittrainer als Realität an.

"Wir haben uns nie in der gemütlichen Position gesehen. Wir sind trotz allem aber noch stark genug, um selbst da raus zu kommen", sagte Lederer, der neben den Langzeitverletzten am Samstag auch auf Adnan Mravac verzichten muss.

Für den gesperrten Innenverteidiger steht der gebürtige Salzburger Alexander Pöllhuber parat. Lederers Rezept gegen Salzburg?: "Sie dürfen die Räume nicht bekommen, die sie gerne haben."

Schiemer und Mane fraglich

In den Reihen des Meisters erwartet Ilsanker ein körperbetontes Spiel seiner Ex-Mannschaft. "Wir müssen Gas geben, zu 100 Prozent am Feld und konzentriert sein, dann werden wir das Spiel gewinnen", sagte der Mittelfeldstaubsauger.

Er hoffe darauf, dass Mattersburg in dieser Saison noch der Knopf aufgebe. "Aber erst nach dieser Partie."

In den Reihen der Salzburger fehlt weiter der verletzte Martin Hinteregger. Fraglich waren Franz Schiemer nach seiner im Spiel gegen Sturm erlittenen Gehirnerschütterung und der am Rücken angeschlagene Sadio Mane.

Das Selbstvertrauen steigt

Den Elan des Sieges gegen die Grazer will der Meister weiter nutzen. "Mit jedem guten Spiel kommt das Selbstvertrauen zurück. Wenn die Mannschaft funktioniert, können wir konstant auf hohem Niveau spielen", sagte Trainer Schmidt.

Für eine Wende im Titelkampf muss Salzburg auch effektiver agieren. Zwar sind die Mozartstädter seit elf Runden ungeschlagen, sie haben dabei aber gleich sieben Unentschieden verbucht.

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