Schmidt: "Gegen Sturm zählen die Punkte doppelt"

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Das Spitzenduell der 28. Runde der Fußball-Bundesliga steigt am Sonntag (16.00 Uhr) in Salzburg.

Der Tabellenzweite empfängt den Dritten, Sturm Graz, der allerdings neun Punkte Rückstand aufweist und vor allem darauf erpicht ist, die derzeitige Platzierung zu halten.

Dass man bei den "Bullen" den Titel offiziell bereits abgeschrieben hat, lässt Salzburg-Coach Roger Schmidt sogar hoffen: "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Mannschaft die Situation nutzt, um befreiter aufzuspielen."

Schmidt: "Müssen Platz zwei absichern"

Angesichts von 13 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Austria hat Schmidt die Ziele adaptiert. "Wir wollen erfolgreichen und guten Fußball spielen, was zuletzt nicht der Fall war. Nur in der zweiten Hälfte gegen Austria hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann", spielte er auf das 1:1 bei den Wienern am Ostersonntag an, bei dem man einen 0:1-Rückstand wettmachte.

So will man das beste Saisonviertel absolvieren, den zweiten Platz so schnell wie möglich absichern und peilt auch den Cupsieg an.

"Gegen Sturm zählen die Punkte doppelt. Wir müssen den zweiten Platz absichern", meinte der Deutsche, der die Steirer als "sehr gute, gefährliche Mannschaft, die gegen uns nichts zu verlieren hat", charakterisierte.

Vorsah, Lazaro und Hinteregger fehlen

"Sie sind defensiv sehr gut organisiert und haben mit Okotie, Szabics und Sukuta-Pasu gefährliche Waffen." Dass Sturm quasi der Lieblingsgegner Salzburgs ist, weil es seit Juli 2002 an der Salzach nicht mehr gewonnen hat, bzw. nur eine Niederlage (23. Oktober 2011) aus den jüngsten 15 Partien gegen die Grazer zu Buche steht, ist Schmidt egal: "Das juckt mich überhaupt nicht und hilft auch der Mannschaft nicht. "

Verzichten muss Schmidt auf den gesperrten Vorsah, Lazaro (nach Verletzung wieder im Lauftraining) sowie Hinteregger. Letzterer wurde nach seinen Zusammenstoß mit dem Austrianer Gorgon am Dienstag wegen eines Bruchs der Augenhöhlenwand operiert, fällt rund vier Wochen aus.

Schmidt über Hinteregger: "Er schaut aus wie nach einem Boxkampf"

Hinteregger schaute am Donnerstag aber schon wieder im Training vorbei. Schmidt: "Er schaut aus wie nach einem Boxkampf."

Für Sturm-Trainer Peter Hyballa, der selbst die Salzburg Juniors betreute, ist eines klar: "Bei Red Bull ist ein Unentschieden schon eine Niederlage, dort ist immer Druck und Alarm, wenn sie nicht Erster sind."

Er jedenfalls will drei Punkte aus Salzburg entführen. "Wir fahren hin, um zu gewinnen. Uns werden sich Räume bieten. Ein Sieg ist realistisch, wenn unser Umschaltspiel funktioniert", erklärte Schmidts Landsmann, der auf die gesperrten Verteidiger Dudic und Klem sowie Zweiergoalie Gratzei (Wadenproblem) verzichten muss.

Hyballa: "Habe aufgehört mit der Mannschaft zu planen"

Trotz der zuletzt in Wr. Neustadt erlittenen 0:1-Niederlage zeigte er sich vom Spiel seiner Mannschaft grundsätzlich "angetan" - mit einer Einschränkung: "Bis zum Sechzehner, bis auf den letzten Pass. Die Idee ist zu erkennen, die Jungs werden ballsicher, die Ballzirkulation ist in Ordnung. Wir müssen aber im gegnerischen Sechzehner aktiver werden."

Die vielen Wendungen im Lauf der bisherigen Saison haben ihn aber eines erkennen lassen: "Ich schaue nur noch von Spiel zu Spiel. Ich habe aufgehört, mit dieser Mannschaft zu planen."

15 Prozent Zuschauerrückgang bei Salzburg

Wie viele Zuschauer sich bei neuerlich wenig erquicklichen Wetterverhältnissen im Stadion einfinden, bleibt abzuwarten.

Den Besucherrückgang von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führt Schmidt aber nicht nur auf das Wetter, sondern auch die sportliche Situation zurück: "Aber es ist offensichtlich ein langer Prozess, denn trotz wirklich guter Spiele (im Herbst, Anm.) ist es uns schwer gefallen, das Stadion zu füllen."

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