Drei Umstellungen, viel Respekt

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Austria mit Umstellungen und viel Respekt

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„Ich halte sehr viel von dieser Mannschaft und bin von ihren Leistungen beeindruckt.“

Nein, Peter Stöger spricht nicht von seiner Austria. Er spricht vom Wolfsberger AC.

Seit acht Spielen, also das gesamte Frühjahr, sind die Kärntner nun schon ungeschlagen. 18 Punkte haben sie in dieser Phase eingefahren.

"Alles, was eine Spitzenmannschaft haben muss"

„Ich habe mich schon im September als Fan des WAC geoutet. Damals waren sie in der Tabelle noch nicht so weit oben. Jetzt hat sich meine Einschätzung aber bestätigt“, erinnert der FAK-Coach an seine Worte aus dem Herbst.

Stöger weiter: „Sie haben ihr richtiges System gefunden und sind eingespielt. Sie haben eine gute Passqualität, haben schnelle Spieler zum Kontern und sind bei Standards sehr gefährlich. Alles, was eine Spitzenmannschaft haben muss, sehe ich bei den Wolfsbergern. Eine gefährliche Mannschaft im Kampf um die Europacup-Plätze.“

Auch Kapitän Manuel Ortlechner streut dem kommenden Gegner (Samstag, 18:30 Uhr) Rosen: „Sie sind sehr unangenehm zu spielen. Ein lauf- und spielstarkes Team mit wenigen Schwächen. Zudem kommen sie sicher mit sehr viel Selbstbewusstsein nach Wien.“

"Topcagic wird unheimlich gut in Szene gesetzt"

Und dann wäre da auch noch Mihret Topcagic. Fünf Tore hat der Stürmer 2013 schon erzielt. Mit lediglich sechs abgegebenen Torschüssen wohlgemerkt.

„Wir wissen sehr gut, wie es ist, wenn ein Stürmer einen Lauf hat. Wir müssen wachsam sein“, lacht Heinz Lindner mit einem Seitenblick auf Philipp Hosiner.

Stöger meint: „Er trifft, weil er unheimlich gut in Szene gesetzt wird. Er alleine macht es nicht aus, es sind die Passgeber, die ihn forcieren.“

Neben dem Aufsteiger aus Kärnten beschäftigt den Austria-Trainer aber freilich vielmehr seine eigene Truppe. Und diese muss auf einigen Positionen umgestellt werden.

Drei Umstellungen nötig

Alexander Grünwald, Florian Mader und Alexander Gorgon fehlen wegen Gelb-Sperren, Kaja Rogulj trainiert nach seinen Rückenproblemen erst seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft und Nacer Barazite fällt sowieso noch länger aus.

Er überlege zwei, drei verschiedene Varianten, so der 46-Jährige. „Alle, die zum Einsatz kommen dürfen, haben ihre Leistungen schon gebracht“, sagt Stöger. „Ich bin zuversichtlich, dass die Burschen auch diesmal ihre Leistungen abrufen werden.“

In der Zentrale wird voraussichtlich Tomas Simkovic von Beginn an ran dürfen, Marko Stankovic dürfte Gorgon ersetzen und um den dritten freien Platz rittern Emir Dilaver und Dare Vrsic.

Neue Hausverbote und die WEGA auf der Ost

Abseits des Rasens wird in Wien-Favoriten nach den Vorkommnissen am vergangenen Sonntag (LAOLA1 hat berichtet) auch gespannt auf die Fan-Tribüne geschaut.

Fünf neue Hausverbote wurden erteilt. Laut Markus Kraetschmer könnten bis zum Spiel weitere dazu kommen. „Außerdem gibt es in zumindest drei Fällen Anzeigen wegen gefährlicher Drohung bzw. Körperverletzung“, sagt der AG-Vorstand.

Der Fan-Ordnerdienst auf der Osttribüne wurde ausgetauscht, es werden auch WEGA-Beamte zugegen sein.

Stöger sieht aus sportlicher Sicht ob der Diskussionen kein großes Problem: „Die Mannschaft lässt sich davon nicht beirren und außer Tritt bringen.“


Harald Prantl/Claus Schlamadinger

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