"Wir sind in einer Umbauphase"

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Die SV Ried und Rapid bekämpfen am Samstagabend (18.30 Uhr) ihre Durststrecken.

Die Oberösterreicher sind sechs, die Hütteldorfer gar sieben Partien sieglos. Der Rekordmeister wartet noch immer auf den ersten vollen Erfolg im Jahr 2013.

Der sollte im Innviertel her, wollen die Grün-Weißen im Fernduell um Platz drei mit Sturm Graz nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten.

"Leistungsmäßig nicht so schlecht unterwegs"

Rapid-Trainer Peter Schöttel hat in der Länderspielpause versucht, die Köpfe seiner Spieler freizubekommen. "Leistungsmäßig sind wir nicht so schlecht unterwegs wie in den Ergebnissen", betonte der Ex-Internationale.

Das schon seit Dezember ausbleibende Erfolgserlebnis zehre aber am Selbstvertrauen. Acht Spiele waren die Hütteldorfer zuletzt im Herbst 2006 unter Peter Pacult sieglos. Die Einstellung dieser Serie droht.

Dazu fehlen mit Branko Boskovic und Steffen Hofmann zwei Schlüsselspieler im Mittelfeld verletzt. Boskovic könnte nach seiner Meniskus-OP in zwei Wochen wieder zur Verfügung stehen, Hofmann dagegen fällt mit seinem vor der Pause gegen die Admira (1:1) erlittenen Innenbandriss bis Saisonende aus.

"Generationswechsel findet statt"

Die auslaufenden Verträge mit Markus Heikkinen und Markus Katzer werden nicht verlängert, Routiniers sind bei Rapid daher ab Sommer noch dünner gesät.

"Wir sind in einer Umbauphase. In der Mannschaft findet gerade ein Generationswechsel statt", erklärte Schöttel. Einige Spieler müssten den nächsten Schritt machen und mehr Verantwortung übernehmen. Derzeit fehle dem Team die Stabilität.

"Wir haben im Frühjahr Fehler gemacht, die wir, seit ich hier bin, noch nie gemacht haben", gestand Schöttel. Trotzdem hat die schwächste Frühjahrsmannschaft immer noch die zweitwenigsten Gegentore der Liga bekommen - 27 in 26 Saisonspielen.

Boyd wohl auf der Bank

Das Ende der Durststrecke in Ried wäre ein Befreiungsschlag. "Es geht darum, mit einem Sieg anzuschreiben. Das versuchen wir aber Woche für Woche", versicherte Schöttel, der wegen seiner langen Reise zum US-Team vorerst auf Stürmer Terrence Boyd verzichten könnte.

Gegen die Rieder hat Rapid zuletzt viermal in Serie gewonnen, Schöttel warnte aber vor allem vor deren Standards. "Und sie haben in der Offensive gefährliche Spieler."

Gartler wieder fit

Einer davon ist der Ex-Rapidler Rene Gartler, der nach mehr als einem Monat Pause wegen seiner Ellbogenverletzung ein Comeback geben dürfte.

"Ob von Beginn an oder nicht, das müssen wir uns noch überlegen", sagte Ried-Trainer Michael Angerschmid.

Gespräch mit Hadzic

In der Personalie Anel Hadzic sieht er "kein Problem". Der Mittelfeldspieler werde beginnen, obwohl er mit Auslaufen seines Vertrages im Sommer zu Rapid wechseln dürfte.

"Wir haben diese Woche ein Gespräch geführt. Es ist legitim, dass ein Spieler den Verein wechselt. Die Situation ist nicht einfach, er hat aber versichert, dass er bis Ende Mai bei uns alles geben wird", erklärte Angerschmid. "Daher wird er so behandelt wie jeder andere Spieler auch. Ich bin überzeugt, dass er Profi genug ist."

Die Alternativen sind ohnehin dünn gesät. Den gesperrten Offensiv-Freigeist Robert Zulj wird Nacho ersetzen, dazu fehlen die angeschlagen vom U21-Nationalteam zurückgekehrten Gernot Trauner und Toni Vastic.

"Schwung mitnehmen"

Die auf Rang sechs abgerutschten Rieder hatten sich mit einem 2:2 in Salzburg in die Ligapause verabschiedet. "Das hat die Stimmung gehoben, diesen Schwung müssen wir mitnehmen", erinnerte Angerschmid.

"Die Spiele waren in den letzten Wochen nicht so schlecht, dass wir den Kopf hängen lassen müssen. Wir wissen, dass wir zu Hause jeden schlagen können." Gegen Rapid ist das zuletzt im Mai 2011 (2:1 in Liga und Cup-Halbfinale) gelungen.

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