Rapid droht, von Sturm überholt zu werden

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Frühjahrsgefühle in Grün-Weiß wollen derzeit nicht recht aufkommen.

Aus fünf Spielen 2013 holte Rapid lediglich drei Zähler, in der Tabelle droht man, von den nur einen Punkt zurückliegenden Grazern auf Rang vier verdrängt zu werden.

"Es ist hoch an der Zeit, zu gewinnen", stellte Rapid-Coach Peter Schöttel vor dem Heimspiel der 26. Runde gegen die Admira klar.

Die Punkteanzahl aus den jüngsten Partien stehe freilich in keinem Verhältnis zum Verlauf der Spiele, wie Schöttel betonte.

"Wir haben in den Anfangsphasen immer dominiert und dann mit Eigenfehlern den Gegner stark gemacht. Das darf uns einfach nicht mehr passieren", forderte der 45-Jährige.

"Damit haben wir nicht gerechnet"

Das sei in vielen Gesprächen auch thematisiert worden. "Aufbauenden Gesprächen", wie Schöttel präzisierte. "Sie kriegen es eh links und rechts von allen Seiten." Sportdirektor Helmut Schulte versuchte sich in Optimismus, aber auch in Ehrlichkeit.

"Dass wir so starten, damit habe ich nicht gerechnet", erklärte der Deutsche, der noch immer auf seinen ersten Sieg in Hütteldorf warten muss. "Das kostet mich auch Energie, weiter positiv an die Sache ranzugehen."

Geheimnis um Aufstellung

Schöttel erwartet einen bissigen Gegner, gegen den man freilich vier Spiele (3-1-0) en suite unbesiegt ist: "Die Admira hat gute Spiele abgeliefert, mit Macho einen starken Rückhalt und mit Tito einen sehr auffälligen Spieler." Bezüglich der Aufstellung gab sich der Trainer gewohnt zurückhaltend.

Bis auf Boskovic stehen alle zur Verfügung, auch Gerson ("Er ist ein junger Spieler, die müssen zum Teil noch eine professionelle Lebensweise lernen"), der zuletzt auf der Bank schmoren musste, sei "wieder ein Thema". Pichler sei jedenfalls nach wie vor im defensiven Mittelfeld und nicht in der Innenverteidigung gefragt.

Optimistische Südstädter

Die Admira, die aus den jüngsten 14 Ligaspielen zwar nur fünf Punkte geholt hat, vier davon aber in den jüngsten drei Partien eroberte, kommt mit viel Optimismus nach Hütteldorf.

"Gegen Rapid zu spielen ist eine dankbare Aufgabe und immer schön, vor allem im Hanappi", gab Admira-Coach Dietmar Kühbauer zu Protokoll. "Rapid ist Favorit, aber wir fahren schon hin, um etwas zu erben."

Der Aufwind sei klar erkennbar, auch wenn man zuletzt "nur" vier und nicht sieben Punkte geholt habe. "Man sieht von der Spielart her, dass sie sich mehr zutrauen und auch hinten sehr gut stehen. Das ist gerade im Abstiegskampf sehr wichtig. Wir sind wieder überzeugter von uns", konstatierter Kühbauer.

Seebacher gersperrt

Die Unserie des Gegners würde an der Ausgangslage nichts ändern.

"Rapid bleibt Rapid. Sie haben jetzt sicher nicht die Ergebnisse erzielt, und wir wissen, dass sie Druck haben. Aber das ändert nichts daran, dass sie über uns zu stellen sind", meinte der Ex-Rapidler, der auf Seebacher (gesperrt) und Matus (verletzt) verzichten muss.

Kühbauer lobt Tito

Mit Offensivspieler Tito und Goalie Macho - auch er kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück - wussten zuletzt zwei seiner Akteure besonders zu beeindrucken.

"Macho ist ein alter Fuchs, der genau das tut, was ich mir erwartet habe: Ruhe ausstrahlen und auch unhaltbare Bälle fangen", sagte Kühbauer.

Vom spanischen Wintertransfer Tito, der Anfang März sein Debüt gab, habe er "immer gewusst, dass er ein guter Spieler ist. Er war nach der Vorbereitung aber nicht so spritzig wie jetzt und hat die Position nicht ganz so interpretiert, wie ich das wollte. Aber wir müssen ihn vielleicht sogar noch mehr ins Spiel einbinden."

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